Jüdisches Museum Westfalen

Jüdisches Museum Westfalen
Bild: Daniel Ullrich, Threedots

Das Jüdische Museum Westfalen in Dorsten zeigt in seiner Ausstellung die Religion und Kultur der Juden in Deutschland und insbesondere die Geschichte des Judentums in Westfalen. Dem Museum ist ein Lehrhaus mit einer Bibliothek, in dem regelmäßig Kulturveranstaltungen stattfinden, angeschlossen. 2013/2014 wurde das Museum in der Roten Liste Kultur des Deutschen Kulturrates als gefährdet eingestuft.



Geschichte




Das heutige Museum ging aus der seit 1982 bestehenden Dorstener Bürgerinitiative und Forschungsgruppe „Regionalgeschichte/Dorsten unterm Hakenkreuz“ hervor, die zuvor eine Buchreihe zur Dorstener Geschichte herausgegeben und eine lokalgeschichtliche Ausstellung erarbeitet hatte. Während der Recherche für den Band über die jüdische Gemeinde in Dorsten, bis 1932 als Synagogenhauptgemeinde der Fläche nach zweitgrößter jüdischer Gemeindebezirk Deutschlands, stellte sich heraus, dass bei großen Teilen der Bevölkerung und der Forschungsgruppe selbst anstelle von Wissen eine „tiefwurzelnde Unwissenheit in bezug auf das Judentum“ und „Vorurteile als Relikte des christlichen Antijudaismus und neuzeitlichen Antisemitismus“ existierten. Aus dieser Erkenntnis und einer unerwartet entstandenen Sammlung von Überresten der jüdischen Geschichte, die von Zeitzeugen, Angehörigen und Freunden der vertriebenen Juden der Forschungsgruppe übergeben wurden, entstand die Idee einer öffentlichen Präsentation und Dokumentation.Die Bürgerinitiative gründete 1987 den Verein für jüdische Geschichte und Religion e. V. und fasste unter dem Arbeitstitel „Dokumentationszentrum für jüdische Geschichte und Religion“ den Plan, ein Museum einzurichten. Dieses Museum sollte vor allem Nichtjuden die jüdische Kultur und die regionale jüdische Geschichte vermitteln und zum Ort des Lernens werden. Im November 1987 begann die Forschungsgruppe, unter dem Namen „Sammlung Judaica Dorsten“ privat finanziert einen Grundstock an historischen Exponaten zu sammeln.Mit neuen Geldquellen wie Objektpatenschaften, Darlehen und Zuschüssen des Landes Nordrhein-Westfalen, des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe und vor allem der Nordrhein-Westfalen-Stiftung sowie Unterstützung durch die Stadt Dorsten war es dem Verein möglich, Judaica, wertvolle Kultusgegenstände und Dokumente zu erwerben. Durch Schenkungen und Leihgaben von Privatpersonen, Museen, Institutionen, der jüdischen Gemeinde Bochum-Herne-Recklinghausen und der israelischen Stadt Hod haScharon wurde die Sammlung erweitert....

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Geboren & Gestorben

1996

Gestorben > 20. Jahrhundert:
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Nguy?n H?u Th?, vietnamesischer Politiker (24. Dezember)

Ziele und Entwicklung

2007

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mit Schwester Johanna Eichmann, Ehrenvorsitzende des Trägervereins zum Jüdischen Museum Westfalen. Sie lebte in der Zeit des Nationalsozialismus versteckt bei den Ursulinen, wurde getauft und versteht sich als ein Mensch mit jüdischem und christlichem Selbstverständnis zugleich. (Christlich-Islamische Arbeitsgemeinschaft Marl)

Kunst & Kultur

2014

Wechselausstellungen:
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Oscar Troplowitz, Inhaber der Fa. Beiersdorf und Kunstmäzen

2013

Wechselausstellungen:
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Die Judenschule - Fotografien von Thomas Sandberg

2013

Wechselausstellungen:
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Die Judenschule ? Fotografien von Thomas Sandberg

2013

Wechselausstellungen:
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Kriegskinder – Begegnungen heute

2013

Wechselausstellungen:
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Samuel Jessurun de Mesquita

Rundfunk, Film & Fernsehen

1927

Film:
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Unterwelt (nur Schauspieler) (Larry Semon)

Entführungsfälle (Beispiele)

1958

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Erste Entführung von Kuba in die USA (Flucht von Kuba in die USA per Flugzeug) (Flugzeugentführung)

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1967

Werk > Monografie:
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Über Gedichte des jungen Brecht. Rektoratsrede. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht (Walther Killy)

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

1994

Karl Heinz Beckurts-Preis > Preisträger:
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Kurt Mehlhorn (Saarbrücken), Stefan Miltenyi (Bergisch Gladbach) und Andreas Radbruch (Köln), Frieder W. Scheller (Potsdam) (Karl Heinz Beckurts-Stiftung)

1990

Daten und Fakten > Individuelle Erfolge > National:
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Franco Baresi , Frank Rijkaard (1992), Daniele Massaro (1994), Kaká (2004, 2007), Zlatan Ibrahimovi? (2011) (AC Mailand)

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