Italienischer Faschismus

Unter dem Begriff Italienischer Faschismus (bzw. nach der Eigenbezeichnung nur Faschismus; italienisch: Fascismo) versteht man:

Die Ursprünge der faschistischen Bewegung liegen in der am 23. März 1919 gegründeten italienischen Frontkämpfervereinigung Fasci italiani di combattimento (dt. Italienische Kampfbünde), welche 1921 in eine politische Partei umgewandelt wurde, den Partito Nazionale Fascista (dt. Nationale Faschistische Partei, kurz PNF). Nach dem sogenannten Marsch auf Rom 1922 bildeten die Faschisten eine Koalitionsregierung mit Konservativen und Nationalisten mit Mussolini als Ministerpräsidenten. Ab 3. Januar 1925 errichteten die Faschisten in Italien eine Einparteiendiktatur. Die Periode von 1925 bis 1945 wird in Italien als „ventennio fascista“ (die zwei Jahrzehnte des Faschismus) bezeichnet.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Dino Grandi stirbt. Dino Grandi war ein italienischerfaschistischerPolitiker. Von 1929 bis 1932 war er Außenminister und von 1939 bis 1943 Justizminister des monarchisch-faschistischen Italien.
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Gestorben: Fulvio Suvich wird. Jänner 1887 in Triest, damals Österreich-Ungarn. Fulvio Suvich war ein italienischer Politiker und Diplomat in der Zeit des Faschismus.
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Gestorben: Lando Ferretti stirbt in Rom. Lando Ferretti war seit dem italienischen Faschismus ein Politiker, Journalist und Sportfunktionär.

1977

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Gestorben: Luigi Freddi stirbt in Sabaudia. Luigi Freddi war ein italienischer Journalist, faschistischer Funktionär und Futurist.
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Gestorben: Tullio Cianetti stirbt in Maputo, Mosambik. Tullio Cianetti war ein italienisch faschistischerPolitiker, der vor allem durch seine Zusammenarbeit mit dem Syndikat bekannt war. Seinen Zenit erreichte er im Jahre 1943, als er kurzzeitig als Ministero delle Corporazioni in Erscheinung trat, ehe er die Flucht ins Exil nach Mosambik antrat.

Bemerkenswertes

Exponierte Ereignisse:
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Nach dem Marsch auf Bozen zwingen italienische Faschisten den deutschen Bürgermeister Julius Perathoner zum Rücktritt.

Rundfunk, Film & Fernsehen

1943

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Film: Besessenheit (Ossessione) ist das 1942 entstandene Erstlingswerk des italienischen Filmregisseurs Luchino Visconti. Der Spielfilm wird allgemein als erstes Werk des italienischen Neorealismus betrachtet (Manoel de Oliveiras vorher erschienener Film Aniki Bóbó blieb damals unbeachtet). Diese Bewegung richtete sich gegen das realitätsfremde Unterhaltungskino im faschistischen Italien und hatte Schwierigkeiten mit der Zensur.

Stab:
Regie: Luchino Visconti
Drehbuch: Luchino Visconti Mario Alicata Giuseppe De Santis Gianni Puccini
Musik: Giuseppe Rosati
Kamera: Domenico Scala Aldo Tonti
Schnitt: Mario Serandrei

Besetzung: Clara Calamai, Massimo Girotti, Dhia Cristiani, Elio Marcuzzo, Juan de Landa

1942

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Film: Lüge einer Sommernacht (Quattro passi fra le nuvole), im Fernsehen auch Vier Schritte in den Wolken, ist ein italienischer Filmklassiker (1942) von Alessandro Blasetti. Die Komödie über Familienbeziehungen spart tragische Momente nicht aus. Blasetti, Cesare Zavattini und die übrigen Drehbuchautoren setzten den eskapistischen Filmen, die in der faschistischen Ära in Italien vorherrschten, eine andere Sicht entgegen. Um Realitätsnähe bemüht, zeigten sie Kleinbürger der Vorstadt, die Schwierigkeiten der Arbeitswelt, und die Enge der überfüllten Züge wie des Familienlebens; die im Freien an echten Schauplätzen gedrehten Szenen nehmen eine wichtige Stellung ein. In diesen Aspekten ähnelt diese Komödie den ab 1943 geschaffenen neorealistischen Filmen und wird oft als Übergangswerk zu dieser Bewegung bezeichnet. Der längere Teil des Films ereignet sich auf dem Land und schildert das dortige Leben als gesund, während die Bauersleute das Herz auf dem rechten Fleck haben. Mitten in der Kriegszeit kritisierte der Film eine autoritäre Vaterfigur, die in falschen Entscheidungen gefangen ist, was als Kommentar zum Duce und zum Faschismus interpretiert werden konnte. Die Hauptrolle spielte der bis dahin auf Heldenrollen abonnierte, spätere Peppone-Darsteller Gino Cervi, der hiermit ins Komödienfach wechselte. Die Handlung wurde seither, mit teils erheblichen Änderungen, zwei Mal neu verfilmt, 1956 in Frankreich und 1995 in den Vereinigten Staaten.

Stab:
Regie: Alessandro Blasetti
Drehbuch: Cesare Zavattini Piero Tellini Aldo De Benedetti Giuseppe Amato
Alessandro Blasetti
Musik: Alessandro Cicognini
Kamera: Václav Vích
Schnitt: Mario Serandrei

Besetzung: Gino Cervi, Adriana Benetti, Aldo Silvani, Margherita Seglin, Giacinto Molteni, Guido Celano, Carlo Romano

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