Israelische Luftstreitkräfte

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Israelische Luftstreitkrfte
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Israel Air Force (IAF)
Wappen der Israelischen Luftstreitkräfte
Aufstellung1948
LandIsraelIsrael
StreitkrfteIsraelische Streitkrfte
TypTeilstreitkraft (Luftwaffe)
Leitung
KommandeurGeneralmajor (Aluf) Amir Eschel
Insignien
Kokarde
Flagge

Die Israelischen Luftstreitkräfte (hebräisch חיל האוויר והחלל Cheil ha-Awir we-ha-Chalal‚ Luft- und Raumfahrtkräfte‘; englisch Israel Air Force, abgekürzt IAF) bilden die Luftwaffe der Israelischen Streitkräfte. Seit der Gründung der IAF während des Unabhängigkeitskrieges von 1948 spielte sie eine tragende Rolle in den meisten Kampfhandlungen, an denen Israel beteiligt war.



Inhaltsverzeichnis



Auftrag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Auftrag der israelischen Luftstreitkräfte gehören Sicherung der territorialen Integrität Israels, Luftverteidigung und Bereitstellung der Luftkomponente der israelischen Streitkräfte in den Haupteinsatzgebieten Mittelmeer im Westen und im Golf von Aqaba, im Luftraum über dem Roten Meer und über dem Golf von Sues im Süden.



Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Organisation der IAF


Ausrstung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

F-16I Sufa
F-15I Ra'am
Gulfstream G500 Nachshon-Shavit
IAF Boeing 707 „Re’em“ (Tanker) und F15I „Ra’am“ am 63. Unabhängigkeitstag Israels
IAI Searcher, Drohne aus israelischer Produktion
Sikorsky S-65C Yas`ur
UH-60 Yanshuf
AH-64D Saraf
Eurocopter AS 565MA Atalef
IAI Tzukit
Grob G-120A Snunit

Aktives Fluggert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ausrüstung der IAF gehört zu den modernsten weltweit. Am 15. August 2010 hat der israelische Verteidigungsminister Ehud Barak sein Einverständnis für den Kauf von etwa 20 F-35I-Maschinen gegeben. Die Investitionen samt Wartungsverträgen und Ersatzteilen belaufen sich auf mindestens 4 Milliarden US-Dollar. Die Auslieferung ist über eine Dauer von zwei Jahren ab 2015 angedacht, zwei Maschinen im Jahr 2015, acht 2016 und nochmals acht im Jahr 2017.

Hier eine Übersicht über die aktuell verwendeten Maschinen:

Die Flugzeuge kommen mittlerweile hauptsächlich aus US-amerikanischer Fabrikation. Die von den USA gelieferten Flugzeuge werden meist von der IAF optimiert. Durch die in Israel vorgenommenen Modifikationen konnten teilweise tatsächlich Leistungssteigerungen erzielt werden, so hat beispielsweise die F-16I eine höhere Reichweite als die amerikanische Version und eine höhere Rüstmasse.

Kampfflugzeuge

Transportmaschinen

Elektronikflugzeuge

Drohnen

  • IAI Heron-TP / Eitan
  • IAI Heron / Shoval
  • Elbit Hermes 450S Zik
  • 2 Elbit Hermes 900

Ausbildungsflugzeuge

Kampfhubschrauber

Mehrzweckhubschrauber

Raumfahrzeuge

Der IAF untersteht auch eine kleine Zahl israelischer Raumfahrzeuge:

Flugabwehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Flugabwehr hat die IAF, nachdem sich die amerikanischen Patriot-Luftabwehrsysteme bei den irakischen Scud-Angriffen auf Tel Aviv im Jahre 1991 als weitgehend wertlos erwiesen hatten, auf eigene Produktionen umgestellt.

