James Ensor

Henry de Groux: James Ensor (1907)
Bild: JoJan

James Sidney Ensor (* 13. April 1860 in Ostende; † 19. November 1949 ebenda) war ein belgischer Maler und Zeichner, der neben Gemälden auch eine Vielzahl von Radierungen und Kaltnadelarbeiten schuf. Ensor ist dem Symbolismus zuzuordnen und wird auch als Vorläufer des Expressionismus angesehen. Bekannt wurde er aber als der „Maler der Masken“.



Inhaltsverzeichnis



Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

James Ensor Museum, Vlanderstraat27, Ostende/Belgien
Bild: JoJan
Grab auf dem Dünenfriedhof in Ostende
Bild: JoJan

Der Vater des Künstlers, James Frederic Ensor, war englischer Herkunft. Er versuchte, in Amerika sein Glück zu machen, scheiterte und endete als stadtbekannter Säufer. Die Mutter, Maria Catharina Haegheman, war Flämin und betrieb einen kleinen Laden mit Geschenkartikeln und auch Karnevalsmasken, die später in Ensors Werk eine große Rolle spielen sollten.

Er verließ die Schule im Alter von 15 Jahren und ging bei Malern in die Lehre, ehe er 1876 die Akademie der Schönen Künste in Ostende besuchte. Ensor studierte von 1877 bis 1880 an der Kunstakademie in Brüssel, wo Fernand Khnopff sein Mitschüler war, brach das Studium dann aber ab, da er nach eigener Aussage das Kopieren der alten Meister als wenig kreativitätsfördernd empfand. 1880 kehrte er nach Ostende zurück, wo er sich die meiste Zeit seines Lebens aufhielt.

1881 hatte Ensor seine erste Ausstellung. Den Höhepunkt seiner Popularität erreichte er in den späten 1920er Jahren, als ihm mehrere große Ausstellungen in Deutschland und Paris gewidmet wurden. 1929 erhielt er von König Albert den Titel eines Barons.

Sein Grab befindet sich auf dem Dünenfriedhof von Ostende.



Leistung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ensor und Masken auf der letzten belgischen 100-Franken-Banknote
Bild: JoJan

Ensor wurde zunächst für kurze Zeit vom Impressionismus und den Werken William Turners beeinflusst.

Sein Werk lässt sich grob in drei Phasen einteilen:

  • Die Frhzeit, in der er berwiegend als Karikaturist, Zeichner und Radierer ttig war,
  • die mittlere Phase, aus der seine Hauptwerke stammen (wie sein bekanntestes Gemlde, das MonumentalbildEinzug Christi in Brssel (1888), das heute im J. Paul Getty Museum in Los Angeles hngt),
  • und das expressionistisch orientierte Sptwerk.

Bereits ab 1883 standen im Zentrum seines Schaffens phantastische Visionen mit Dämonen, Skeletten und vor allem immer wieder Masken, die ihn unter anderem in die Tradition von Hieronymus Bosch rücken. Ensor gilt als wichtigster Vertreter des belgischen Symbolismus.



Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Skelett, Chinoiserien betrachtend. Wallraf-Richartz-Museum, Kln 1885.
  • Christi Einzug in Brssel. J. Paul Getty Museum, Los Angeles 1888.
  • Stilleben im Atelier. l auf Leinwand, 83 113,5 cm. Neue Pinakothek, Mnchen 1889.
  • Phantastisches Stilleben. l auf Holz. sterreichische Galerie Belvedere, Wien um 1917.


Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Fortwirkung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

James Ensor (2013) vom belgischen Maler Willy Bosschem
Bild: JoJan
  • James Ensor Suite. 1929, Komposition von Flor Alpaerts, 1929.
  • James Ensor. Bste von Edmond De Valeriola in Ostende, 1930.
  • In Ensors Heimatstadt Ostende erinnert das James-Ensor-Haus an den Knstler. In dem Gebude lebte und arbeitete er von 1917 bis zu seinem Tod im Jahr 1949. Es wurde 1973 renoviert und ist seit 1974 ein Museum der Bildenden Knste.
  • Seine Werke wurden auf der documenta III in Kassel im Jahr 1964 und auch auf der documenta IX im Jahr 1992 ausgestellt.
  • Briefmarke James Ensor. Belgien 1975.
  • Meet James Ensor. Popsong der Gruppe They Might Be Giants auf dem Album John Henry, 1994.
  • Ensors Werk erscheint in vielerlei Gestalt in dem in Ostende spielenden Roman Verlangen nach Musik und Gebirge. Klett-Cott, Stuttgart 2004, ISBN 3-608-93571-1 von Brigitte Kronauer.


Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Henry de Groux: James Ensor (1907)Bild: JoJanLizenz: Creative Commons Attribution V3.0
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James Ensor Museum, Vlanderstraat27, Ostende/BelgienBild: JoJanLizenz: Creative Commons Attribution V3.0
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Grab auf dem Dünenfriedhof in OstendeBild: JoJanLizenz: Creative Commons Attribution V3.0
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Ensor und Masken auf der letzten belgischen 100-Franken-BanknoteBild: JoJanLizenz: Creative Commons Attribution V3.0
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James Ensor (2013) vom belgischen Maler Willy BosschemBild: JoJanLizenz: Creative Commons Attribution V3.0
Bild: JoJan

James Sidney Ensor (* 13. April 1860 in Ostende; † 19. November 1949 ebenda) war ein belgischer Maler und Zeichner, der neben Gemälden auch eine Vielzahl von Radierungen und Kaltnadelarbeiten schuf. Ensor ist dem Symbolismus zuzuordnen und wird auch als Vorläufer des Expressionismus angesehen. Bekannt wurde er aber als der „Maler der Masken“.

mehr zu "James Ensor" in der Wikipedia: James Ensor

Geboren & Gestorben

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Gestorben: James Ensor stirbt in Ostende. James Sidney Ensor war ein belgischer Maler und Zeichner, der neben Gemälden auch eine Vielzahl von Radierungen und Kaltnadelarbeiten schuf. Ensor ist dem Symbolismus zuzuordnen und wird auch als Vorläufer des Expressionismus angesehen. Bekannt wurde er aber als der „Maler der Masken“.
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Geboren: James Ensor wird in Ostende geboren. James Sidney Ensor war ein belgischer Maler und Zeichner, der neben Gemälden auch eine Vielzahl von Radierungen und Kaltnadelarbeiten schuf. Ensor ist dem Symbolismus zuzuordnen und wird auch als Vorläufer des Expressionismus angesehen. Bekannt wurde er aber als der „Maler der Masken“.

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James Ensor starb im Alter von 89 Jahren. James Ensor war im Sternzeichen Widder geboren.

Fortwirkung

1994

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Meet James Ensor. Popsong der Gruppe They Might Be Giants auf dem Album John Henry

1975

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Briefmarke James Ensor. Belgien

1930

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James Ensor. Büste von Edmond De Valeriola in Ostende

1929

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James Ensor Suite. 1929, Komposition von Flor Alpaerts

Leistung

1888

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die mittlere Phase, aus der seine Hauptwerke stammen (wie sein bekanntestes Gemälde, das Monumentalbild Einzug Christi in Brüssel , das heute im J. Paul Getty Museum in Los Angeles hängt)

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1917

Werk:
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Phantastisches Stilleben. Öl auf Holz. Österreichische Galerie Belvedere, Wien um 1917

1889

Werk:
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Stilleben im Atelier. Öl auf Leinwand, 83 × 113,5 cm. Neue Pinakothek, München

1888

Werk:
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Christi Einzug in Brüssel. J. Paul Getty Museum, Los Angeles

1885

Werk:
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Skelett, Chinoiserien betrachtend. Wallraf-Richartz-Museum, Köln

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