Königreich Sachsen

Knigreich Sachsen
WappenFlagge
Großes Mantelwappen des Königreichs Sachsen
Lage im Deutschen Reich
LandeshauptstadtDresden
RegierungsformMonarchie
StaatsoberhauptKnig
DynastieWettiner
Bestehen1806?1918
Flche14.993 km
Einwohner4.806.661 (1910)
Bevlkerungsdichte320 Einwohner/km
Entstanden ausKfstm. Sachsen
Aufgegangen inFreistaat Sachsen
Stimmen im Bundesrat4 Stimmen
Kfz-KennzeichenI, II, III, IV, V
Karte

Das Königreich Sachsen entstand aus dem Kurfürstentum Sachsen und existierte von 1806 bis 1918. Es gehörte von 1806 bis 1815 dem Rheinbund und von 1815 bis 1866 dem Deutschen Bund an. Seit 1867 war es Mitglied des Norddeutschen Bundes und von 1871 bis 1918 des Deutschen Reiches. Die Hauptstadt war Dresden.



Inhaltsverzeichnis



Entstehung des Knigreiches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frieden von Posen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Königreich Sachsen entstand am 11. Dezember 1806 mit der Unterzeichnung des Posener Friedensvertrages zwischen Frankreich und Sachsen. Mit dem Frieden von Posen schied Sachsen aus dem Vierten Koalitionskrieg aus, nachdem die sächsisch-preußischen Truppen im Oktober 1806 von Napoleon bei Jena und Auerstedt vernichtend geschlagen worden waren und Preußen den sächsischen Verbündeten im Stich gelassen hatte. Im Posener Frieden musste das von Napoleon alsbald besetzte Sachsen dem Rheinbund beitreten (Art. 2) und verschiedene in Thüringen gelegene Gebiete abtreten (Art. 7), erhielt dafür aber als Entschädigung die preußische Enklave um Cottbus zugesagt (Art. 6) und wurde nach Bayern und Württemberg nun ebenfalls zum Königreich erhoben (Art. 3). Außerdem wurde in Sachsen das römisch-katholische dem evangelisch-lutherischen Bekenntnis rechtlich gleichgestellt (Art. 5).

Ausrufung des Knigs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flagge des Königreichs Sachsen 1806–1815
Bild: Drawing created by David Liuzzo
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Am 20. Dezember 1806 erfolgte die Ausrufung des regierenden Kurfürsten Friedrich August des Gerechten zum König von Sachsen. Die Verkündung stieß auf kein besonderes Echo, vermutlich deshalb, weil der Königstitel seit mehr als einhundert Jahren in Sachsen geläufig war: Seit 1697 war Kurfürst August der Starke König von Polen, 1733 folgte ihm sein Sohn als König August III. auf dem polnischen Thron. Dessen Sohn, Kurfürst Friedrich Christian, regierte 1763 nur ein Vierteljahr lang und damit zu kurz, um in Polen zum König gewählt werden zu können. Friedrich August der Gerechte erklärte zwei Jahre nach seinem Regierungsantritt zunächst den Verzicht auf die polnische Krone (1765), wurde aber in der vom Sejm 1791 verabschiedeten Polnischen Verfassung zum Thronnachfolger bestimmt. Die Königswürde empfing Friedrich August gleichwohl erst Ende 1806 aus der Hand Napoleons und diesmal nun als sächsische Krone; wenige Monate danach wurde er allerdings auch als Herrscher in Polen eingesetzt.

Gebietsstand 1806/07[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Königreich Sachsen 1806/07 (Hauptkarte) und nach den Gebietsabtrennungen vom Mai 1815 (Nebenkarte)
Bild: Drawing created by David Liuzzo
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Hervorgegangen ist das Königreich aus dem Kurfürstentum Sachsen, dessen um 1800 erreichter Gebietsstand hauptsächlich im Ergebnis der Übertragung der sächsischen Kurwürde an die wettinischen Markgrafen von Meißen 1423, dem Übergang der Kurwürde von den ernestinischen an die albertinischen Wettiner nach der Wittenberger Kapitulation 1547 sowie dem Zugewinn von Ober- und Niederlausitz im Prager Frieden 1635 resultierte.

