Justingen (Schelklingen)

Koordinaten:48° 23′ 14″ N, 9° 39′ 51″ O

Justingen ist ein Ortsteil der Stadt Schelklingen im Alb-Donau-Kreis, Baden-Württemberg.



Geschichte




Justingen wurde im Jahre 1090 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort entstand aber schon in der Zeit der alamannischen Landnahme des 6. und 7. Jahrhunderts, wie die Endung „–ingen“ andeutet. Es ist zu unterscheiden zwischen dem Dorf Justingen, dem Schloss Justingen und der Reichsherrschaft Justingen. Das Dorf hatte im Mittelalter seinen eigenen Ortsadel, genannt von Justingen, gesessen auf der Burg Justingen über dem Schmiechtal und Hütten, eng verwandt mit den Herren von Steußlingen, Gundelfingen und Wildenstein.Überregionale Bedeutung hatte Anselm (II.) von Justingen, der 1212 im Auftrag deutscher Fürsten nach Sizilien reiste, um den späteren Stauferkaiser Friedrich II. davon zu überzeugen, nach Deutschland zu kommen. 1215 wurde Anselm, nachdem Friedrich in Aachen zum König gekrönt worden war, zu dessen Hofmarschall ernannt. Er begleitete Friedrich 1220 nach Rom zu dessen Kaiserkrönung. 1234 stellte sich Anselm gegen seinen Kaiser, was 1236 mit der Zerstörung der Burg Justingen und Anselms Flucht in das Herzogtum Österreich endete.Mitte des 14. Jahrhunderts starb die Familie von Justingen im Mannesstamme aus und die Herrschaft Justingen ging erbschaftsweise an die Herren von Stöffeln über. Die weiteren Inhaber der Herrschaft waren von 1494 bis 1497 die Herren von Stotzingen, von 1497 bis 1530 die Herren von Bubenhofen und schließlich von 1530 bis 1751 die Freiherren von Freyberg, zunächst, bis zu deren Aussterben zu Ende des Dreißigjährigen Kriegs, aus der Angelberger Linie und dann bis 1751 aus der Eisenberger Linie. Eine große Schuldenlast veranlasste die Familie von Freyberg 1751, Herrschaft, Dorf und Schloss Justingen an Herzog Carl Eugen von Württemberg zu veräußern. Der Erwerb der Herrschaft Justingen brachte Württemberg zusätzliche Stimmrechte im Schwäbischen Kreistag sowie im schwäbischen Grafenkollegium des Reichstags. Gleichzeitig stellte das neuerworbene Territorium eine Brücke zu den Lutherischen Bergen dar, bislang eine Exklave. Welche Bedeutung die Herzöge von Württemberg diesem Gebietserwerb beimassen, zeigt sich daran, dass sie bei der Wappenänderung von 1789 den justingischen Dorn mit in das württembergische Wappen aufnahmen....

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Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1518

Werk:
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Johannes Stöffler, Calendarivm Romanvm Magnum, Cæsare maiestati dicatum, D. Ioanne Stœffler Iustingensi Mathematico authore, Oppenheim: Jakob Köbel (Martin Frecht)

1518

Werk:
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Vorschlag zur Kalenderreform; dieser bildete eine Grundlage für die Gregorianische Kalenderreform: Calendarivm Romanvm Magnum, Cæsare maiestati dicatum, D. Ioanne Stœffler Iustingensi Mathematico authore. Jakob Köbel, Oppenheim. (Johannes Stöffler)

Geboren & Gestorben

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Geboren: Max Gauß wird in Justingen geboren. Max Gauß war ein deutscher katholischer Priester, Lehrer und Politiker (Zentrum). Ab 1923 bis zu seinem Tod war er Mitglied des Heilbronner Gemeinderats, ab 1924 zudem Mitglied des Landtags des freien Volksstaates Württemberg.

1472

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Geboren: Heinrich Bebel wird oder 1473 in Ingstetten bei Justingen geboren. Heinrich Bebel war ein deutscher Dichter des Renaissance-Humanismus.
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Geboren: Johannes Stöffler wird vermutlich in Justingen bei Blaubeuren geboren. Johannes Stöffler war ein süddeutscher Astronom, Mathematiker, Astrologe, gefragter Hersteller von Himmelsgloben und astronomischen Instrumenten sowie Pfarrer. Er war der erste Professor für Astronomie an der Universität Tübingen.

Geschichte > Religionen

1988

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Pfarrer Albert Roth

1975

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Pater Franz Zangerle (Heiligkreuztal)

1966

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Pfarrer Franz Schefold (Dettingen am Bussen)

1962

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Valentin Abt

1948

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Pfarrer Bernhard Heinzmann (Böhmenkirch)

Standorte in Italien, Frankreich, Deutschland, Österreich und Tschechien

2012

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Schwäbisch Gmünd, Markgröningen, Burg Niederhaus, Göppingen, Ellwangen, Kloster Maulbronn, Justingen (Stauferstele)

Politik & Weltgeschehen

2014

Politik > Schultheiße, Bürgermeister und Ortsvorsteher:
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Jürgen Stoll

2009

Politik > Schultheiße, Bürgermeister und Ortsvorsteher:
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Fritz Nägele

1989

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Josef Oechsner

1977

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Franz Nägele

1975

Politik > Schultheiße, Bürgermeister und Ortsvorsteher:
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Lorenz Glökler

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