Jesenice

Ortspanorama
Bild: Matija Podhraški sl:Uporabnik:Matijap

Jesenice (deutsch früher Aßling) ist eine Kleinstadt in der Oberkrain in Slowenien nahe der Grenze zu Österreich mit einer Fläche von 75,8 km² und 21.620 Einwohnern (2002). Das Durchschnittsalter beträgt 41,1 Jahre, es gibt 6.197 Haushalte (Stand: jeweils 2002).

Bürgermeister ist Tomaž Tom Mencinger.



Geschichte




Der Ort wurde 1004 erstmals urkundlich erwähnt. Er ist bekannt für seine Eisenhütten und die metallverarbeitende Industrie (Acroni Jesenice). Die ersten Schürfrechte wurden 1381 vom Haus Ortenburg erteilt. Später waren die Eisenhütten eine Waffenschmiede der Habsburger.1872 wurde die Bahnstrecke Tarvis-Laibach fertiggestellt. Jesenice/Aßling war damit an das Eisenbahnnetz Österreich-Ungarns angeschlossen. Die Verbindung von Jesenice ins nunmehr italienische Tarvis wurde 1967 stillgelegt. 1904 wurde die Wocheiner Bahn eröffnet, die von Jesenice/Aßling über die Julischen Alpen nach Neu-Görz/Nova Gorica führt, wovon Anschluss nach Triest besteht. Bis zum Ende des Habsburgerreichs gehörte der Ort zum Kronland Krain, wobei Jesenice eine selbständige Gemeinde im Gerichtsbezirk Kronau (politischer Bezirk Radmannsdorf) bildete.Im Herbst 1906 wurde die Karawankenbahn eröffnet, die in Jesenice in diese Linie einmündet. Mit der 1909 fertiggestellten Tauernbahn ergab sich dadurch die neue Alpentransversale SalzburgTriest. Von der endgültigen Festlegung der Grenze zwischen Österreich und dem neuen SHS-Staat 1920 an war Jesenice für die durch den Karawankentunnel fahrenden Züge Grenzbahnhof. Die Grenzkontrollen wurden am 21. Dezember 2007 auf Grund des Schengener Abkommens eingestellt.1926 wurden einige Siedlungen vereinigt, Jesenice wurde zur Stadt erhoben. 1941–1945 gehörte Jesenice zum vom Deutschen Reich besetzten Oberkrain, das hier liegende Eisenwerk wurde in die NS-Rüstungsindustrie eingegliedert. Dagegen wandten sich immer mehr Partisanen; über 400 Stadtbewohner fielen als Opfer des Widerstands. Wegen ihrer Eisenwerke wurde die Stadt am 1. März 1945 heftig bombardiert. Später waren die Werke einer der größten Arbeitgeber (7000 Arbeiter und Angestellte) im sozialistischen Jugoslawien. Die letzten Reste der längst geschlossenen Werke wurden 2003 niedergerissen; ein Schlot des Hochofens blieb erhalten.

mehr zu "Jesenice" in der Wikipedia: Jesenice

Geboren & Gestorben

thumbnail
Gestorben: Jure Robič stirbt in Jesenice. Jure Robič war ein slowenischer Radrennfahrer und Ausdauersportler. Er konnte das Race Across America als erster Teilnehmer fünf Mal für sich entscheiden.
thumbnail
Geboren: Nika Razinger wird in Jesenice geboren. Nika Razinger ist eine slowenische Skilangläuferin.
thumbnail
Geboren: Blaž Gregorc wird in Jesenice, SR Slowenien geboren. Blaž Gregorc ist ein slowenischer Eishockeyspieler, der zuletzt bis März 2012 beim Södertälje SK in der schwedischen HockeyAllsvenskan unter Vertrag stand.
thumbnail
Geboren: Nejc Berlisk wird in Jesenice, SR Slowenien geboren. Nejc Berlisk ist ein slowenischer Eishockeyspieler, der seit 2011 beim HK Jesenice in der Österreichischen Eishockey-Liga unter Vertrag steht.
thumbnail
Geboren: Rok Tičar wird in Jesenice, SR Slowenien geboren. Rok Tičar ist ein slowenischer Eishockeyspieler, der seit Mai 2012 bei den Kölner Haien in der Deutschen Eishockey Liga unter Vertrag steht.

Wissenschaft & Technik

thumbnail
Inbetriebnahme der elektrifizierten Bundesbahnstrecke in Österreich von Rosenbach (Kärnten) über den Karawankentunnel bis Jesenice (Jugoslawien).

Städtepartnerschaften

1994

thumbnail
Nagold in Baden-Württemberg, seit

Sport

2011

Ergebniss:
thumbnail
– 12. Platz Triglav Trophy, Jesenice, Slowenien (Nathalie Weinzierl)

"Jesenice" in den Nachrichten