Das Ergebnis war das Barak-Luftabwehrsystem sowie Iron Dome

Luftgesttzte Waffensysteme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende luftgestützte Waffensysteme werden von der Luftwaffe eingesetzt:



Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entstehung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die IAF hat ihren Ursprung im Jahre 1945. Als der Sieg der alliierten Truppen im Zweiten Weltkrieg kurz bevorstand, wurde neun Mitgliedern der Palmach, des paramilitärischen Ablegers der Hagana eine Flugausbildung in der Flugschule „Awiron“ zuteil. Am 10. November 1947 wurde entschieden, reguläre Luftstreitkräfte aufzubauen, die „Scherut Awir“ (Air Service). Dazu wurden alle jüdischen Piloten aufgefordert, sich einzuschreiben. Unter den Piloten waren auch viele erfahrene Veteranen aus dem Zweiten Weltkrieg. Die „Scherut Awir“ wurde am 27. Dezember 1947 offiziell gegründet. Das Gros der wenigen verfügbaren Flugzeuge – hauptsächlich Restbestände aus den sowjetischen, amerikanischen und britischen Luftstreitkräften – wurden nach Sde Dow (nahe Tel Aviv) gebracht. Dazu mussten viele Landebahnen und Rollfelder in kürzester Zeit provisorisch angelegt werden. Zwischen Dezember 1947 und Mai 1948 wurden vor allem aus den USA und Europa neue Flugzeuge beschafft – die ersten waren ausgerechnet ein Derivat der Messerschmitt Bf 109, die tschechische Avia S-199, von der 25 Exemplare geliefert wurden. Sowohl jüdische als auch nichtjüdische Piloten aus aller Welt meldeten sich freiwillig, um bei den neuen Luftstreitkräften zu dienen. Anfang Mai 1948 wurden die ersten Piloten auf dem Flugplatz Planá in der Tschechoslowakei an der Avia S-199 ausgebildet. Nach der offiziellen Staatsgründung Israels wurde die „Scherut Awir“ umbenannt in die bis heute gültige Bezeichnung Cheil Awir.

Kriegseinstze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1948: Unabhngigkeitskrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im UN-Beschluss vom 29. November 1947 war eine Teilung des britischen Mandatsgebiets „Palästina“ in einen israelischen und einen palästinensischen Teilstaat vorgesehen. Die arabischen Staaten Ägypten, Syrien, Libanon, Transjordanien, Saudi-Arabien und Irak lehnten dies ab. Auslöser für den Palästinakrieg war die israelische Unabhängigkeitserklärung vom 14. Mai 1948, worauf die fünf arabischen Staaten einige Stunden später den soeben gegründeten Staat Israel angriffen.

Zu Beginn sahen sich die Israelis chancenlos gegen die arabischen Truppen; Tel Aviv wurde ohne Unterbrechung bombardiert. Die nur unzureichend ausgerüstete IAF konnte jedoch bald Erfolge gegen die arabischen Luftstreitkräfte erringen. Kurz darauf wurde die IAF auch zur Unterstützung der Bodentruppen herangezogen und trug so maßgeblich dazu bei, den Verlauf des Krieges zu wenden.

1956: Der Suezkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sueskrise nahm ihren Anfang in der Verstaatlichung des Suezkanals durch Präsident Gamal Abdel Nasser. Nachdem Großbritannien, Frankreich und Israel in mehreren Geheimgesprächen eine Koalition gebildet hatten, um gemeinsam dagegen vorzugehen, griff Israel am 29. Oktober 1956 Ägypten an. Die IAF hatte in der Frühphase die Aufgabe, die Kommunikation der ägyptischen Kommandoebenen zu zerstören. Im Lauf dieser Operation gelang es den israelischen Luftstreitkräften, fast die gesamte feindliche Kommunikation im Sinai zu unterbinden.

Zur gleichen Zeit brachten 16 DC-3-Transporter 295 Fallschirmjäger an den Mitla-Pass im Sinai; die bis heute größte Fallschirmjäger-Operation in der israelischen Geschichte.

Im Laufe der Luftgefechte gelang es der IAF, sieben ägyptische Flugzeuge abzuschießen, ohne eigene Verluste zu erleiden. Die IAF trug wesentlich dazu bei, die ägyptischen Nachschublinien auch außerhalb des Sinai zu unterbrechen. Bei diesen Angriffen wurden auch B-17-Bomber aus dem Zweiten Weltkrieg eingesetzt.

