Islamismus

Islamismus ist ein Begriff aus den Sozialwissenschaften, unter dem seit den 1970er Jahren verschiedene Ideologien und Bewegungen des fundamentalistischen, politischen Islam zusammengefasst werden. Allen Ausprägungen gemeinsam ist das Streben, im Namen Allahs eine allein religiös legitimierte Gesellschafts- und Staatsordnung zu errichten. Sie richten sich gegen die Grundsätze der Trennung von Staat und Religion, gegen die Prinzipien von Individualität, Pluralismus und Volkssouveränität, gegen Menschenrechte und die Gleichstellung der Geschlechter. Unterschieden wird in Gruppierungen, die ihre Ziele mit friedlichen Mitteln durchsetzen wollen, und radikalen Strömungen, die Gewalt und Terror als Mittel zur Durchsetzung ihrer Ziele propagieren und praktizieren. Wie sich Islamismus von anderen Begrifflichkeiten des politisierten Islam wie „islamischer Fundamentalismus“ unterscheidet, ist ebenso umstritten wie seine eigene Aussagekraft und die Frage, wann Islamismus als soziales Phänomen erstmals aufgetreten ist.

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Kairo/Ägypten: Fast ein Jahr nach dem Sturz von Husni Mubarak gewinnt die islamistisch-konservative Freiheits- und Gerechtigkeitspartei bei den Parlamentswahlen mit 37,5 % der abgegebenen Wählerstimmen, während die salafistisch-islamistische Partei des Lichts mit 27,8 % zweitstärkste Kraft in der zukünftigen Volksversammlung wird.
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Neu-Delhi/Indien: Bei einem Bombenanschlag einer islamistischenTerrorgruppe vor einem Gerichtsgebäude kommen mindesten elf Menschen ums Leben.
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Berlin/Deutschland: Bei einer Razzia durchsucht die Polizei 28 Wohnungen tschetschenischerIslamisten, die im Verdacht stehen, einen terroristischen Anschlag in Russland geplant zu haben.
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Melbourne/Australien: Polizisten vereiteln einen Terroranschlag auf Armee-Einrichtungen des Landes. Bei einer Razzia werden fünf islamische Extremisten festgenommen, die einen Überfall auf eine Kaserne geplant hatten.
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Kano/Nigeria: Bei gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Polizisten und Mitgliedern der islamistischenBoko Haram werden im Bundesstaat Bauchi mindestens 200 Menschen getötet.
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Somalia: Im Kampf zwischen der Übergangsregierung und den Rebellentruppen der Islamisten greift die Armee Äthiopiens ein und erobert nach einigen Bombardierungen die somalische Hauptstadt Mogadischu. Die Rebellen - zu denen laut westlichen Berichten auch Kämpfer der Al-Qaida und anderer Terrorgruppen gehören - ziehen sich in den Süden zurück, während die international v. a. von den USA gestützte Übergangsregierung ihren Sitz wieder in die Hauptstadt verlegt. Sie kontrolliert formal wieder über die Hälfte der Landesfläche, während die nordöstlich gelegenen sezessionistischen Gebiete der Ogaden und in den Händen der anderen Bürgerkriegsparteien bleiben. In Mogadischu versuchen allerdings einige Clanchefs, sich wieder ihre früheren Machtbereiche zu sichern (siehe auch Siad Barre; dpa, orf).
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Pakistan: In Char im Nordwesten des Landes demonstrieren rund 10.000 Menschen, darunter auch bewaffnete Islamisten, gegen den gestrigen Angriff auf Chingar. In der Madrase seien keine Terroristen, sondern Zivilisten ums Leben gekommen. Der Geistliche Maulana Roohul Amin ruft zum heiligen Krieg auf: „Wir werden Rache nehmen für das Blut unserer Märtyrer“. Die Menge deklamiert „Tod für Bush! Tod für Musharraf!“
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In Bangladesch kehrt nach jahrelangem Boykott die Hauptoppositionspartei Awami-Liga ins Parlament zurück; sie wirft der Regierung vor, beim Eindämmen des Islamismus versagt zu haben.
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Bagdad/Irak. Im Internet wurde ein Video veröffentlicht, auf dem der US-Amerikaner Nicholas Berg von vermummten Islamisten vor laufender Kamera geköpft wird. Laut der Täter handelt es sich dabei um Vergeltung für die Folterungen irakischer Häftlinge durch die US-Truppen.
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Israel. Der israelische Generalstab und der Verteidigungsminister Schaul Mofas haben die israelische Armee aufgefordert, die islamistische OrganisationHamas restlos zu vernichten, vom einfachen Basis-Aktivisten bis hin zu ihrem Anführer, Ahmad Scheich Yasin. Die Hamas reagiert mit Gegendrohungen und fordert Ausländer auf, das Land zu verlassen. (Quelle: sda)
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Palästina. Die islamistischeHamas stellt sich gegen den Nahost-Friedensplan und nannte diesen eine Verzögerungstaktik Ariel Scharons

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