Ivrit

Modernes Hebräisch (hebräisch עברית; deutsch Iwrit, auch Ivrit, Iwrith oder Ivrith) ist die in Israel meistgesprochene Sprache und neben Arabisch die Amtssprache des Staates. Sie entstand durch geplante Weiterentwicklung und Ausbau des Alt- und Mittelhebräischen. Ihre Einführung ist der bisher einzige gelungene Versuch, eine Sakralsprache wiederzubeleben und zu einer modernen Standardsprache zu machen.

Im hebräischen Sprachgebrauch bezeichnet Ivrit sowohl Althebräisch als auch das moderne Hebräisch, ohne Unterscheidung zwischen den Sprachstufen (vergl. Deutsch für die Deutsche Sprache). Im Deutschen steht Ivrit stets für modernes Hebräisch.



Geschichte




Zur Vorgeschichte siehe Hebräische Sprache.Ende des 19. Jahrhunderts, zur Zeit des in West- und Osteuropa aufkommenden Nationalismus, begannen Versuche, das fast nur noch in der Liturgie verwendete Hebräische als Alltagsidiom wiederzubeleben und den Wortschatz zu erweitern, um für das zerstreute jüdische Volk eine Nationalsprache zu schaffen. Sowohl Wortschatz als auch Grammatik wurden des Öfteren an die Muster europäischer Sprachen angeglichen. Trotz allem sind die Unterschiede zwischen Althebräisch und modernem Hebräisch viel weniger bedeutend als zum Beispiel zwischen Altgriechisch und Neugriechisch (siehe griechische Sprache).Als Gegenbewegung zur Assimilation der osteuropäischen Juden, in deren Zuge viele Juden Russisch, Polnisch oder Deutsch zur Umgangssprache machten, bemühten sich viele Juden um eine Aufwertung und Literarisierung des Jiddischen und begannen teils gleichzeitig, weltliche Texte auf Hebräisch zu schreiben. Elieser Ben-Jehuda, der als Erster mit seinen Kindern von Anfang an ausschließlich Hebräisch sprach, spielte für die Neubelebung der Sprache eine tragende Rolle. Er wanderte nach Jerusalem aus und schlug Wörter für neue technische Errungenschaften wie zum Beispiel „Zeitung“ vor; so wurde er zum „Vater des Hebräischen“ in Israel.1921 wurde Hebräisch im britischen Mandatsgebiet Palästina eine der drei Landessprachen. Seit der Gründung des Staates Israel 1948 ist es dort zusammen mit Arabisch Amtssprache und hat sich als moderne, funktionsfähige Standardsprache bewährt.Wichtig bei der Umformung der früheren Sakralsprache zu einer Amtssprache war vor allem die Schaffung von umgangssprachlichen Ausdrücken. Viele solcher Ausdrücke wurden zunächst vor allem aus dem Russischen und dem Arabischen übernommen. Auch aus anderen Sprachen, wie zum Beispiel Englisch, Deutsch, Jiddisch und Französisch, wurden Wörter entlehnt.Eine weitere wichtige Rolle bei der Erweiterung des Vokabulars des modernen Hebräisch spielten Übersetzungen aus der Weltliteratur, die vor allem von Saul Tschernichowski und Zeev Jabotinsky verfasst wurden....

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Shlomo Shafir stirbt in Tel Aviv, hebräisch ???? ????. Shlomo Shafir war ein israelischer Journalist, Historiker und Chefredakteur der Zeitschrift des World Jewish Congress, Gesher. Im Ghetto Kaunas und später im Konzentrationslager Dachau (Außenlager: Kaufering) war er im zionistischen Untergrund aktiv. Als Redakteur und verantwortlicher Herausgeber der hebräischen Untergrund-Zeitschrift „Nitzotz“ (deutsch: ‚der Funke‘) spielte er im zionistischen Widerstand eine wichtige Rolle.
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Geboren: Ruti Asarsai wird in Be'er Sheva geboren. Ruti Asarsai; Ivrit רותי אסרסאי‎; in eine israelische Schauspielerin. Sie erhielt im Jahr 2010 im israelischen Theaterpreis den Preis der versprechenden Schauspielerin.

