Istrien

Istrien (kroatisch/slowenischIstra, istriotischEîstria, italienischIstria, lat. Histria) ist mit einer Fläche von etwa 3.500 km² die größte Halbinsel an der nördlichen Adria zwischen dem Golf von Triest und der Kvarner-Bucht vor Rijeka.

Die Bezeichnung Istrien geht auf den Namen der Histrier zurück, die in dieser Region in der Antike lebten. Es ist strittig und ungeklärt, ob dieser Stamm zu den Venetern oder zu den Illyrern gehört.

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Gründungen, Ersturkundliche Erwähnungen & Auflösungen

1856

Gründung:
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Die Uljanik Werft ist ein kroatisches Schiffbauunternehmen und befindet sich in der istrischen Hauptstadt Pula, Kroatien. Die Bezeichnung Uljanik findet ihren Ursprung in der früheren Olivenwirtschaft auf der Werftinsel (kroat. maslinovo ulje - Olivenöl). Die Werft produziert jährlich etwa sechs Schiffe.

Geboren & Gestorben

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Gestorben: Lina Galli stirbt in Triest. Lina Galli war eine italienische Schriftstellerin aus Istrien.
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Geboren: Bernd Fasching wird in Wien geboren. Bernd Fasching ist ein international erfolgreicher österreichischer Maler und Bildhauer. Er lebt und arbeitet in Wien sowie in Istrien/Kroatien.
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Gestorben: Johann Mickl stirbt in Rijeka, Istrien. Johann Mickl (bis 1922 Mikl) war ein österreichischer Offizier, zuletzt Generalleutnant der deutschen Wehrmacht.
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Geboren: Laura Antonelli wird in Pola, Istrien, Italien geboren. Laura Antonelli, eigentlich Laura Antonaz, war eine italienische Schauspielerin.
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Geboren: Romano Alquati wird in Clana, heute Klana, Istrien, zu Kroatien gehörig geboren. Romano Alquati war ein italienischer Marxist und Vertreter des Operaismus.

Europa

1291

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Im Frieden von Treviso erhält Venedig die Hoheit über die istrische Küste von Capodistra bis Rovigno.

789 n. Chr.

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Pippin, Sohn Karls des Großen, unterwirft von der Mark Friaul aus Istrien. Da diese Region auch zur Interessenssphäre von Byzanz zählt, kommt es allmählich zu einer Entfremdung zwischen dem Frankenreich und Byzanz.

Bände

1891

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Band 10: Das Küstenland (Görz, Gradiska, Triest und Istrien) (Kronprinzenwerk)

Städtepartnerschaften

1999

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Rovigno in Istrien, Kroatien, seit (Pesaro)

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

2007

Ehrung:
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Wappen der Region Istrien (Franz Schausberger)

Politik & Weltgeschehen

1983

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Weitere Vertreibungen während und nach dem Zweiten Weltkrieg: Julisch Venetien (Istrien, Fiume/Rijeka und Dalmatien): Zwischen 1943 und 1954 wurden Zehntausende ethnische Italiener aus Julisch Venetien vertrieben und enteignet. Über die Zahl der Betroffenen existieren verschiedene Angaben von ca. 200.000 bis 350.000. Zwischen 5.000 und 21.000 fielen den Foibe-Massakern zum Opfer. Seit 2005 wird in Italien jährlich am 10. Februar ein Gedenktag abgehalten, um der Opfer der Foibe-Massaker sowie der Esuli (Vertriebenen) zu gedenken. Gemäß dem Vertrag von Rom verpflichtete sich das ehemalige Jugoslawien dazu, 110 Millionen US-Dollar an Entschädigungszahlungen für die italienischen Flüchtlinge und ihre zurückgebliebenen Besitztümer zu leisten. Davon wurden bis 1991 etwa 17 Millionen ausbezahlt. Die Nachfolgestaaten Slowenien und Kroatien einigten sich, die Restschuld in Höhe von 93 Mio. untereinander zu verteilen in einem Verhältnis von 60 zu 40. Slowenien hat also zirka 56 Mio. Verbindlichkeiten, Kroatien 37 Mio. übernommen. Slowenien hat seinen Anteil bereits 2002 auf ein Konto der Dresdner Bank in Luxemburg eingezahlt. Die italienische Regierung hat sich aber geweigert, diese Zahlung als rechtmäßig anzuerkennen. Kroatien hat seinerseits angeboten, die eigene Schuld zu begleichen. (Vertreibung)

Wirtschaft > Tourismus

1995

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Östliches Mittelmeer (Kroatien, Montenegro, Griechenland, Türkei): Die istrische und dalmatinische Küste in Kroatien sowie die kroatischen Inseln etablierten sich schon in den 1960er Jahren zu den beliebtesten Reisezielen in Südeuropa. Vor allem Camping und Familienurlaub stehen hier an vorderster Stelle. Städte wie Rovinj oder Dubrovnik erlangten Weltruhm. Seit dem Ende des Balkankonflikts erlebt Kroatien einen regelrechten Boom. Mit über 8,5 Millionen ausländischen Besuchern im Jahre 2005 ist Kroatien auf dem achtzehnten Platz der populärsten Urlaubsziele der Welt. Die Republik Griechenland etablierte sich als Ziel vor allem für individuellere Reisevorstellungen. Vor allem die griechischen Inseln sind Anziehungspunkte für Besucher aus aller Welt. Die Republik Montenegro war schon zu Titos Zeiten ein bekanntes und beliebtes Reiseziel. Der Tourismus kam in den Regionen durch die Geschehnisse in den 90er Jahren nahezu komplett zum Erliegen. Seit der Unabhängigkeit von Belgrad (2006) findet sich das kleine Land wieder vermehrt in den Reisekatalogen. (Mittelmeerraum)

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