Das Königreich umfasste Ende 1806



Geschichte des Knigreiches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

?Hauptartikel: Geschichte Sachsens
Grenzen des Königreichs Sachsen nach dem Wiener Kongress
Bild: Drawing created by David Liuzzo
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Territoriale Entwicklung Sachsens zwischen 1815 und 1990
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Als wichtige Ereignisse in der Geschichte des Königreiches gelten

auenpolitisch
der Untergang Sachsens als europischer Mittelmacht nach der von Preuen erzwungenen Teilung des Knigreiches auf dem Wiener Kongress 1815 sowie der Verlust der staatlichen Souvernitt nach dem preuischen Beitrittsdiktat zum Norddeutschen Bund 1866. Ursprnglich wollte Preuen das Knigreich Sachsen komplett einverleiben, aber durch das Verhandlungsgeschick von General Alfred Graf von Fabrice und durch die Frsprache des sterreichischen Kaisers Franz Joseph I. konnte dies vermieden werden. Er konnte soviel Vertrauen aufbauen, dass sogar ein eigenes Schsisches Armeecorps mit eigenen Feldzeichen, Einrichtungen, Uniformierung, Bewaffnung erhalten blieb und dieses im Norddeutschen Bund eingegliedert wurde. Die Lsung dieser Aspekte war die Voraussetzung dafr, dass das Knigreich Sachsen erhalten blieb. 1870/71 nahm das Knigreich am Deutsch-Franzsischen Krieg teil und 1871 wurde das Land Teil des neu begrndeten Deutschen Reiches. Da es bei den Waffenstillstandsgesprchen in Frankreich zu Verhrtungen gekommen war, beauftragte der Reichskanzler Otto von Bismarck den schsischen Kriegsminister Alfred von Fabrice die Gesprche zu bernehmen. Er wurde zum Generalgouverneur fr das besetzte Frankreich ernannt und vermittelte erfolgreich alle zur Durchfhrung der Friedensvorbereitungen wichtigen Angelegenheiten.
innenpolitisch
der bergang Sachsens zum modernen Verfassungs- und Rechtsstaat mit der Verabschiedung der (ersten) Schsischen Verfassung 1831, dem Inkrafttreten des Schsischen Brgerlichen Gesetzbuches 1865 und der konsequenten Trennung von Justiz und Verwaltung 1873/74, allerdings flankiert von politischen Spannungen (Herbstunruhen 1830, Maiaufstand 1849, Aufstieg der marxistischen Sozialdemokratie nach 1870) und gegenlufigen Entwicklungen (Reaktionszeit 1849?1854, Militarisierung ab 1870),
wirtschaftlich
der Aufstieg Sachsens zum fhrenden Industrie- und Handelsstaat in Mitteleuropa, ablesbar an den Absatzerfolgen und der konomischen Dominanz der schsischen Industrie im Zollverein seit 1834, dem raschen Aufbau eines leistungsfhigen Ferneisenbahnnetzes ab 1837, der Behauptung des Leipziger Messehandels gegen Frankfurt und der Durchbruch Leipzigs als Welthandelsplatz nach Einfhrung der Mustermesse 1895, begleitet freilich vom Niedergang des klassischen Kleingewerbes und der sich ausbreitenden Massenarmut (?Pauperismus?) sowie spektakulren Misserfolgen (wie dem Zusammenbruch der Leipziger Bank 1901).

1918 führte die Novemberrevolution zum Ende der Monarchie und am 9. November durch die Ausrufung durch Hermann Fleißner zum „Freistaat Sachsen“. Am 13. November dankte auch König Friedrich August III. auf Schloss Guteborn in Guteborn bei Ruhland ab. Sachsen verblieb im Anschluss als Gliedstaat innerhalb des Deutschen Reichs und begann wie dieses eine umfassende Verfassungsreform unter dem Ministerpräsidenten Richard Lipinski. Die republikanische Staatsform Sachsens wurde durch das vorläufige Grundgesetz vom Februar 1919 und endgültig durch die Verfassung des Freistaates Sachsen vom 1. November 1920 festgesetzt. Sachsen war nun als Freistaat (Republik) ein Bundesstaat der Weimarer Republik.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das große Wappen seit 7. Juni 1889 ist ein zweimal gespaltener und dreimal geteilter Schild mit gespaltenem Schildfuß.

