Johannes XXIII. (Gegenpapst)

Johannes XXIII. (* um 1370 in Neapel; † 22. Dezember 1419 in Florenz), eigentlich Baldassare Cossa, amtierte von 1410 bis 1415 als Gegenpapst.

Als Sohn des Grafen von Troia war Cossa zunächst Offizier, wurde als Laie Kardinal und erhielt später die geistlichen Weihen. In den letzten Jahren des Abendländischen Schismas, während dessen die Päpste in Rom und Avignon konkurrierende Ansprüche stellten, wurde er Nachfolger von Alexander V., der 1409 vom Konzil von Pisa als neuer Papst gewählt worden war. Damit gab es aber nun drei konkurrierende Päpste. Erst mit dem Konzil von Konstanz 1414–1418 konnte mit Martin V. ein neuer, allgemein anerkannter Papst gewählt werden. Johannes XXIII. unterwarf sich 1419 dem neuen Papst und wurde, für die letzten Monate seines Lebens, zum Dekan des Kardinalskollegiums ernannt.

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Religion

1415

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20. März: Johannes XXIII., der einzige der drei Päpste des Abendländischen Schismas, der am Konzil teilgenommen hat, flieht aus Konstanz.

1411

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Februar: Papst Johannes XXIII. bannt Jan Hus. Er wird exkommuniziert und der Stadt Prag verwiesen. Als Folge davon brechen in Prag Unruhen aus.
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Abendländisches Schisma: Nach dem Tod von Gegenpapst Alexander V. wird Baldassare Cossa zu seinem Nachfolger gewählt. Er nennt sich Johannes XXIII. und wird am 24. Mai zum Priester geweiht. Tags darauf wird er zum Bischof erhoben und am selben Tag als Papst gekrönt. Sein Papstsitz ist zunächst Bologna.

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