Justizvollzugsanstalt Darmstadt

Justizvollzugsanstalt Darmstadt
Weier Turm in Darmstadt (September 2007)

Die Justizvollzugsanstalt Darmstadt in Darmstadt ist die größte Strafanstalt in Südhessen. Sie dient dem Vollzug von Freiheitsstrafen bis zu zwei Jahren für erwachsene Männer. Die Strafanstalt ist auch als Fritz-Bauer-Haus bekannt und trägt damit den Namen des ehemaligen Generalstaatswalts von Hessen, Fritz Bauer (1903–1968). Übergeordnete Behörde ist das Justizministerium des Landes Hessen.



Geschichte




Die Geschichte des Strafvollzugs in Darmstadt als Hauptstadt eines selbstständigen Territoriums hat eine lange Tradition. Ursprünglich waren der Runde Turm und der Weiße Turm, beides Teile der mittelalterlichen Stadtbefestigung, als Gefängnisse eingerichtet. 1721 wurde der Hofarchitekt des Landgrafen von Hessen-Darmstadt Louis Remy de la Fosse (1659–1726) beauftragt, das Gefängnis im Runden Turm durch einen zweistöckigen Anbau zu erweitern. Im Jahre 1832 wurden der Stadtturm und das Gefängnis abgerissen, da die Anlagen nicht mehr den angestrebten baulichen, sicherheitstechnischen und sanitären Verhältnissen entsprachen.Ein unter Oberbaudirektor Georg Moller (1784–1852) von 1832 bis 1834 neu errichtetes Landgerichtsgefängnis, das in der Folgezeit erweitert wurde, ersetzte die alten Gebäude. Unmittelbar nach Eröffnung des Arresthauses wurden die politischen Gefangenen des Großherzogtums, die Teilnehmer des Frankfurter Wachensturms und die „Landboten“-Revolutionäre der Jahre 1833/34, in das neue Haus verlegt und neu Verhaftete hier eingesperrt. Der Butzbacher Pfarrer Friedrich Ludwig Weidig, ein Mitstreiter Georg Büchners, nahm sich in der Darmstädter Haft 1837 das Leben.1939 wurde das Darmstädter Gestapo-Gefängnis von der Riedeselstraße in den Nordtrakt des Landgerichtsgefängnisses Rundeturmstraße verlegt. Dort wurden zahlreiche Gegner des Naziregimes eingeliefert, gefoltert und hingerichtet. Nach Beginn des Zweiten Weltkrieges wurden auch Ausländer aus 34 Nationen untergebracht, die in den Darmstädter Firmen als Zwangsarbeiter beschäftigt waren und denen Straftaten vorgeworfen wurden. Die größte Gruppe stellten Inhaftierte aus Polen (716 Personen) und der Sowjetunion (437 Personen). Aus Frankreich stammten 147 Personen.

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Tagesgeschehen

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Darmstadt-Eberstadt/Deutschland: Darmstädter Knastmarathon in der Justizvollzugsanstalt Darmstadt.

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