Johannes Hoffmann (CVP)

Johannes Hoffmann (1941, bei der Einreise nach Brasilien)
Bild: Anonymous Brazilian Immigration Agency Photographer, not identified anywhere
Lizenz: PD Brazil Media

Johannes Hoffmann (* 23. Dezember 1890 in Landsweiler-Reden im Landkreis Ottweiler; † 21. September 1967 in Völklingen, im Volksmund „Joho“ genannt) war ein saarländischer Politiker (CVP). Er war der erste Ministerpräsident des Saarlandes.



Leben




Johannes Hoffmann wurde 1890 in Landsweiler-Reden geboren. Er stammte aus einfachen Verhältnissen. Nach dem Abitur studierte er erst Theologie in Trier mit dem Ziel, Priester zu werden. Bald schon änderte er aber seine Meinung, wechselte an die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und studierte Journalismus. Nach Beginn des Ersten Weltkriegs meldete er sich freiwillig, kämpfte unter anderem in der Türkei und erhielt den Eisernen Halbmond.Nach dem Ersten Weltkrieg arbeitete Johannes Hoffmann als Journalist beim Zentralorgan der Deutschen Zentrumspartei in Berlin. Am 1. Oktober 1929 wurde er Chefredakteur der Saarbrücker Landeszeitung, der größten katholischen Zeitung an der Saar. Er bezog nach der Machtergreifung Hitlers in der saarländischen Presse, die zu diesem Zeitpunkt noch frei war, Stellung gegen die Nationalsozialisten. Im Jahr 1934 wurde er deshalb in einer Aktion vorauseilenden Gehorsams als Chefredakteur entlassen. Daraufhin gründete er die Neue Saarpost und kämpfte in seinen Artikeln gegen das nationalsozialistische Regime und gegen den Anschluss des Saargebiets an das Deutsche Reich. Nach der Saarabstimmung am 13. Januar 1935 emigrierte er erst nach Frankreich, dann nach Luxemburg. 1936 wurde ihm die deutsche Staatsangehörigkeit entzogen. Aus Angst vor deutschen Repressalien verweigerte ihm die luxemburgische Regierung eine Zulassung als Journalist, so dass er nur wenige Artikel im Luxemburger Wort veröffentlichen konnte. Um seine Familie zu ernähren, pachtete er einen Bauernhof. Er war aktiv in der Volksfrontbewegung Lutetia-Kreis. Im Jahr 1939 erhielt er eine Anstellung beim deutschsprachigen Programm des französischen Rundfunks in Paris. In seinen Sendungen berichtete er über Verbrechen des nationalsozialistischen Regimes. Im Jahr 1940 wurde er zu Beginn des Westfeldzugs von den Franzosen in Audierne im Département Finistère (Bretagne) interniert. Nach dem Zusammenbruch Frankreichs flüchtete Hoffmann in die unbesetzte Zone. Bis 1941 versteckte er sich in einem Kloster in der Provence. Im Jahr 1941 gelang ihm mit Hilfe eines gefälschten Passes die Ausreise über Spanien nach Portugal. Er reiste weiter nach Brasilien. In Rio de Janeiro wurde er vom kanadischen Botschafter in dessen Haus aufgenommen. Er war Mitinitiator und Leiter der Freien Deutschen Bewegung in Brasilien.

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Deutschland

1950

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3. März: Saar-Abkommen zwischen dem französischen Außenminister Robert Schuman und dem Ministerpräsidenten des Saarland, Johannes Hoffmann. Das Abkommen sieht eine engere Anlehnung des Saarlands an Frankreich vor, das die außenpolitische Vertretung übernimmt und die Kohlegruben kontrolliert; auch die Preise und Löhne werden dem französischen Standard angeglichen.

Geboren & Gestorben

Gestorben:
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Johannes Hoffmann (CVP) stirbt in Völklingen, im Volksmund „Joho“ genannt. Johannes Hoffmann war ein saarländischer Politiker (CVP). Er war der erste Ministerpräsident des Saarlandes.
Geboren:
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Johannes Hoffmann (CVP) wird in Landsweiler-Reden im Landkreis Ottweiler geboren. Johannes Hoffmann war ein saarländischer Politiker (CVP). Er war der erste Ministerpräsident des Saarlandes.

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Johannes Hoffmann (CVP) starb im Alter von 76 Jahren. Johannes Hoffmann (CVP) war im Sternzeichen Steinbock geboren.

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