Allerdings wurden insgesamt 15 israelische Rettungsflieger abgeschossen, die zur Abholung der Fallschirmtruppen eingesetzt wurden.

1967: Der Sechstagekrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Reaktion auf die Sperrung der Straße von Tiran für die israelische Schifffahrt, den von Nasser erzwungenen Abzug der UNEF-Truppen aus dem Sinai und den ägyptischen Aufmarsch von 1000 Panzern und fast 100.000 Soldaten an den Grenzen Israels führte Israel am 5. Juni 1967 einen Präventivschlag gegen die arabischen Staaten durch (Sechstagekrieg). Die IAF griff dabei Stützpunkte der völlig unvorbereiteten ägyptischen Luftstreitkräfte an und erreichte innerhalb von drei Stunden deren komplette Zerstörung. Kurz darauf wurden die Luftstreitkräfte Syriens, Jordaniens und Iraks angegriffen und ebenfalls nahezu vollständig vernichtet.

Nachdem die IAF so die Lufthoheit erkämpft hatte, begann sie mit der Unterstützung der Bodentruppen aus der Luft. Insgesamt konnten 391 Jets am Boden zerstört, 26 Stützpunkte der Luftstreitkräfte einsatzunfähig bombardiert, und in Luftgefechten 60 feindliche Kampfjets abgeschossen werden. Auch kamen Fallschirmspringer bei der Eroberung der Golanhöhen zum Einsatz.

Die Operation Moked ist bis heute Gegenstand bei taktischen Ausbildungskursen der meisten modernen Luftstreitkräfte.

1968?1970: Der Abnutzungskrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der so genannte Abnutzungskrieg wurde von Ägypten begonnen, um den Sinai, den Israel im Sechstagekrieg erobert hatte, zurückzuerobern. Der Krieg endete 1970 mit einem Waffenstillstand; keine der beiden Parteien konnte Gebietsgewinne verzeichnen.

Die neuen A-4 Skyhawk- und McDonnell F-4-Kampfflugzeuge erwiesen sich als äußerst schlagkräftig, da sie in der Lage waren, mehr Waffen ins Ziel zu bringen.

Die IAF flog über tausend Einsätze entlang des Sueskanals und drang tief in ägyptisches Gebiet ein. Im Juni 1969 kam es zum ersten Mal seit dem Sechstagekrieg wieder zu Luftkämpfen zwischen israelischen Jets und neuen ägyptischen MiGs (hauptsächlich MiG-21), die gerade aus der Sowjetunion geliefert worden waren. Im Laufe dieser Luftgefechte konnten alle neun MIG-21 abgeschossen werden.

Anfang September 1969 begann die IAF, SA-2-Guideline-Flugabwehrbatterien zu bombardieren, bis alle ägyptischen Luftabwehrstellungen zerstört waren. Dabei kam eine neue Taktik zum Einsatz, bei der israelische Jagdbomber im Sturzflug oberhalb des Zielverfolgungsradarkegels der arabischen SAM-Stellungen angriffen und ihnen so die gezielte Vernichtung der Luftabwehrstellungen gelang. Um Ägypten zur Beendigung des Krieges zu zwingen, wurden auch strategische Ziele in Ägypten bekämpft. In einer ganzen Serie von Angriffen zwischen Januar und April 1970 wurden 118 derartige Einsätze geflogen. Ihre Ziele waren Radarstationen, Raketenbatterien und Armeestützpunkte im gesamten ägyptischen Gebiet.

Nachdem Ägypten diesen Angriffen nichts mehr entgegenzusetzen hatte, intervenierte die Sowjetunion mit eigenen Flugzeugen und Piloten. Am 30. Juli 1970 kam es zu massiven Luftkämpfen zwischen der IAF und sowjetischen Piloten, deren Ausgang aber ausgeglichen war.

Insgesamt wurden während des Konflikts ca. 98 gegnerische Flugzeuge abgeschossen. Die IAF verlor nach eigenen Angaben nur elf Maschinen.

