Köln-Kalk

Kalk ist ein rechtsrheinischer Stadtteil innerhalb des gleichnamigen Kölner Stadtbezirks 8. Der Ort, der über Jahrhunderte nur aus einigen Hofgemeinschaften und einer Pilgerkapelle bestanden hatte, entwickelte sich durch die Industrialisierung in der Mitte des 19. Jahrhunderts zu einer wohlhabenden Industriestadt, die im Jahre 1910 von der Stadt Köln eingemeindet wurde.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde der Stadtteil zu 90 Prozent zerstört. Nach schnellstmöglichem Wiederaufbau war Kalk über Jahrzehnte einer der größten Industriestandorte Kölns. Seit der Rezession in den 1970er-Jahren und den damit verbundenen Werksschließungen durchläuft Kalk einen Strukturwandel zum Wohn- und Verwaltungsstandort. Der hohe Ausländeranteil trägt zur Entwicklung einer multikulturellen Gesellschaft bei. Durch die im Vergleich zu anderen Stadtteilen erhöhte Kriminalitätsrate sowie eine hohe Arbeitslosenquote gilt Kalk als Stadtteil mit besonderem Entwicklungsbedarf. Kalk wird im Sozialbericht 2004 als aufsteigender Stadtteil bezeichnet.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Walter Pauli (Polizist) stirbt in Köln. Walter Pauli war ein deutscher Polizist. Im Herbst 2001 wurde mit dem Walter-Pauli-Ring in Köln-Kalk erstmals in Deutschland eine Straße nach einem im Dienst getöteten Polizisten benannt. An der Straße steht das Polizeipräsidium Köln.
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Geboren: Ingo Hamacher Bellacoola wird in Köln-Kalk geboren. Ingo Hamacher Bellacoola ist ein deutscher Fotograf, Filmregisseur und -produzent. Er ist Mitbegründer des Kunst-Online-Service „Artworks“ und war Berater für Neue Medien der CDU und des früheren Bundeskanzlers Helmut Kohl.
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Geboren: Walter Pauli (Polizist) wird in Ochtendung geboren. Walter Pauli war ein deutscher Polizist. Im Herbst 2001 wurde mit dem Walter-Pauli-Ring in Köln-Kalk erstmals in Deutschland eine Straße nach einem im Dienst getöteten Polizisten benannt. An der Straße steht das Polizeipräsidium Köln.

1936

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Gestorben: Heinrich Bützler stirbt. Heinrich Bützler war ein Lehrer und Geschichtsschreiber aus Kalk. Im Jahre 1898 wurde unter ihm als Rektor eine mit der heutigen Berufsschule vergleichbare Fortbildungsschule für Lehrlinge eingerichtet. Als die Stadt Kalk im Jahre 1910 nach Köln eingemeindet wurde, veröffentlichte er die „Geschichte von Kalk und Umgebung“, welche zugleich das erste Geschichtswerk über den heutigen Kölner Stadtteil war. Nach ihm wurde die Heinrich-Bützler-Straße in Köln benannt.
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Gestorben: Richard Grüneberg stirbt in Köln. Richard Grüneberg war ein deutscher Industrieller der Chemieindustrie, Teilhaber der Firma Vorster & Grüneberg und Geschäftsführer der Chemischen Fabrik Kalk GmbH in Köln.

Weitere Besitzer

1864

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Peter Wilhelm Kohlen in Köln-Kalk (Richardshohn)

Gründungen, Ersturkundliche Erwähnungen & Auflösungen

1881

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Stadtgründung: 1881Kalk (1910 nach Köln eingemeindet)

1830

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Gründung: Die 1830 gegründete Brauerei & Brennerei Gebrüder Sünner ist die älteste noch produzierende Brauerei Kölns. Neben Kölsch braut Sünner Weizenbier, ungefiltertes obergäriges Bier sowie einen alkoholfreien Malztrunk. An die Brauerei angeschlossen ist eine Brennerei, die verschiedene Schnäpse und Liköre produziert. Das in den Jahren 1888 bis 1890 erbaute Hauptgebäude der Zechenbrauerei in Köln-Kalk ist das älteste noch in ursprünglicher Funktion betriebene Industriedenkmal in der Stadt Köln.

1003

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Ersturkundliche Erwähnungen: Erste urkundliche Erwähnung des Kölner Stadtteils Köln-Kalk.

Berühmte Kalker Bürger

1938

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Hermann Kläser (1907–1989), Mitglied der Straßensängergruppe Drei Laachduve, Komponist des Karnevalslieds En d’r Kayjass Nummer Null (Kalk (Köln))

Geschichte > Die 1970er- und 1980er-Jahre

1993

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Nachdem diverse Personalabbauprojekte dazu geführt hatten, dass nur noch 680 der ursprünglich 2400 Beschäftigten bei der Chemischen Fabrik Kalk arbeiteten, wurde das Werk, das sich mittlerweile im Besitz der BASF befand, endgültig geschlossen. (Kalk (Köln))

1983

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begann die Klöckner Humboldt Deutz AG mit einem Kostensenkungsprojekt, bei dem insgesamt 3400 Arbeitsplätze abgebaut werden sollten. Im Zuge dieser Maßnahme wurde die Produktion von Traktoren 1996 in das bayerische Lauingen verlegt. (Kalk (Köln))

1983

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meldete die Akkumulatoren-Fabrik Gottfried Hagen im benachbarten Humboldt/Gremberg Konkurs an. (Kalk (Köln))

1979

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wurde die Stahlbaufirma Albert Liesegang geschlossen. (Kalk (Köln))

1978

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schloss die Metallgießerei Peter Stühlen ihre Produktionsstätte (Kalk (Köln))

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1997

Trivia:
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Das Lied Keine Fröhling in Kalk aus dem Album Fünnef+4 von der Kölschrock-Band Brings spielt auf die Entlassungen und bei der Klöckner Humboldt Deutz AG in Kalk ab 1996 an. (Kalk (Köln))

1919

Werk > Bauten in Köln:
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–9999 Kalk, Maschinenbau-Anstalt Humboldt, Fabrikbauten u. Wohnhäuser (Heinrich Müller-Erkelenz)

1919

Bauten und Entwürfe > in Köln:
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–9999 Kalk, Fabrikbauten und Wohnbebauung für die Maschinenbau-Anstalt Humboldt (Heinrich Müller-Erkelenz)

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