Das Wappen zeigt im Schild

Im Schildfuß die Zeichen für die Burggrafschaft Altenburg und die Grafschaft Henneberg. Im goldgekrönten Herzschild (Feld 5 und 8) zeigt das Wappen die sächsische Raute. Die Helmzier steht für Vogtland, Thüringen, Sachsen, Meißen und Oberlausitz. Der Schild wird von je einem goldenen rotgezungten widersehenden Löwen an rechts und links gehalten. Der Schild ist vom Hausorden der Rautenkrone umhangen. Auf dem Band die Devise „Providentiae memor“ („Der Vorsehung eingedenk“). Ein purpurnes goldgekröntes Wappenzelt umgibt alles. Die Landesfarben sind Weiß-Grün.



Verwaltungsgliederung des Knigreiches [Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verwaltungsgliederung vor und nach 1815[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im ersten Jahrzehnt seines Bestehens blieb das Königreich Sachsen in die aus dem Mittelalter stammenden Ämter gegliedert, welche seit dem 16. Jahrhundert in sieben kursächsische Kreise (Erzgebirge, Kur, Leipzig, Meißen, Neustadt an der Orla, Thüringen, Vogtland) zusammengefasst waren. Daneben bestanden in den Markgrafschaften Ober- und Niederlausitz eigene Verwaltungsstrukturen; ebenso waren die an Kursachsen gefallenen Stiftsgebiete (Meißen, Merseburg, Naumburg-Zeitz) und Fürstentümer (Querfurt sowie die Harzgrafschaften Mansfeld und Stolberg) nicht „eingekreist“. (vgl. Liste der Kreise und sonstigen Gebiete Kursachsens)

Mit der „Generalinstruktion an die Kreis- und Amtshauptleute“ vom 22. Juni 1816 wurde die administrative Neugliederung des inzwischen wesentlich verkleinerten Königreiches herbeigeführt. Aus den bei Sachsen verbliebenen Landesteilen wurden innerhalb der sächsischen Erblande elf größere Amtshauptmannschaften gebildet, die als Unterabteilungen direkt der Meißner, Erzgebirgischen oder Leipziger Kreishauptmannschaft unterstellt waren. Der kleine Vogtländische Kreis wurde nicht weiter in Amtshauptmannschaften unterteilt. Daneben bestanden in der Markgrafschaft Oberlausitz eigene Verwaltungsstrukturen fort: Unter der Oberamtsregierung zu Budissin (= Bautzen) gliederte sich die Landesverwaltung hier zum einen in die „Vierstädte mit Dorfschaften“ (der Begriff „Vierstädte“ bezieht sich auf die im sächsisch gebliebenen Teil der Oberlausitz gelegenen Städte des alten Oberlausitzer Sechsstädtebundes: Budissin, Kamenz, Löbau, Zittau), zum anderen in den (oberlausitzischen) Landkreis.

Verwaltungsgliederung seit 1835[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Titelblatt des Dokuments "Constitution, wie sie das sächsische Volk wünscht"
Bild: Drawing created by David Liuzzo
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1831 nach der Verabschiedung der Sächsischen Verfassung und der dadurch gegebenen staatsrechtlichen Vereinheitlichung des Königreiches wurde auch eine administrative Neugliederung des Staatsgebietes erforderlich. Mit Verordnung vom 6. April 1835 wurden deshalb die in den alten Erblanden bestehenden Kreishauptmannschaften und in der Oberlausitz die Oberamtsregierung aufgehoben. Stattdessen wurden vier Kreisdirektionen errichtet, die ihren Sitz in Budissin/Bautzen, Dresden, Leipzig und Zwickau hatten. Die Kreisdirektion Dresden zählte zunächst fünf, ab 1838 vier Amtshauptmannschaften und umfasste hauptsächlich den bisherigen Meißnischen Kreis, griff nun aber auch auf das Osterzgebirge aus. Die Kreisdirektion Zwickau wurde aus den vormaligen Kreisen Erzgebirge (einschließlich Herrschaft Schönburg) und Vogtland gebildet und zählte fünf Amtshauptmannschaften. Die Kreisdirektion Leipzig zählte zunächst drei, ab 1838 vier Amtshauptmannschaften und umfasste neben dem bisherigen Leipziger Kreis auch kleinere Gebiete des ehemals östlich anstoßenden Meißnischen Kreises. Die Kreisdirektion Budissin/Bautzen umfasste den oberlausitzischen Landesteil sowie im Westen einige zuletzt zum Meißnischen Kreis gehörigen stiftsmeißnischen Gebiete. Sie wurde erst 1838 in zwei Amtshauptmannschaften (Budissin/Bautzen, Zittau) untergliedert.