1973: Der Jom-Kippur-Krieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Douglas A-4N Skyhawk

Der Jom-Kippur-Krieg begann am 6. Oktober 1973 mit einem Überraschungsangriff Ägyptens und Syriens auf den Sinai und die Golanhöhen. In der ersten Phase des Krieges hatte die IAF den Auftrag, den israelischen Luftraum zu sichern und die vorrückenden Bodentruppen der Angreifer zu stoppen.

Im Kriegsverlauf gelang es keinem einzigen feindlichen Flugzeug, in den israelischen Luftraum einzudringen. Allerdings musste die IAF dafür einen hohen Preis bezahlen, denn an einem einzigen Tag, dem 7. Oktober, wurden sechs IAF-Jets über der syrischen Front vernichtet. Im Gegensatz dazu gelang es israelischen Piloten, in Ägypten 32 Raketenbatterien zu zerstören und weitere elf schwer zu beschädigen.

Als die israelischen Verteidigungskräfte zum Gegenschlag ansetzten, wurde die IAF sowohl an der ägyptischen, als auch an der syrischen Front eingesetzt und es gelang ihr, etliche Flugzeuge am Boden zu zerstören. So konnten die feindlichen Luftoperationen fast gänzlich unterbunden werden.

Am 9. Oktober wurde als Vergeltung für den Abschuss von Boden-Boden-Raketen auf zivile israelische Ziele das syrische Oberkommando mitten in Damaskus bombardiert. Außerdem zerstörte die IAF die Brücken über den Sueskanal.

Zum ersten Mal spielten auch Hubschrauber eine zentrale Rolle in den Kampfhandlungen. Sie wurden beispielsweise genutzt, um verwundete Piloten aus feindlich kontrolliertem Gebiet zu retten. Außerdem wurden Eliteeinheiten hinter den feindlichen Linien abgesetzt und schwere Artillerie an die Front transportiert.

Insgesamt wurden im Laufe des Krieges etwa 300 ägyptische und über 150 syrische Jets abgeschossen. Die Verluste auf der eigenen Seite betrugen nach israelischen Angaben nur rund 100 IAF-Jets und etwa 60 gefangene oder getötete Besatzungen.

1982: Der erste Libanonkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da die PLO nach ihrer Festsetzung im südlichen Libanon immer wieder Angriffe auf Israel unternahm, begann Israel am 6. Juni 1982 den ersten Libanonkrieg (zweiter siehe Libanonkrieg 2006).

Die PLO antwortete mit schwerem Artillerie- und Raketenbeschuss nördlicher israelischer Siedlungen.

Am 6. Juni wurde die Operation Frieden für Galiäa gestartet, in deren Rahmen es israelischen Verteidigungsstreitkräften gelang, innerhalb kürzester Zeit bis Beirut vorzurücken.

Bei dem Vormarsch wurden massiv Hubschrauber eingesetzt, vor allem Kampfhubschrauber vom Typ AH-1 Cobra. Außerdem unterstützte die IAF mit ihren Jagdbombern die Bodentruppen der israelischen Streitkräfte und zerstörte Artilleriestellungen, Aufklärungsposten und gepanzerte Fahrzeuge des Feindes.

Am 9. Juni wurden 19 syrische Flugabwehrraketenstellungen angegriffen und konnten fast alle zerstört werden.

In heftigen Luftkämpfen gegen syrische Kampfjets gelang es, 29 feindliche Flugzeuge – hauptsächlich MiG-23 – abzuschießen (nach israelischen Angaben). Insgesamt wurden etwa 100 feindliche Flugzeuge zerstört, ohne dabei selbst Verluste zu erleiden. Auch diese israelische Darstellung wird von Chronisten kritisch gesehen.

Andere Einstze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erbeutung des P-12-Radarsystems[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine der erfolgreichsten Operationen der IAF war die Erbeutung eines neuen sowjetischen Radarsystems aus Ägypten.

