Jungtürken

Die Jungtürken (türkischJön Türkler und französischJeunes-Turcs) waren eine politische Bewegung im Osmanischen Reich, die seit 1876 illegal auf liberale Reformen und eine konstitutionelle Staatsform hinarbeitete. Ziel war die Stärkung des außenpolitisch geschwächten und innenpolitisch vom Zerfall bedrohten Reiches durch systematische politische, militärische und wirtschaftliche Modernisierung. Die wichtigste jungtürkische Partei war die İttihat ve Terakki („Komitee für Einheit und Fortschritt“).

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Ernst Jäckh stirbt in New York City. Ernst Friedrich Wilhelm Jäckh war Journalist, Geschäftsführer des Deutschen Werkbundes, Publizist, und Hochschullehrer an der Deutschen Hochschule für Politik in Berlin, dem New Commonwealth Institute in London und der Columbia University in New York City. Bekannt wurde Jäckh v. a. für sein Engagement für eine liberale parlamentarische Demokratie in Deutschland nach 1918 und für seine propagandistische Unterstützung der jungtürkischen Revolution in deutschen Medien.
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Gestorben: Abdullah Cevdet stirbt in Istanbul. Abdullah Cevdet Karlıdağ war ein osmanischer Intellektueller kurdischer Herkunft und Arzt. Er war auch Poet, Übersetzer, radikaler Freidenker und ein Ideologe der Jungtürken, die die Verwestlichungsbewegung im Osmanischen Reich von 1908 bis 1918 anführte.
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Gestorben: Ahmed Rızâ stirbt in Istanbul. Ahmed Rızâ war ein osmanischer Politiker, einer der frühen Führer der jungtürkischen Bewegung und der erste Präsident des Abgeordnetenhauses in der zweiten osmanischen Verfassungsperiode.
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Gestorben: Enver Pascha stirbt bei Baldschuan, Tadschikistan. İsmail Enver (osmanisch? ‏اسماعیل انور‎), bekannt als Enver Paşa , war Politiker, Generalleutnant und Kriegsminister des Osmanischen Reichs und einer der führenden Jungtürken. Enver Pascha war gleichaltriger Zeitgenosse von Mustafa Kemal Atatürk, mit dem er eine Zeit lang rivalisierte.
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Gestorben: Cemal Pascha stirbt in Tiflis, Georgien. Ahmet Cemal (ältere Transkription: Ahmed Djemal), bekannt als Cemal Pascha, war jungtürkischer Nationalist, General (Pascha) und führendes Regierungsmitglied des Osmanischen Reichs.

Rundfunk, Film & Fernsehen

1904

Regierungsunfähige Personen > Aus (vermutlich) politischen Gründen:
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Der osmanische Prinz Murad V. wurde im Mai 1876 von Jungtürken aus dem Gefängnis befreit und zum Sultan eingesetzt; drei Monate später aber mit der Begründung psychischer Schwäche als regierungsunfähig wieder abgesetzt. Er lebte fortan im Arrest und starb (Regierungsunfähigkeit)

Europa

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Auf Druck der Jungtürken setzt der osmanische Sultan Abdülhamid II. die liberale Osmanische Verfassung von 1876 wieder in Kraft.

Osmanisches Reich

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Sultan Mehmed V. ernennt İbrahim Hakkı Pascha löst als Großwesir des seit dem Vorjahr von den Jungtürken dominierten Osmanischen Reiches.

Bemerkenswertes

Exponierte Ereignisse:
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Mit einem Militärputsch unter der Führung Enver Paschas übernehmen die Jungtürken die Macht im Osmanischen Reich.

Politik & Weltgeschehen

Balkankriege:
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Im Osmanischen Reich übernehmen die Jungtürken durch einen Putsch die Macht. Sie unterbrechen eine Sitzung der Hohen Pforte, erschießen den Kriegsminister Nazım Pascha und setzen den Großwesir Kıbrıslı Mehmed Kâmil Paşa ab. Mahmud Şevket Pascha wird vom Sultan zum neuen Großwesir, Außen- und Kriegsminister ernannt.
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Die Jungtürken stürzen im Osmanischen Reich Sultan Abdülhamid II., der im Amt von seinem Bruder Mehmed V. abgelöst wird.

Geschichte > Schicksal der Jungtürken nach der Niederlage 1918

1922

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fiel der ehemalige Marineminister Cemal Pascha, der lange in Berlin gelebt hatte, nun aber nach Tiflis ausgewichen war, einem armenischen Attentäter zum Opfer.

1921

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wurde in Rom sein Vorgänger als Großwesir Said Halim Pascha ermordet

1921

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wurde in Berlin der ehemalige Innenminister und Großwesir Talaat Pascha ermordet

"Jungtürken" in den Nachrichten