Seit 1838 bestanden

  1. die Kreisdirektion Dresden mit den Amtshauptmannschaften Dresden, Meien, Pirna, Freiberg,
  2. die Kreisdirektion Leipzig mit den Amtshauptmannschaften Leipzig, Rochlitz, Grimma, Dbeln,
  3. die Kreisdirektion Zwickau mit den Amtshauptmannschaften Chemnitz, Zwickau, Forchheim (1871: Annaberg), Plauen/Vogtl., Herrschaft Schnburg,
  4. die Kreisdirektion Budissin (ab 1868: Bautzen) mit den Amtshauptmannschaften Budissin/Bautzen, Zittau.

Die Verwaltungsreform von 1873/74[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Organisationsgesetz vom 21. April 1873 wurde die Verwaltungsgliederung des Königreiches nochmals entscheidend umgestaltet. Die vier Kreisdirektionen wurden abgeschafft und stattdessen wieder Kreishauptmannschaften eingeführt. Gleichzeitig wurde die Zahl der Amtshauptmannschaften auf 25 erhöht. Die drei größten Städte des Königreiches, Leipzig, Dresden und Chemnitz, wurden bezirksfrei und unterstanden damit direkt der jeweiligen Kreishauptmannschaft. (Der hierfür heute gebräuchliche Terminus Stadtkreis stammt aus Preußen und wurde im Königreich Sachsen nicht verwendet.)

Die neu geschaffene Verwaltungsgliederung trat erst mit Wirkung zum 15. Oktober 1874 in Kraft. Ihre Bedeutung bestand auch darin, dass erst jetzt die volle Trennung zwischen Justiz und Verwaltung im Königreich erfolgte und die Amtshauptmannschaften dadurch echte Untere Verwaltungsbehörden wurden. 1878 wurde in der Kreishauptmannschaft Zwickau aus der Herrschaft Schönburg die Amtshauptmannschaft Glauchau gebildet. Die Amtshauptmannschaft Dresden wurde 1880 in die Amtshauptmannschaften Dresden-Altstadt und Dresden-Neustadt getrennt (1924 zurückgenommen). Im Jahr 1900 wurde mit Chemnitz eine fünfte Kreishauptmannschaft geschaffen, die aus der Kreishauptmannschaft Zwickau abgetrennt wurde. Bis 1918 erhöhte sich die Zahl der Amtshauptmannschaften und der bezirksfreien Städte weiter.

Königreich Sachsen 1895
Bild: Drawing created by David Liuzzo
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Seit 1874 bestanden