Das P-12-Radarsystem war das modernste, das die Ägypter im Abnutzungskrieg (1968–1970) gegen die Israelis von den Sowjets geliefert bekamen und einsetzten. Das System wurde auf einem Aufklärungsfoto aus einer Höhe von 10.000 m identifiziert, und am 26. Dezember 1969 wurden drei Hubschrauber mit Fallschirmjägern sowie zwei Transporthubschrauber zur Erbeutung des Radarsystems über den Sueskanal geschickt. Gleichzeitig flog die IAF einen Ablenkungsangriff auf ägyptische Stellungen.

Die Soldaten wurden sechs Kilometer von ihrem Ziel abgesetzt, erreichten ihr Ziel um 1:30 Uhr morgens und sicherten die Radaranlage und bereiteten sie für den Transport in den Hubschraubern vor.

Die Transporthelikopter verließen um 2:30 Uhr ihre Basis in Israel und erreichten um 3:00 Uhr die Radarstellung. Dann wurde begonnen, die Radaranlage in die Luft zu heben. Da die Hubschrauber für einen Transport von 2,9 Tonnen ausgelegt waren, die Radaranlage jedoch 4,3 Tonnen wog, fiel beim Start das primäre Hydrauliksystem des Haupttransporters aus.

Der Pilot des Helikopters ignorierte aber die Notfallwarnung, die ihn zum sofortigen Landen aufforderte, und führte die Mission zum Abschluss. Er flog den gesamten Weg in extrem niedriger Höhe, sein Flugoffizier bediente die Triebwerke bis zur endgültigen Landung manuell. Der Hubschrauber überquerte den Sueskanal mit Hilfe seines Reservesystems, und schließlich gelang ihm die sichere Landung mit der gestohlenen Radaranlage auf israelischem Boden.

berschallknall ber Nassers Haus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um dem ägyptischen Staatschef Gamal Abdel Nasser im Abnutzungskrieg seine Verwundbarkeit vor Augen zu führen, drangen drei israelische F-4E Phantom-II-Jagdbomber unbehelligt durch feindlichen Luftraum bis nach Kairo vor und durchbrachen um 6:00 Uhr morgens über Nassers Haus im Tiefflug die Schallmauer.

1981: Der Angriff auf die irakische Atomanlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angriffsweg der Operation

Am 7. Juni 1981 gegen 17:30 Uhr bombardierten israelische F-16 Fighting-Falcon-Jagdbomber während der Operation Opera die irakische Atomanlage Osirak in der Nähe von Bagdad, etwa 1000 Kilometer von Israel entfernt.

Die Jets wurden von einer Gruppe F-15 Eagle begleitet und flogen unentdeckt durch jordanischen, saudi-arabischen und irakischen Luftraum. Der Reaktor wurde von der israelischen Regierung als schwerste Bedrohung angesehen, da der damalige irakische Diktator Saddam Hussein kurz davor war, Atomwaffen herzustellen, und das sogar öffentlich verkündete.

Die Konstruktionsweise des Reaktors in Form einer Betonpyramide erschwerte einen Luftangriff erheblich. Der Angriff musste von unten erfolgen und die Bomben in einer nach oben weisenden parabelähnlichen Flugbahn abgeworfen werden, um die ebenfalls nach oben gerichteten Betonplatten zu durchschlagen. Trotz dieser erschwerenden Bedingungen gelang die Operation und es gab bei diesem Angriff keine Verluste auf israelischer Seite.

1987?2005: Intifada und al-Aqsa-Intifada[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Beginn der Ersten Intifada 1987 wird die IAF häufig zu Vergeltungsaktionen für Terroranschläge eingesetzt. Hierbei spielen die Hubschrauber eine zentrale Rolle. Von der Weltöffentlichkeit werden die zahlreichen zivilen Opfer dieser Angriffe heftig kritisiert.

2007: Operation Orchard[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zerstörtes Bauwerk in der Nähe des Euphrat in Syrien

Am 6. September 2007 flog die israelische Luftwaffe einen Angriff auf ein Bauwerk in Syrien („Operation Orchard“).