1977

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Geboren: Orit Nahmias wird in Jerusalem geboren. Orit Nahmias (Ivrit ????? ??????), ist eine israelische Schauspielerin, Dramen- und Drehbuchautorin, die seit 2012 in Berlin lebt. Seit der Spielzeit 2015/2016 ist sie Mitglied des Ensembles des Maxim-Gorki-Theaters und arbeitet häufig mit der Regisseurin Yael Ronen zusammen, die ihre Stücke zusammen mit den Schauspielern entwickelt. Als Darstellerin und Mitautorin von Common Ground und The Situation wurde Orit Nahmias 2015 und 2016 zum Berliner Theatertreffen eingeladen.
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Geboren: Yael Ronen wird in Jerusalem geboren. Yael Ronen (hebräisch???? ?????) ist eine österreichisch-israelische Theaterregisseurin und Autorin. Im deutschsprachigen Theater gilt sie als „eine Art Generalsekretärin für Weltkonflikte“. Sie lebt in Berlin und hat bisher in Israel, im deutschsprachigen Raum, aber auch in anderen europäischen Ländern inszeniert. Sie ist mit dem Schauspieler Yousef Sweid verheiratet. Seit der Spielzeit 2013/2014 ist sie Hausregisseurin am Maxim-Gorki-Theater in Berlin, arbeitet aber auch für das Schauspielhaus Graz, seit der Spielzeit 2015/2016 für das Volkstheater Wien und seit der Spielzeit 2016/2017 für die Münchner Kammerspiele unter der Intendanz von Matthias Lilienthal.
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Geboren: Shy Nobleman wird in Ramat Gan geboren. Shy Nobleman (hebräisch: ?? ???????; ?) ist ein israelischer Popmusiker und Schauspieler. Er gehört zu den bekanntesten Indie-Pop-Sängern Israels. Mit seinen englischsprachigen Alben ist er aber auch außerhalb Israels bekannt geworden.

Musik

2009

Diskografie > Solo:
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"Kulam Rotzim Et ha-Emet"(hebräisch: כולם רוצים את האמת, "Jeder will die Wahrheit") (SHI 360)

2005

Diskografie > Solo:
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Chai (hebräisch: חי, "Leben") (SHI 360)

2005

Diskografie > Single:
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Schir schel rega echad (hebräisch: שיר של רגע אחד, "Lied des einen Moment"") (SHI 360)

2004

Diskografie > Solo:
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TACT All-Stars (hebräisch: תאקט אול סטארז, "TACT All-Stars") (SHI 360)

Rundfunk, Film & Fernsehen

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Serienstart: BeTipul (hebr. בטיפול „in Behandlung“) ist der Titel einer erfolgreichen, mehrfach ausgezeichneten und adaptierten israelischen Fernsehserie über einen Psychotherapeuten und die Therapie-Sitzungen mit seinen wöchentlich wiederkehrenden Patienten. Zwischen 2005 und 2008 wurden zwei Staffeln produziert (erste Staffel: 45 Folgen; zweite Staffel: 35 Folgen).

Genre: Drama
Idee: Hagai Levi
Musik: Avi Belleli

Besetzung: Assi Dayan, Gila Almagor, Meirav Gruber, Ayelet Zurer, Lior Ashkenazi, Maya Maron, Alma Zack, Rami Heuberger, Moni Moshonov, Asi Levi, Niv Zilberberg, Tali Sharon

1985

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Film: Shoah ist ein zweiteiliger Dokumentarfilm des Regisseurs Claude Lanzmann aus dem Jahre 1985, in dem überwiegend Zeitzeugen der Schoah (Holocaust) (von hebr. הַשׁוֹאָה ha'Schoah) befragt werden. Es wird in dem Film kein einziger Leichnam abgebildet (auch nicht als Archivbild). Die Filmaufnahmen bestehen überwiegend aus Interviews und vielen langsamen Kamerafahrten an den heutigen Plätzen, an denen damals Tausende Juden deportiert und ermordet wurden.

Stab:
Regie: Claude Lanzmann
Kamera: Dominique Chapuis, Jimmy Glasberg, William Lubtchansky
Schnitt: Ziva Postec, Anna Ruiz

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