Jesuiten

Als Jesuiten werden die Mitglieder der katholischen OrdensgemeinschaftGesellschaft Jesu (Societas Jesu, Ordenskürzel: SJ) bezeichnet, die am 15. August 1534 von einem Freundeskreis um Ignatius von Loyola gegründet wurde. Neben den Evangelischen Räten – Armut, Ehelosigkeit und Gehorsam – verpflichten sich die Ordensangehörigen auch zu besonderem Gehorsam gegenüber dem Papst. Die Bezeichnung Jesuiten wurde zunächst als Spottname gebraucht, später aber auch vom Orden selbst übernommen. Generalsuperior ist Arturo Sosa, Sitz der Jesuiten ist Rom.

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Geboren & Gestorben

Gestorben:
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Ignazio Visconti, italienischer General der Societas Jesu (* 1682)
Gestorben:
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Michelangelo Tamburini, italienischer General der Societas Jesu (* 1648)
Geboren:
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Stanislaw Czerniewicz, Generalvikar der Societas Jesu in Russland (+ 1785)
Gestorben:
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Xaver Jakub TicinSJ, sorbischer Sprachwissenschaftler und Theologe
Gestorben:
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Christoph Scheiner, deutscher Jesuitenpater, Optiker und Astronom (* 1575)

Europa

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Karl III. verbietet die Jesuiten und ordnet ihre Vertreibung aus Spanien und den amerikanischen Besitzungen Spaniens an.

Grablege bedeutender Personen

1948

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Seliger Pater Rupert Mayer SJ (Societas Jesu), seit (Bürgersaal (München))

Neuzeit

1540

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Die durch Ignatius von Loyola 1534 gegründeten Jesuiten werden durch den Papst als Orden anerkannt. Beginn der Gegenreformation (Zeittafel Rom)

1500–1800

1540

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Die Jesuiten lassen sich in Portugal nieder. (Zeittafel Portugal)

Gründungen, Ersturkundliche Erwähnungen & Auflösungen

Urkunden & Gründungen:
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Die Missionare Manuel da Nobrega und José de Anchieta gründen in Brasilien anlässlich des Festes von Pauli Bekehrung ein Jesuitenkolleg, aus dem sich mit den Jahren die Stadt São Paulo entwickelt.

Wissenschaft & Technik

1613

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Argentinien. Gründung der Universität in Córdoba durch die Jesuiten

1603

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Die Jesuiten drucken in Nagasaki das bahnbrechende japanisch-portugiesische Wörterbuch Vocabulario da Lingoa de Iapam.

1562

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Am 12. Mai wird von den Jesuiten unter Petrus Canisius in Innsbruck eine Lateinschule als Vorläufer des Akademischen Gymnasiums gegründet und der Schulbetrieb am 25. Juni eröffnet, aus dem 1669 die Universität Innsbruck hervor geht.

1553

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4. März: Offizieller Gründungstag des Akademischen Gymnasiums, des ältesten Gymnasiums in Wien, durch die Anerkennung seitens der Universität Wien. Die Schule wird bis 1773 von den Jesuiten (danach lange Zeit von den Piaristen) geführt.

Amerika

1610

Südamerika:
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Die ersten Jesuiten erreichen das Gebiet um das heutige San Ignacio Miní und beginnen mit dem Aufbau einer Jesuitenreduktion.

1549

Südamerika:
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In Südamerika beginnt der Missionskreuzzug der Jesuiten, welche die Indianer schützen werden und als Arbeitskräfte importierte afrikanische Negersklaven gutheißen.

Geschichte

1616

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Eröffnung eines sechsklassigen Gymnasiums durch die Jesuiten (Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium Krems)

1612

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Übernahme durch die Landsberger Jesuiten (Schloss Kaltenberg)

Neuzeit > Zeitperiode der Wittelsbacher > Adelshaus Pfalz-Neuburg

1619

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die Jesuiten an der Andreasstraße (Geschichte der Stadt Düsseldorf)

Persönlichkeiten

1627

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Johannes Steill, Jesuit, Gründer der Schule im Jahr (Gymnasium Nepomucenum Coesfeld)

Schulgebäude

1627

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Nach der Genehmigung zur Gründung eines Kollegs erteilen die Jesuiten in einem vom Rat gemieteten Haus an der Kronenstraße Gymnasialunterricht. (Gymnasium Nepomucenum Coesfeld)

Sehenswürdigkeiten

1640

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Die Kapelle des ehemaligen Jesuitenkollegs im Stil der italienischen Renaissance wurde errichtet zwischen 1615 und (Saint-Omer (Pas-de-Calais))

Geschichte > Reformation im Herzogtum Jülich

1643

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Übergabe des Barrensteinchen Hauses an die Jesuiten (Herzogtum Jülich)