Liste der Knige von Sachsen [Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Staatshandbcher
Kniglich-Schsischer Hof- und Staats-Calender, Leipzig 1807?1813; Kniglich-Schsischer Hof-, Civil- und Militr-Staat, Leipzig 1819?1828; bersicht der knigl.-schs. Hof-, Staats- und Militair-Behrden, Leipzig 1832; Staatshandbuch fr das Knigreich Sachsen, Dresden 1837?1914.
Ranglisten
Stamm- und Rang-Liste der Knigl.-Schsischen Armee, Dresden 1807?1849; Rangliste der Knigl.-Schsischen Armee, Dresden 1850?1914; Hof- und Militr-Handbuch fr Sachsen. XII und XIX. (1. und 2. K.S.) Armeekorps, Stuttgart 1900; Dienstalterslisten der aktiven Offiziere ? der Kniglich Schsischen Armee 1918, Dresden 1918.
  • Rudolf Ktzschke und Hellmut Kretzschmar: Schsische Geschichte. 2 Bnde, Dresden 1935, Nachdruck in 1 Band, Frankfurt am Main 1965, Augsburg 1995 (u. .), S. 299?397.
  • Walter Schlesinger: Handbuch der Historischen Sttten Deutschlands. Band 8: Sachsen, 2. Auflage, Stuttgart 1990, S. LII?LXX.
  • Karlheinz Blaschke und Susanne Baudisch: Historisches Ortsverzeichnis von Sachsen. Neuausg. in 2 Bnden, Leipzig 2006 (Quellen und Materialien zur schsischen Geschichte und Volkskunde, Band 2) [= ca. 6000 Eintrge].
  • Ernst Eichler, Hans Walther (Herausg.): Historisches Ortsnamenbuch von Sachsen. 3 Bnde, Berlin 2001 (Quellen und Forschungen zur schsischen Geschichte, Band 21) [= ca. 5500 Eintrge].
  • Manfred Wilde: "Zwischen Monarchie und Demokratie. 200 Jahre Knigreich Sachsen, 190 Jahre Landkreis Delitzsch, 175 Jahre Schsische Verfassung." In: Knigreich Sachsen 1806?1918, hg. von Albert Prinz von Sachsen Herzog zu Sachsen. Marienberg 2007, S. 159?163.
  • Philologisch-Historischen Klasse der Schsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig in Verbindung mit dem Landesvermessungsamt Dresden (Herausg.): Atlas zur Geschichte und Landeskunde von Sachsen. (Memento vom 11. Juni 2007 im Internet Archive), Dresden 1997 ff.
  • Rudolf Forberger: Die Industrielle Revolution in Sachsen 1800?1861. 2 Teile in 4 Bnden, Teil 1: Berlin 1982, Teil 2: Stuttgart 2003 (Quellen und Forschungen zur schsischen Geschichte, Band 18) [= mit mehr als 1200 Fabrik-Kurzgeschichten].
  • Andreas Oettel: Zur Verwaltungsgliederung Sachsens im 19. und 20. Jahrhundert. In: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen (Hrsg.): Statistik in Sachsen. 175 Jahre amtliche Statistik in Sachsen (Festschrift). Band12, Nr.1, 2006, ISSN0949-4480, S.69?98 (Online [PDF; 6,3MB; abgerufen am 23.Dezember 2012]).
  • Frank-Lothar Kroll: Die Herrscher Sachsens, Markgrafen, Kurfrsten, Knige. 1089 ? 1918, Verlag C.H. Beck oHG, Mnchen 2007, ISBN 978-3-406-54773-7.
  • Prinz Ernst Heinrich von Sachsen: Mein Lebensweg vom Knigsschloss zum Bauernhof. Paul List Verlag KG, Mnchen 1968. S. 115?152, u. a. Bericht ber seine Erfahrungen whrend der Wilhelminischen ra, Erster Weltkrieg, Novemberrevolution.
  • Chronik des Schsischen Knigshauses u. seiner Residenzstadt vom 18. Juni 1853 bis zum 18. Juni 1878. Dresden 1878 Digitalisat


Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ?Anna Fabrice-Asseburg, Andrea Engi, Manfred Beyer: Alfred Graf von Fabrice. Die Familiengeschichte des kniglich-schsischen Staats- und Kriegsministers. Beyer Verlag Sachsen fr Kultur und Geschichte, Dresden 2008, ISBN 3-9809520-8-8, S. 44?51

Flagge des Königreichs Sachsen 1806–1815Bild: Drawing created by David LiuzzoLizenz: PD Germany
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Königreich Sachsen 1806/07 (Hauptkarte) und nach den Gebietsabtrennungen vom Mai 1815 (Nebenkarte)Bild: Drawing created by David LiuzzoLizenz: PD Germany
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Grenzen des Königreichs Sachsen nach dem Wiener KongressBild: Drawing created by David LiuzzoLizenz: PD Germany
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Territoriale Entwicklung Sachsens zwischen 1815 und 1990Bild: Drawing created by David LiuzzoLizenz: PD Germany
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Titelblatt des Dokuments "Constitution, wie sie das sächsische Volk wünscht"Bild: Drawing created by David LiuzzoLizenz: PD Germany
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Königreich Sachsen 1895Bild: Drawing created by David LiuzzoLizenz: PD Germany
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Rheinbundmedaille

