Italiker

Als Italiker oder Italer (lateinischItalus) werden die nach Italien eingewanderten indogermanischen bzw. indogermanisierten antiken Völker und Stämme bezeichnet; entsprechend werden deren Sprachen als italische Sprachen zusammengefasst. Es gibt zwei Hauptgruppen: die latino-faliskische Sprachgruppe (Latiner, Falisker) und die oskisch-umbrische Sprachgruppe (Osker, Umbrer, Samniten). Einige Forscher vermuten, dass sie etwa 1200 bis 1000 v. Chr. von Norden her über die Alpen nach Italien eingewandert sind. Seit dem 4. Jahrhundert v. Chr. unterwarf Rom die übrigen Italiker.

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Antike

91 v. Chr.

Römisches Reich:
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Beginn des Bundesgenossenkriegs im Römischen Reich. In Mittel- und Süd-italien erheben sich zahlreiche italische Völkerschaften zum Kampf gegen die zunehmend als unerträglich empfundene römische Vorherrschaft, darunter Samniten, Marser und Lukaner. In dem von beiden Seiten erbarmungslos geführten Krieg sieht sich Rom bald zu Zugeständnissen gezwungen.

Ereignisse

89 v. Chr.

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Ende des Bundesgenossenkrieges. Mit der Lex Plautia Papiria erhalten die Italiker das römische Bürgerrecht.

193 v. Chr.

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Aufgrund eines von Volkstribun Marcus Sempronius Tuditanus initiierten Plebiszits werden Latiner und Italiker mit römischen Bürgern im Kreditrecht gleichgestellt.

Geboren & Gestorben

97 n. Chr.

Gestorben:
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Lucius Verginius Rufus stirbt. Lucius Verginius Rufus war ein Politiker und Feldherr der römischen Kaiserzeititalischer Herkunft. Er bekleidete dreimal das Konsulat.

Politik & Weltgeschehen

122 v. Chr.

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Gaius Sempronius Gracchus gründet auf dem Boden Karthagos eine römische Kolonie. Marcus Livius Drusus nutzt seine Abwesenheit geschickt. Da eine Kolonisierung in Italien immer populärer ist als derartige Projekte außerhalb, beantragt er seinerseits die Gründung von gleich zwölf neuen Kolonien auf italischem Boden und fordert, dass daran nur römische Bürger beteiligt werden sollen, nicht, wie Gracchus vorgeschlagen hat, auch alle mit Rom verbündeten Italiker. Dieses Projekt, das Drusus die Begeisterung der römischen Plebejer einbringt, wird allerdings nie umgesetzt.

472 v. Chr.

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Tarent schließt ein Bündnis mit Rhegium, um den Messapiern, Peuketiern und Lukaniern zu widerstehen, aber die vereinten Armeen von Tarent und Rhegium werden in der Nähe von Kailìa besiegt. Nach Herodot zählt diese Niederlage zu den schlimmsten der Griechen in Süditalien gegen die Italiker.

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