Die IAEO veröffentlichte am 24. Mai 2011, dass es sich bei den zerstörten Anlagen „sehr wahrscheinlich“ um einen Kernreaktor handelte. Möglicherweise wollte oder will Syrien spaltbares Material für den Bau einer Atombombe herstellen und damit zur Atommacht werden.



Ehemalige Waffensysteme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abzeichen der IAF

Eine Auswahl von ehemaligen Waffensystemen der israelischen Luftstreitkräfte:



Kontroversen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gerade seit Beginn der palästinensischen Intifada bombardiert die IAF als Vergeltung für Terroranschläge häufig Ziele in zivilen Gebieten. Obwohl die Führung der Luftstreitkräfte stets angibt, dass es sich bei den Zielen um Waffenlager oder Unterkünfte von Terroristen handle, werden häufig Zivilisten verletzt und getötet. Das führte sogar dazu, dass einige Piloten sich weigerten, solche Ziele zu bombardieren.

Heftige Diskussionen löste ein Interview der israelischen Tageszeitung Haaretz mit dem damals amtierenden Generalstabschef der Israelischen Luftstreitkräfte, Dan Chalutz, nach der gezielten Tötung von Scheich Ahmad Yasin aus. Die Operation fand in dicht besiedeltem Gebiet statt, es gab mindestens 6 weitere Tote.



Liste der Kommandeure[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Generalmajor (Aluf) Amir Eschel, Oberbefehlshaber der israelischen Luftwaffe
NameAmtszeitBesonderheiten
Israel AmirMai 1948 ? Juli 1948War kein Pilot
Aharon RemezJuli 1948 ? Dezember 1950?
Schlomo SchamirDezember 1950 ? August 1951War auch Kommandeur der israelischen Marine und des Zentralkommandos
Chaim LaskowAugust 1951 ? Mai 1953Kam nicht von den Luftstreitkrften und wurde spter der 5. Generalstabschef der Israelischen Streitkrfte
Dan TolkowskieMai 1953 ? Juli 1958?
Ezer WeizmannJuli 1958 ? April 1966Wurde spter der 7. Prsident Israels
Mordechai HodApril 1966 ? Mai 1973?
Benjamin PeledMai 1973 ? Oktober 1977?
David IvryOktober 1977 ? Dezember 1982?
Amos LapidotDezember 1982 ? September 1987?
Avihu Ben-NunSeptember 1987 ? Januar 1992?
Herzl BodingerJanuar 1992 ? Juli 1996?
Eitan Ben ElijahuJuli 1996 ? April 2000?
Dan ChalutzApril 2000 ? April 2004Wurde spter 18. Generalstabschef der Israelischen Streitkrfte
Eljezer SchkediApril 2004 ? Mai 2008?
Ido NehuschtanMai 2008 ? Mai 2012?
Amir EschelMai 2012 ??


Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Chaim Herzog: Kriege um Israel. 1948 bis 1984. Ullstein, Frankfurt/M / Berlin / Wien 1984, ISBN 3-550-07962-1.
  • Peter Scholl-Latour: Lgen im Heiligen Land: Machtproben zwischen Euphrat und Nil. Mnchen 2000, ISBN 3-442-15058-2.
  • Jos Fernandez/Patrick Laureau/Alex Yofe: Zwischen Kauf und Konspiration ? die Entstehungsgeschichte der israelischen Luftwaffe. In: Fliegerrevue extra. 30 und31 ? Teil1 und2. Mller, 2010.


Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ?AIRheads/EH: Final landing for F-16 ?Netz? in Israel. In: http://airheadsfly.com.26.Dezember 2016, abgerufen am 17.Juli 2017 (englisch).
  2. ?PICTURES: First two F-35s delivered to Israel (englisch).
  3. ?Arie Egozi: Israeli paratroops make first jump from C-130J. In: Flightglobal.com.6.Februar 2015, abgerufen am 6.Februar 2015 (englisch): ?Thirty cadets from the parachuting instruction course of the Flight and Special Training Center (FSTC) jumped from the C-130J ?Samson?. [?] Flightglobal?s Ascend Fleets database records the Israeli air force as having so far received two of the four C-130Js on firm order. It also has options and letters of interest in place to acquire another five of the type.?
  4. ?Die ersten M-346 treffen in Hatzerim ein. Flug Revue, 9.Juli 2014, abgerufen am 10.Juli 2014.
  5. ?tagesschau.de, 24. Mai 2011, Syrien baute offenbar geheimen Atomreaktor (Memento vom 25. Mai 2011 im Internet Archive)
  6. ?Bristol Beaufighter. In: Fighters. Israeli Air Force, abgerufen am 29.November 2013 (englisch): ?A film shoot that changed history?
  7. ?David Grossman: Wir zerstren uns selbst. In: Die Zeit. 16. Oktober 2003, Nr. 43.
  8. ?Haaretz-Interview (englisch).

Die Israelischen Luftstreitkräfte (hebräischחיל האוויר והחללCheil ha-Awir we-ha-Chalal‚ Luft- und Raumfahrtkräfte‘; englischIsrael Air Force, abgekürzt IAF) bilden die Luftwaffe der Israelischen Streitkräfte. Seit der Gründung der IAF während des Unabhängigkeitskrieges von 1948 spielte sie eine tragende Rolle in den meisten Kampfhandlungen, an denen Israel beteiligt war.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Ilan Ramon stirbt über dem Süden der USA. Ilan Ramon war ein Oberst der israelischen Luftwaffe und der erste Raumfahrer seines Landes.
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Geboren: Ron Arad (Pilot) wird in Hod haScharon geboren. Ron Arad ist ein Waffensystemoffizier der israelischen Luftwaffe. Seit dem Absturz seines Flugzeugs über dem Libanon ist sein Schicksal unklar; wahrscheinlich kam er zwischen 1988 und 1997 zu Tode.
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Geboren: Eljezer Schkedi wird in Israel geboren. Eljezer Schkedi ist ein Aluf (אלוף; dt. etwa Generalmajor) der israelischen Streitkräfte und von 2004 bis 2008 Kommandeur der israelischen Luftstreitkräfte.
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Geboren: Ilan Ramon wird in Tel Aviv, Israel als Ilan Wolfermann geboren. Ilan Ramon war ein Oberst der israelischen Luftwaffe und der erste Raumfahrer seines Landes.
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Geboren: Dan Chalutz wird in Tel Aviv geboren. Dan Chalutz ist ein israelischer General. Chalutz war von 2000 bis 2004 Kommandeur der israelischen Luftstreitkräfte (IAF) und vom 1. Juni 2005 bis zum 17. Januar 2007 der 18. Generalstabschef der israelischen Streitkräfte (Tzahal). Am 17. Januar 2007 bat er Ministerpräsident Ehud Olmert um seine Entlassung und übernahm die Verantwortung für die Fehler, die im Libanonkrieg 2006 gemacht wurden.

Tagesgeschehen

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Jerusalem/Israel: Mit Angriffen durch die israelischen Luftstreitkräfte gegen Einrichtungen und Mitglieder der Hamas im Gazastreifen beginnt die Operation Wolkensäule.
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Gazastreifen/Israel: Die Israelische Luftwaffe setzt die Angriffe auf den Gazastreifen am dritten Tage infolge fort. Israels Verteidigungsminister Ehud Barak spricht von einem „Krieg bis zum bitteren Ende“, Generalstabschef Dan Harel ergänzt, dass das Schlimmste noch nicht ausgestanden sei. Bisher sind bei den Angriffen mindestens 345 Menschen ums Leben gekommen.
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Hasbaja. Die israelischeLuftwaffe hat am Montag die seit Monaten heftigsten Angriffe gegen Stellungen der Hisbollah-Miliz im Süden Libanons geflogen. Dabei wurden nach Angaben der Hisbollah drei ihrer Kämpfer getötet. Nach Berichten der Nachrichtenagentur AFP feuerten israelische Kampfjets Raketen auf zwei Ziele im Grenzbereich ab. Zugleich lieferten sich die israelische Armee und Hisbollah-Kämpfer Artillerie-Gefechte.

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