Flag of the Habsburg Monarchy.svg sterreich

Wappen des Deutschen Bundes

Flag of Bavaria (striped).svg Bayern ? Hannover ? Preuen ? Sachsen ? Wrttemberg

Flag of Hesse.svg Hessen (Kassel)

Flagge Großherzogtum Baden (1871-1891).svg Baden ? Hessen (Darmstadt) ? Luxemburg ? Mecklenburg-Schwerin ? Mecklenburg-Strelitz ? Oldenburg ? Sachsen-Weimar-Eisenach

Flagge Herzogtum Anhalt.svg Anhalt(ab 1863) ? Anhalt-Bernburg(bis 1863) ? Anhalt-Dessau(bis 1863) ? Anhalt-Kthen(bis 1847) Holstein ? Lauenburg ? Limburg(1839-1866) ? Nassau ? Sachsen-Altenburg(ab 1826) ? Sachsen-Coburg-Saalfeld– ab 1826 als Sachsen-Coburg-Gotha ? Sachsen-Gotha-Altenburg(bis 1826) ? Sachsen-Hildburghausen(bis 1826) ? Sachsen-Meiningen ? Herzogtum Braunschweig

Hessen HG flag.svg Hessen-Homburg(1817-1866) ? Hohenzollern-Hechingen(bis 1850) ? Hohenzollern-Sigmaringen(bis 1850) ? Liechtenstein ? Lippe ? Reu lterer Linie ? Reu jngerer Linie(ab 1848) ? Reu-Ebersdorf(bis 1824) ? Reu-Lobenstein(bis 1824) ? Reu-Lobenstein und Ebersdorf(1824–1848) ? Reu-Schleiz(bis 1848) ? Schaumburg-Lippe ? Schwarzburg-Rudolstadt ? Schwarzburg-Sondershausen ? Waldeck-Pyrmont

Flag of Bremen.svg Bremen ? Frankfurt am Main ? Hamburg ? Lbeck

Gebiet des Deutschen Zollvereins

Flag of the Kingdom of Prussia (1803-1892).svg Preuen(ab 1834) (mit den zugehrigen Gebieten: Anhalt-Bernburg(1834–1863), Anhalt-Dessau(1834–1863), Anhalt-Kthen(1834–1847), Anhalt(ab 1863), Waldeck(ab 1834), Lippe(ab 1841), Lauenburg(1865–1876), Schleswig-Holstein(ab 1867))| Hessen-Darmstadt(ab 1834)| Hessen-Kassel(1834–1866)| Hessen-Homburg(1835–1866)| Bayern(ab 1834)| Wrttemberg(ab 1834) (mit den zugehrigen Gebieten: Hohenzollern-Hechingen(1834–1850), Hohenzollern-Sigmaringen(1834–1850))| Sachsen(ab 1834)| Zoll- und Handelsverein der Thringischen Staaten(ab 1834) (mit den zugehrigen Gebieten: Sachsen-Weimar-Eisenach(ab 1834), Sachsen-Altenburg(ab 1834), Sachsen-Meiningen(ab 1834), Sachsen-Coburg und Gotha(ab 1834), Schwarzburg-Rudolstadt(ab 1834), Schwarzburg-Sondershausen(ab 1834), Reu-Greiz(ab 1834), Reu jngerer Linie(ab 1848), Reu-Schleiz(1834–1848), Reu-Lobenstein und Ebersdorf(1834–1848))| Baden(ab 1835)| Nassau(1835–1866)| Frankfurt(1836–1866)| Braunschweig(ab 1841)| Luxemburg(ab 1842)| Hannover(1854–1866) (mit den zugehrigen Gebieten: Schaumburg-Lippe(ab 1854))| Oldenburg(ab 1854)| Hamburg(ab 1888)| Bremen(ab 1888)| Lbeck(ab 1868)| Elsa-Lothringen(ab 1871)| Mecklenburg-Strelitz(ab 1867)| Mecklenburg-Schwerin(ab 1867)

Flag of the Kingdom of Prussia (1803-1892).svg Preuen in Personalunion mit Lauenburg ? Sachsen

