Johannes Haller

Johannes Haller als Gießener Professor im Jahre 1904.

Johannes Haller als Dorpater Student im März 1884.

Karl Hampe in Heidelberg im Jahr 1913

Stadtfriedhof Tübingen
Bild: Erwin Raupp
Lizenz: PD US

Philipp Fürst zu Eulenburg und Hertefeld, 1906
Bild: Erwin Raupp
Lizenz: PD US

Johannes Haller (* 16. Oktober 1865 in Keinis, Russisches Kaiserreich; † 24. Dezember 1947 in Tübingen) war ein deutscher Historiker, der vor allem das Spätmittelalter erforschte. Als ordentlicher Professor für Mittlere Geschichte lehrte er an den Universitäten Marburg (1904), Gießen (1904–1913) und Tübingen (1913–1932).

Durch den Beginn des Ersten Weltkrieges wandelte er sich von einem aristokratisch fühlenden und national-sozial wählenden Liberalen zu einem konservativen Deutschnationalen. Sein Einsatz in der Kriegspublizistik steigerte seine Bekanntheit und brachte ihm Kontakte zur politischen und militärischen Führung ein. Haller galt als Russlandexperte und war Vertreter eines „Siegfriedens“. Die Weimarer Republik lehnte er entschieden ab. Ab 1932 setzte er für kurze Zeit seine Hoffnungen auf den Nationalsozialismus. Seine Beziehungen zum NS-Regime ab 1933 waren durch eine starke Ambivalenz geprägt. Die außenpolitischen Erfolge begrüßte er bis 1940, die NS-Wissenschafts- und Kirchenpolitik lehnte er jedoch ab.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Johannes Haller stirbt in Tübingen. Johannes Haller war ein deutscher Historiker, der vor allem das Spätmittelalter erforschte. Als ordentlicher Professor für Mittlere Geschichte lehrte er an den Universitäten Marburg (1904), Gießen (1904–1913) und Tübingen (1913–1932).
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Geboren: Johannes Haller wird in Keinis auf der Insel Dagö, Gouvernement Estland, Russisches Kaiserreich geboren. Johannes Haller war ein deutscher Historiker. Mit seinem Werk Epochen der Deutschen Geschichte gehörte er „zu den meistgelesenen und damit auch auf breite Kreise einwirkenden Historikern“ in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

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Johannes Haller starb im Alter von 82 Jahren. Johannes Haller war im Sternzeichen Waage geboren.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1966

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Auswahl seiner Werke: Papsttum und Kirchenreform? : vier Kapitel zur Geschichte des ausgehenden Mittelalters. Berlin 1903, zweite Auflage Weidmann Verlag, Berlin, Zürich

1960

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Auswahl seiner Werke: Lebenserinnerungen? : Gesehenes, Gehörtes, Gedachtes. Kohlhammer, Stuttgart

1958

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Auswahl seiner Werke: Von den Karolingern zu den Staufern. Die altdeutsche Kaiserzeit. Sammlung Göschen Band 1065, 4. Auflage, durchgesehen von Heinrich Dannenbauer, Walter de Gruyter & Co, Berlin

1941

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Auswahl seiner Werke: Reden und Aufsätze zur Geschichte und Politik. 2. durchgesehene und vermehrte Auflage der Ausgabe 1934, Cotta, Stuttgart

1930

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Auswahl seiner Werke: Tausend Jahre deutsch-französischer Beziehungen. J.G. Cottasche Buchhandlung Nachf., Stuttgart

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