Italienische Kriege

Als Italienische Kriege bzw. Italienkriege oder Renaissance-Kriege wird eine Reihe von Kriegen bezeichnet, die zwischen 1494 und 1559 zu einem großen Teil auf dem Gebiet des heutigen Italien ausgetragen wurden. Neben allen größeren europäischen waren auch fast alle italienischen Staaten und das Osmanische Reich daran beteiligt.

In wechselnden Bündnissen wurden recht unterschiedliche Kriegsziele verfolgt, wobei sich die Kriege zunächst an einem dynastischen Machtkonflikt um das Königreich Neapel entzündeten und später in einem europäischen Machtkampf zwischen dem französischen Königshaus Valois und den Habsburgern eskalierten. Der Konflikt endete 1559 im Frieden von Cateau-Cambrésis zugunsten des habsburgischen Spanien.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Antonio de Leyva stirbt in Aix-en-Provence. Antonio de Leyva, Herzog von Terranuova, Graf von Monza, Fürst von Ascoli und Markgraf von Atella war ein spanischer Feldherr in den Italienkriegen und 1535/36 Gouverneur des Herzogtums Mailand.
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Gestorben: Georg von Frundsberg stirbt in Mindelheim. Georg von Frundsberg, auch Fronsberg, Freundsberg, George/Jörg von, war ein süddeutscher Soldat und Landsknechts­führer in kaiserlich-habsburgischen Diensten. Er gilt als einer der wichtigsten deutschen Infanterietaktiker und Kriegsunternehmer der Frühen Neuzeit. Sein Name ist eng mit den langwierigen Kämpfen der Habsburger, insbesondere Kaiser Karls V., um die Vorherrschaft in Oberitalien verbunden.
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Gestorben: Odet de Foix stirbt vor Neapel. Odet de Foix, Seigneur de Lautrec, seit 1511 Marschall von Frankreich (Maréchal de Lautrec), kämpfte auf französischer Seite in den Italienischen Kriegen. Er galt als einer der mutigsten Soldaten seiner Zeit.
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Gestorben: Prospero Colonna (Condottiere) stirbt in Mailand. Prospero Colonna, auch Prosper Colonna genannt, war ein italienischer Condottiere im Dienste des Kirchenstaates und des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation während der Italienkriege.
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Gestorben: Artus Gouffier de Boisy stirbt in Montpellier. Artus Gouffier de Boisy war ein französischer Staatsmann. Er war unter anderem grand maître de France (Großmeister von Frankreich). Er spielte eine wichtige Rolle in den Italienischen Kriegen und war als Diplomat am Abschluss des Vertrags von Noyon und damit am Frieden zwischen Frankreich und dem Herzogtum Burgund beteiligt.

Italien

1494

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Der französische König Karl VIII. aus dem Haus Valois stellt jedoch ebenfalls Ansprüche auf den neapolitanischen Thron und bricht im August mit einem Heer nach Italien auf. Er beginnt damit die Italienischen Kriege der Neuzeit.

England / Frankreich / Schottland

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Die Schlacht bei Gravelines ist die letzte Schlacht der Italienischen Kriege. Ein englisch-spanisches Heer besiegt französische Truppen und zwingt Frankreich zum Friedensschluss im folgenden Jahr.

Politik & Weltgeschehen

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Italienische Kriege: Im Frieden von Crépy akzeptiert der französische König Franz I. endgültig den Damenfrieden von Cambrai und den Vertrag von Madrid. Er sichert seinem Vertragspartner Karl V. zu, ihn im Kampf gegen die Türken und -in einem geheimen Zusatzabkommen -auch gegen die Protestanten im Reich zu unterstützen. Beide Seiten geben bestimmte territoriale Ansprüche auf. Der Habsburgisch-Französische Gegensatz und die Italienischen Kriege sind für kurze Zeit beigelegt.
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Italienische Kriege: Die Belagerung von Nizza endet mit dem Abzug der französischen und mit ihnen verbündeten türkischen Belagerer, nachdem ein kaiserliches Heer zur Verstärkung der Stadt heranzieht. Das Ringen um die Vorherrschaft in Oberitalien geht vorerst zu Gunsten Spaniens aus.
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Italienische Kriege: Habsburgische Truppen besiegen die Franzosen während der Italienischen Kriege um die Vorherrschaft auf der italienischen Halbinsel in der Schlacht bei Pavia. Der französische König Franz I. gerät in die Gefangenschaft Karls V.
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Italienische Kriege: In den Italienischen Kriegen beginnt der französische König Franz I. mit seinem Heer die Belagerung der Stadt Pavia.
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Italienische Kriege: Italienische Kriege: Papst Julius II. verbündet sich in der Heiligen Liga mit Kaiser Maximilian I., der Republik Venedig, der Eidgenossenschaft, England und Aragon gegen König Ludwig XII. von Frankreich. Frankreich muss sich aus dem besetzten Herzogtum Mailand zurückziehen.

Europa

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Mit dem entscheidenden Sieg Spaniens in der Schlacht bei Saint-Quentin steht der jahrzehntealte Habsburgisch-Französische Konflikt vor seinem Ende.

1542

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Franz I., König von Frankreich, und Karl V., Kaiser des Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation und spanischer Souverän, nehmen ihre Fehde wieder auf.
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Weitere Ereignisse in Europa: Der von Luise von Savoyen und Margarethe von Österreich ausgehandelte Damenfriede von Cambrai beendet den Krieg der Liga von Cognac um die Vorherrschaft in Italien zwischen Kaiser Karl V. und Franz I. von Frankreich.
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Italienische Kriege: Der Sacco di Roma, die Plünderung Roms durch die Söldnertruppen Karls V., der das Ende der italienischen Renaissance einläutet, beginnt mit der Einnahme des Borgo. Papst Clemens VII. flieht in die Engelsburg.
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Italienische Kriege: Die Liga von Cambrai wird gebildet. Offiziell dem Kampf gegen die osmanischen Türken verpflichtet, richtet sich das Bündnis mehrerer Herrscher und des Papstes real gegen die Republik Venedig.

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