Wappen des Norddeutschen Bundes

Flagge Großherzogtum Hessen ohne Wappen.svg Hessen (nur Provinz Oberhessen nrdlich des Mains)? Mecklenburg-Schwerin ? Mecklenburg-Strelitz ? Oldenburg ? Sachsen-Weimar-Eisenach

Flagge Herzogtum Anhalt.svg Anhalt? Braunschweig? Sachsen-Meiningen ? Sachsen-Altenburg ? Sachsen-Coburg und Gotha

Flagge Fürstentum Lippe.svg Lippe? Reu lterer Linie ? Reu jngerer Linie ? Schaumburg-Lippe ? Schwarzburg-Rudolstadt ? Schwarzburg-Sondershausen ? Waldeck-Pyrmont

Flag of Bremen.svg Bremen? Hamburg? Lbeck

Flag of Bavaria (striped).svg Bayern ? Preuen ? Sachsen ? Wrttemberg

Flagge des Deutschen KaiserreichsFlagge des Deutschen Kaiserreichs

Flagge Großherzogtum Baden (1891–1918).svg Baden ? Hessen-Darmstadt ? Mecklenburg-Schwerin ? Mecklenburg-Strelitz ? Oldenburg ? Sachsen-Weimar-Eisenach

Flagge Herzogtum Anhalt.svg Anhalt ? Braunschweig ? Sachsen-Altenburg ? Sachsen-Coburg und Gotha ? Sachsen-Meiningen

Flagge Fürstentum Lippe.svg Lippe ? Reu lterer Linie ? Reu jngerer Linie ? Schaumburg-Lippe ? Schwarzburg-Rudolstadt ? Schwarzburg-Sondershausen ? Waldeck-Pyrmont

Flag of Bremen.svg Bremen ? Hamburg ? Lbeck

Dienstflagge Elsaß-Lothringen Kaiserreich.svg Elsa-Lothringen

Das Königreich Sachsen entstand aus dem Kurfürstentum Sachsen und existierte von 1806 bis 1918. Es gehörte von 1806 bis 1815 dem Rheinbund und von 1815 bis 1866 dem Deutschen Bund an. Seit 1867 war es Mitglied des Norddeutschen Bundes und von 1871 bis 1918 des Deutschen Reiches. Die Hauptstadt war Dresden.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Maria Emanuel Markgraf von Meißen stirbt in La Tour-de-Peilz, Schweiz. Maria Emanuel Prinz von Sachsen Herzog zu Sachsen war seit 1968 Oberhaupt des ehemals königlich sächsischen Hauses Wettin Albertinische Linie und nannte sich als solcher Markgraf von Meißen.
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Gestorben: Friedrich Alwin Schade stirbt in Putzkau, Königreich Sachsen. Friedrich Alwin Schade war ein bedeutender sächsischer Botaniker, Lehrer am Kreuzgymnasium in Dresden und Ehrendoktor der Technischen Universität Dresden.
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Gestorben: Maximilian von Sachsen (1870–1951) stirbt in Freiburg im Üechtland. Max von Sachsen (auch: Maximilian Wilhelm August Albert Prinz von Sachsen) war ein sächsischer Prinz, katholischer Geistlicher und Gelehrter (Ostkirchenforscher).
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Gestorben: Georg von Sachsen (1893–1943) stirbt im Groß Glienicker See in der Nähe von Berlin. Georg von Sachsen SJ, (vollständiger Name: Friedrich August Georg Ferdinand Albert Karl Anton Paul Marcellus) war der letzte Kronprinz von Sachsen, römisch-katholischer Priester und Jesuit.
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Gestorben: Georg von O’Byrn stirbt in Dresden. Friedrich Eduard Georg Baron O’Byrn war ein sächsischerOffizier, zuletzt Generalmajor sowie Kabinettschef.

Gründungen, Ersturkundliche Erwähnungen & Auflösungen

1596

Gründung:
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Die Eduard Meier GmbH, auch Ed Meier (gegründet 1596) mit Sitz in der Residenzstraße in München ist das älteste noch existente deutsche Schuhgeschäft und war Königlich Sächsischer und ab 1895 auch Königlich Bayerischer Hoflieferant. Seit Februar 2010 befindet sich die Hauptfiliale des Schuhhauses in der Brienner Straße 10.

