Iwangorod (Russland)

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Stadt
Iwangorod
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Wappen
Wappen
FderationskreisNordwestrussland
OblastLeningrad
RajonKingissepp
BrgermeisterTatjana Scharowa
Gegrndet1492
Stadt seit1954
Flche66km
Bevlkerung9854 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)
Bevlkerungsdichte149 Einwohner/km
Hhe des Zentrums32m
ZeitzoneUTC+3
Telefonvorwahl(+7) 81375
Postleitzahl188490, 188491
Kfz-Kennzeichen47
OKATO41421
Websitewww.ivangorod.ru
Geographische Lage
Koordinaten5922?N, 2813?OKoordinaten:5922?0?N, 2813?0?O
Lage im Westteil Russlands
Lage in der Oblast Leningrad
Liste der Stdte in Russland

Iwangorod (russisch Ивангород; estnisch Jaanilinn; deutsch Johannstadt) ist eine Stadt in der Oblast Leningrad in Russland mit einer Bevölkerungszahl von 9854 Einwohner (Stand 14. Oktober 2010) auf einer Fläche von 66 km².



Inhaltsverzeichnis



Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt am rechten Ufer der Narva, die hier die Grenze zwischen Russland und Estland bildet. Die Entfernung nach dem östlich gelegenen Sankt Petersburg beträgt etwa 160 km.



Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegründet wurde die Stadt im Jahr 1492 durch Iwan III., der hier eine Festung errichten ließ. Die Stadt trägt seinen Namen. Von 1581 bis 1590 sowie von 1612 bis 1704 stand Iwangorod unter der Herrschaft Schwedens. Bis 1649 wurde die Stadt mit eigenen Rechten verwaltet als eine russische Stadt unter der Krone Schwedens. Ab 1649 wurde Iwangorod zu einem Teil der benachbarten Stadt Narva und dies blieb bis 1945 so.

Als 1919 nach dem Zusammenbruch des Zarenreiches Estland seine Unabhängigkeit erhielt, kam Iwangorod zusammen mit Narva zu Estland. Dies wurde durch den Frieden von Dorpat 1920 bestätigt. Bis 1940 gehörte sie unter dem Namen Jaanilinn zu Estland. Nach der sowjetischen Besetzung Estlands wurde die Stadt im Januar 1945 der Oblast Leningrad zugeschlagen. Stadtrecht erhielt Iwangorod erneut im Jahre 1954. Während der Sowjetzeit waren Narva und Iwangorod Zwillingsstädte, die in verschiedenen Unionsrepubliken lagen.

Seit der Aufnahme Estlands in die EU am 1. Mai 2004 verläuft hier die Außengrenze der Europäischen Union.

Bevlkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

JahrEinwohner
195914.432
197011.620
197910.706
198911.833
200211.206
20109.854

Anmerkung: Volkszählungsdaten



Sehenswrdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die bedeutendste Sehenswürdigkeit ist die Festung Iwangorod aus der Zeit Iwans III., die am Ufer der Narva der estnischen Hermannsfeste gegenüberliegt.

Die Festung Iwangorod
Bild: vector-images.com
Lizenz: PD-RU-exempt (coats of arms)
Rechts Festung Iwangorod, links Hermannsfeste, getrennt durch den Fluss Narva
Bild: vector-images.com
Lizenz: PD-RU-exempt (coats of arms)


Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt an der Eisenbahnstrecke Tallinn – Sankt Petersburg sowie an der Fernstraße A 180 zwischen diesen beiden Städten.



Stdtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ? abItogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. ?islennost? i razme??enie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszhlung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevlkerung). Tabellen 5, S. 12?209; 11, S. 312?979 (Download von der Website des Fderalen Dienstes fr staatliche Statistik der Russischen Fderation)


Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Iwangorod (russischИвангород; estnisch Jaanilinn; deutsch Johannstadt) ist eine Stadt in der Oblast Leningrad in Russland mit einer Bevölkerungszahl von 9854 Einwohner (Stand 14. Oktober 2010) auf einer Fläche von 66 km².

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Europa

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Der Friede von Teusina zwischen Schweden und Russland beendet einen 25-jährigen Kriegszustand. Schwedisch-Finnland erhält einen Zugang zum Eismeer durch die Ostverlagerung der Landesgrenze. Russland erkennt den schwedischen Besitz Estlands und Narwas an, gewinnt aber mit Jam, Koporje und Iwangorod wichtige Positionen am Finnischen Meerbusen zurück, ebenso auf der karelischen Landenge (Kexholm).
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Weitere Ereignisse in Europa: Der Friede von Pljussa wird geschlossen. Der auf drei Jahre geschlossene Waffenstillstand beendet den Livländischen Krieg zwischen Russland und Schweden. Iwan IV. verzichtet auf Jam, Koporje und Iwangorod und erkennt Schweden den Besitz von Estland und Ingermanland zu.
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Weitere Ereignisse in Europa: In Fortführung der Verträge von 1493 und 1506 wird ein dänisch-russischer Freundschafts- und Bündnisvertrag geschlossen, der auch gemeinsame militärische Unternehmungen gegen Schweden und Polen vorsieht. Schon im Juli waren dänischen Kaufleuten Niederlassungs- und Handelsrechte in Iwangorod und Nowgorod zugestanden worden, die ihnen eine vergleichbar privilegierte Stellung einräumten wie früher den hansischen Kaufleuten.

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