Sonderrechte der Salzburger Erzbischöfe

Bekannte Professoren

1716

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Johann Christoph Raßler (1654–1723), Jesuit, Professor für Moraltheologie, Dogmatik, später auch Philosophie und Theologie an der Universität Ingolstadt und der Universität Dillingen, Rektor der Universität Dillingen von 1714 bis , Studienpräfekt am Collegium Romanum ab (Päpstliche Universität Gregoriana)

W

1752

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Walcherstraße, 1897 benannt nach dem Jesuiten, Mathematiker und Physiker Joseph Walcher (1719–1803), Professor der hebräischen Sprache in Graz (1750–1751), Professor der Ethik in Wien , Professor der Logik und Metaphysik (1753) und der experimentellen Physik (1754) in Linz, Professor der Mathematik am Theresianum in Wien und an der Universität Wien (1755–1773). Nach Auflösung des Jesuitenordens war er 1773–1783 Navigationsdirektor an der Donau, wo er sich besondere Verdienste um die Sprengung des Donaufelsens bei Grein erwarb. (Für eine spätere Sprengung in diesem Bereich siehe die Haussteinstraße.) Walcher war dann 1784–1797 Assessor der obersten Gebäudedirektion, 1797–1802 Professor der Mechanik und Hydraulik am Theresianum und 1802 Direktor der mathematischen und physikalischen Wissenschaften an der Universität Wien. Die ursprünglich nur zwei Häuserblöcke lange Straße (Radingerstraße bis Mexikoplatz, Ecke Engerthstraße) wurde 2003 auf dem früheren Nordbahnhofareal um vier Häuserblöcke nach Südwesten bis zur Einmündung der Lassallestraße in den Praterstern verlängert. (Liste der Straßennamen von Wien/Leopoldstadt)

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1853

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Werk: Aburtheilung der Jesuiten-Sache aus dem Gesichtspunct der historischen Kritik, des positiven Rechts und des gesunden Menschenverstandes. Leipzig: Hoffmann (Laurenz Hannibal Fischer)

1835

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Werk: Geschichte des Karmeliten-Klosters, der Villa Harna, der Gelehrtenschulen in Aachen vor Einführung des Jesuiten-Gymnasiums der vormaligen Herrschaft Eilendorf; Mayer (Christian Quix)

1834

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Werk > als Autor: Was that der Jesuiten-Orden für die Wissenschaft? Beantwortet in einem Verzeichnis der vorzüglichsten Schriftsteller dieses Ordens in ihren Schriften; mit Hinzufügung biographischer und biologischer Notizen. Mayer Verlag, Aachen (Wilhelm Smets)
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Literatur: : Blaise Pascal beginnt mit der Niederschrift von Les Provinciales, einer Reihe von Briefen an seinen jansentischen Freund Antoine Arnauld. Da deren Veröffentlichung illegal ist, prangert er einige Methoden der Jesuiten an, wie beispielsweise die Kasuistik. Am 24. März 1657 beendet Pascal sein Werk. Durch Pascals Polemik und seinen rhetorischen Stil zählen die Briefe zu den bedeutenden literarischen Werken der damaligen Epoche. Die Briefe wurden in den literarischen Salons rezipiert und diskutiert. Sie gehören aufgrund ihrer antikirchliche Stoßrichtung zur Frühaufklärung. Ludwigs XIV. ließ die Briefe 1660 verbieten und auf dem Scheiterhaufen verbrennen. Doch zu diesem Zeitpunkt hatte man sie bereits in diverse Sprachen übersetzt und so beeinflussten sie spätere Denker wie Voltaire und Rousseau maßgeblich.

1611

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Werk > Selbstständige Monographien: Leberis Iesuitica, Das ist Jesuiterischer Schlangenbalg. Darinnen gewiesen wird, in welchen Stücken die Jesuiter den alten Bettelmünchen, Predigern und Parfüssern gleich, vnd also kein newer Orden seyen, sondern nur wie ein Schlang ein newen Balg angestreifft vnd die alt Haut von sich gelegt haben, etc. Sampt Einführung allerhand andern bewährten vnd vnläugbaren Sachen, so sich darmit vergleichen vnd im Register, nach der Vorrede verzeichnet, zubefinden, verfertiget Durch M. Theophilvm Elychnivm, Frankfurt a. M.: Johann Bringer (Theophil Dachtler)

Religion

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Die im Kulturkampf rund zwölf Jahre zuvor mit dem Klostergesetz aus Preußen ausgeschlossenen kirchlichen Orden werden dort gesetzlich wieder zugelassen, ausgenommen bleiben jedoch Jesuiten.

1814

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Papst Pius VII. lässt den 1773 von Papst Clemens XIV. aufgehobenen Jesuitenorden wieder zu.
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Jesuitenverbot: Der Jesuitenorden wird durch Papst Clemens XIV. mit dem Breve Dominus ac redemptor noster aufgehoben. (1814 durch Papst Pius VII. wieder zugelassen)
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Ludwig XV. lässt den Jesuitenorden in Frankreich verbieten.
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In Portugal und seinen Besitzungen wird der Jesuitenorden auf Betreiben von Premierminister Sebastião José de Carvalho e Mello, Marquês de Pombal verboten, weil er im Vorjahr in ein Attentat auf König Joseph I. verwickelt gewesen sein soll. Alle Jesuiten müssen im Oktober das Land verlassen.