Wissenschaft & Technik

1862

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Die Königlich-Sächsische Triangulation beginnt, eine in den Jahren 1862 bis 1890 auf dem Staatsgebiet des Königreiches Sachsen durchgeführte Landesvermessung sowie die Erstellung eines trigonometrischen Netzes. Ziel ist es, das Staatsgebiet wissenschaftlich-geodätisch exakt zu erfassen und mit der Festlegung dauerhaft vermarkter Festpunkte die Grundlage für eine detaillierte Landaufnahme und ein modernes Kartenwerk bereitzustellen. Als maßstabgebende Basis wird die Großenhainer Grundlinie bestimmt.

S

1866

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Sachsenplatz, 1877 benannt nach dem Königreich Sachsen, das im Deutschen Krieg mit Österreich verbündet war. Nach der Niederlage in der Schlacht bei Königgrätz zogen sich sächsische Truppen in den Bereich der heutigen Brigittenau zurück. Siehe auch Hannovergasse. (Liste der Straßennamen von Wien/Brigittenau)

Deutscher Bund / Italien

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Preußen stellt den Königreichen Hannover und Sachsen sowie Kurhessen ein Ultimatum, nachdem diese einer Bundesexekution im Deutschen Bund gegen Preußen zugestimmt haben. Die Ablehnung dieser Forderung führt am selben bzw. am folgenden Tag zur Kriegserklärung und dem Einmarsch preußischer Truppen.

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

1897

Ehrung:
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königlich sächsischerMedizinalrat (Max Sänger)

Deutsches Kaiserreich

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Thronwechsel in Sachsen. Auf Albert folgt sein Bruder Georg.

Europa

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Friedrich August III. wird König von Sachsen.
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Auf König Anton folgt im Königreich Sachsen sein Neffe Friedrich August.
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Der sächsische Kurfürst Friedrich August III. wird zum König proklamiert und lenkt die Geschicke des Königreichs Sachsen als Friedrich August I.

Wirtschaft

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Oktober: Die in Anwesenheit von König Friedrich August III. von Sachsen eröffnete Internationale Baufach-Ausstellung 1913 in Leipzig zieht rund vier Millionen Interessierte an, hinterlässt aber eine halbe Million Mark Schulden. Die sächsische Regierung hat sich an der Finanzierung der Leistungsschau, deren gestalterische Konzeption von den Leipziger Architekten Georg Weidenbach und Richard Tschammer stammt, nicht beteiligt.
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Der Sachsendreier wird ausgegeben, die erste Briefmarke im Königreich Sachsen.
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Die Leipziger Bank wird als private NotenbankSachsens gegründet.

Adelserhebungen

1906

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Königlich sächsischer Freiherrnstand am 13. Juni 1906 in Dresden für die Brüder Klemens Freiherr von Oer, königlich sächsischer Oberstleutnant z.D., Theobald Freiherr von Oer, königlich sächsischer Oberst z.D. und Maximilian Freiherr von Oer, königlich sächsischer Amtshauptmann in Marienberg, sowie für die weiblichen Mitglieder dieser Linie. Die Eintragung in das königlich sächsische Adelsbuch erfolgte am 13. Oktober (Oer (Adelsgeschlecht))

Politik & Weltgeschehen

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Deutsches Reich: Reichsexekution gegen Sachsen wegen der Regierungsbeteiligung der KPD unter Ministerpräsident Erich Zeigner SPD
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Napoleonische Kriege & Wiener Kongress: Der sächsische KönigFriedrich August I. verzichtet auf das Herzogtum Warschau und entbindet die polnischen Untertanen von ihrem Treueeid. Der König steht als Verbündeter Napoleon Bonapartes nach den Befreiungskriegen auf der Verliererseite.
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Befreiungskriege: In der Schlacht bei Wartenburg gelingt einem preußischen Korps während der Befreiungskriege der Übergang über die Elbe und damit eine Bedrohung der Nordflanke der in Sachsen befindlichen französischen Truppen Napoleon Bonapartes.

1806

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Politik > Verwaltungszugehörigkeit: Königreich Sachsen (Lutherstadt Wittenberg)

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