Justizirrtum

Justizirrtum ist ein allgemeinsprachlicher Begriff für Fehler der Justiz; eine juristische Definition gibt es nicht.

In der öffentlichen Wahrnehmung wird unter einem Justizirrtum in erster Linie eine strafrechtliche Verurteilung Unschuldiger verstanden. Nach juristischem Verständnis kommen Justizirrtümer, oder speziell Fehlurteile, darüber hinaus auch in anderen Rechtsbereichen wie dem Zivilrecht und dem öffentliches Recht und in jedem Arbeitsgang der Justiz vor. Gründe für einen Fehler der Justiz können in einer unbeabsichtigten Fehlvorstellung der Richter, einer bewussten Irreführung der Richter durch Zeugen, Sachverständige, Anwälte oder sonstige Personen oder einem Verfahrensfehler liegen.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Gerry Conlon wird. März 954 in Belfast, Nordirland. Gerard „Gerry“ Conlon war ein britischer Autor und Opfer eines Justizirrtums. Er wurde nach einem 1974 von der IRA verübten Bombenanschlag gemeinsam mit zwei anderen Männern und einer Frau unschuldig zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Die vier wurden als Guildford Four bekannt. Das Urteil wurde 1989 wegen erwiesener Unschuld aufgehoben und Conlon umgehend aus der Haft entlassen. Sein Schicksal und das seines Vaters Giuseppe bilden die Grundlage des Films Im Namen des Vaters (1993).
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Gestorben: Horst Arnold (Justizopfer) stirbt in Völklingen. Horst Arnold war ein deutscher Lehrer und Opfer eines Justizirrtums. Sein Fall erregte bundesweite Aufmerksamkeit.
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Gestorben: Ron Williamson stirbt nahe Tulsa, Oklahoma. Ronald „Ron“ Keith Williamson war ein US-amerikanischer Baseballspieler und Opfer eines Justizirrtums. Er wurde zu Unrecht wegen Mordes verurteilt und verbrachte elf Jahre in der Todeszelle. Sein Leben diente als Vorlage für John Grishams Buch Der Gefangene.
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Gestorben: Maria Popescu stirbt im Kanton Wallis. Mari(oar)a Popescu war Opfer eines SchweizerJustizskandals. Manche sehen ihr Beispiel als charakteristisch für die Verflechtungen maskuliner Vorstellungen von weiblicher Subjektivität und ihren Einfluss auf soziale Praktiken, in diesem Fall die Objektivität der Rechtsprechung.

2003

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Gestorben: Isabel Le Bourdais stirbt. Isabel Le Bourdais war eine kanadische Journalistin und Justizirrtumsjägerin.

Rundfunk, Film & Fernsehen

2012

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Spielfilm: Tatort: Nachtkrapp, Deutschland

1999

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Spielfilm: The Green Mile, USA

1994

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Spielfilm: Die Verurteilten, USA

1993

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Spielfilm: Im Namen des Vaters, Großbritannien

1991

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Film: Gib's ihm, Chris! (Originaltitel Let Him Have It) ist ein britisches Filmdrama aus dem Jahr 1991. Der Film basiert auf den wahren Ereignissen um den Fall des Derek Bentley, der 1953 im Alter von 19 Jahren für einen Mord an einem Polizisten hingerichtet wurde, den ein Komplize von ihm begangen hatte. Der Fall gilt als einer der größten Justizirrtümer der britischen Kriminalgeschichte.

Stab:
Regie: Peter Medak
Drehbuch: Neal Purvis, Robert Wade
Produktion: Luc Roeg, Robert Warr
Musik: Michael Kamen
Kamera: Oliver Stapleton
Schnitt: Ray Lovejoy

Besetzung: Christopher Eccleston, Tom Courtenay, Eileen Atkins, Walter Sparrow, Edward Hardwicke, Clare Holman, Ben Brazier, Paul Reynolds, Serena Scott Thomas, Iain Cuthbertson, Peter Eyre, Michael Gough, James Villiers, Karl Johnson, Denny Kirk, Lottie Ward, Vernon Dobtcheff, Michael Elphick, Jeremy Sinden, Murray Melvin, Clive Revill

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