Persönlichkeiten > Ehrenbürger

1989

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Ján Chryzostom Kardinal Korec SJ, slowakischer em. Bischof von Nitra (Bratislava)

Politik & Weltgeschehen

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Die Todesschwadron Bataillon Atlacatl der Armee El Salvadors ermordet den regimekritischen Kanzler Ignacio Ellacuría der Jesuiten-Universität Universidad Centroamericana “José Simeón Cañas”. Sieben weitere im Gebäude anwesende Personen werden ebenfalls getötet, um keine Zeugen zu hinterlassen.
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Deutsches Reich: Jesuitengesetz: Verbot aller Niederlassungen des Ordens der Jesuiten auf deutschem Boden

1773

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Chronologie: Der Jesuiten-Orden wird aufgelöst. Das Gymnasium wird dem Fürstbischof von Münster unterstellt. Die Schule erlebt einen Niedergang. (Gymnasium Nepomucenum Coesfeld)

Weiteres Vorkommen

1996

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der Name des ersten Raumschiffs der Jesuiten in dem Roman Der Sperling von Mary Doria Russell (Stella maris)

Bischöfe > Erzbischöfe von Arequipa

1996

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Fernando Vargas Ruiz de Somocurcio SJ, 26. September 1980–2. März (Erzbistum Arequipa)

C > Chile?Chile

2003

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– Aufzeichnungen über die Jesuiten in Amerika, Nationalarchiv (Biblioteca Nacional de Chile), Santiago de Chile (Weltdokumentenerbe)

Tagesgeschehen

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Ukraine: Der österreichische JesuitGeorg Sporschill eröffnet in der Stadt Zhytomir, 120 km westlich der ukrainischen Hauptstadt Kiew, ein Concordia-Haus für 72 verlassene Straßenkinder; der spätere Ausbau auf drei Häuser ist geplant. Sie Kinder sollen in sechs Großfamilien betreut werden und eine Ausbildung erhalten. 1991 hatte Sporschill mit drei ehrenamtlichen Mitarbeitern ein erstes Projekt in Bukarest begonnen und wegen des großen Bedarfs bald ausgebaut. Es wurde 2003 auf Moldawien erweitert, wo zehntausende Kinder auf der Straße leben.

Derzeitige Kardinäle aus deutschsprachigen Ländern > Deutschland

2012

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Karl Josef Kardinal BeckerSJ (* 1928), römisch-katholischer Theologe und Dogmatiker, Kardinal seit

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

2010

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Preisträger: Vater John Dear, SJ, Aktivist für Frieden (Pacem in Terris Award)

1995

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Ehrung > Mitgliedschaft: Mitherausgeberschaft in der Karl-Rahner-Stiftung (München) der Sämtlichen Werke von Karl RahnerSJ (Karl Lehmann)

1766

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Geschichte > Verfolgungen im 17.–20. Jahrhundert > Die Aufhebung des Ordens im 18. Jahrhundert: Auch in Spanien, welches von einer Nebenlinie der französischen Bourbonen regiert wurde, blickte man argwöhnisch auf die Reduktionen und machte den Orden für den Madrider Hutaufstand verantwortlich, woraufhin die Jesuiten im Februar 1767 aus Spanien vertrieben und ihr Besitz beschlagnahmt wurde.

1764

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Geschichte > Verfolgungen im 17.–20. Jahrhundert > Die Aufhebung des Ordens im 18. Jahrhundert: In Frankreich wurde der Orden von den Vertretern des Gallikanismus, der Aufklärung und des Jansenismus angefeindet. Der Bankrott des Generaloberen der Jesuitenmissionen in Lateinamerika führte zu einem Prozess vor dem jansenistisch dominierten "Parlement" (Gericht) von Paris , welches den Ordensbesitz in Frankreich einzog. Aufgrund der Enthüllung der bisher geheimen Constitutiones des Ordens, einschließlich des absoluten Gehorsams gegenüber dem Papst, verwies König Ludwig XV. jene Jesuiten, die den Treueeid auf ihn verweigerten, des Landes.

1750

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Geschichte > Verfolgungen im 17.–20. Jahrhundert > Die Aufhebung des Ordens im 18. Jahrhundert: In Portugal wurde den Jesuiten vorgeworfen, die Indios in ihren Reduktionen zum Aufstand angestachelt und einen Mordanschlag auf König Joseph I. (1758) geplant zu haben. Im Januar 1759 ordnete daraufhin der König an, den Ordensbesitz zu beschlagnahmen. Schließlich wurden auf der Basis eines Ausweisungsgesetzes vom September 1759 die Jesuiten im Oktober aus Portugal vertrieben.

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