K.u.k. Böhmisches Dragoner-Regiment „Graf Montecuccoli“ Nr. 8

Das Regiment war ein Kavallerieverband, der im 17. Jahrhundert für die kaiserlich-habsburgische Armee errichtet wurde. Aus diesem entwickelte sich im Laufe der Zeit bis hin zur Gemeinsamen Armee das Böhmische Dragonerregiment „Graf Montecuccoli“ Nr. 8, das diesen Namen seit 1888 „auf immerwährende Zeit“ zu führen hatte.

1769 wurde das Regiment als Cavallerie-Regiment Nr. 4 in die Kavallerie-Rangliste eingestellt und 1798 zum Cürassier-Regiment Nr. 6 umgewandelt.



Geschichte




Das Regiment gilt als das älteste reguläre Reiterregiment der k. k. und k.u.k. Kavallerie. Nach Traditionserlass des 19. Jahrhunderts bestand es insgesamt 299 Jahre. Andere Geschichtsschreibungen lassen die Regimentsgeschichte wegen der im Jahre 1679 zunächst erfolgten Auflösung mit der Wiedererrichtung 1683 beginnen.Im Jahre 1619 versuchten die niederösterreichischen protestantischen Stände mit der so genannten Sturmpetition von Kaiser Ferdinand II. in der Wiener Hofburg Zugeständnisse zu erreichen. Noch während dieses Vorgangs brachen drei Fähnlein des in Krems stationierten Arquebusier-Regiments Dampierre sowie ein Fähnlein des „Regiments Dampierre-Kürassiere“ (auch „Dampierre'schen Reiterregiment“ genannt) unter dem Arsenal-Kommandanten Obrist Gilbert de Saint-Hilaire nach Wien auf. Auf Donau-Tschaiken eingeschifft, kamen sie am 5. Juni 1619 in der Stadt an, drangen durch das Fischertor in die Residenz ein und schüchterten die Protestanten dermaßen ein, dass diese ihr Vorhaben aufgaben.
Dafür wurden den beiden Regimentern von Kaiser Ferdinand II. jeweils die nachstehenden Privilegien verliehen, die noch von Kaiser Franz I. bei der Säkularfeier im Jahre 1810 bestätigt wurden:Das Regiment hat auch die Versicherung, niemals reduciert oder aufgelöset zu werden, so lange es fortfahren wird, den bisherigen Ruhm zu behaupten, und endlich die Auszeichnung, dass kein Mann des Regimentes wegen Verbrechen, worauf die Todesstrafe gesetzt ist, in demselben hingerichtet, sondern in solchen Fällen der Schuldige zur Vollziehung solcher Strafe jederzeit zu einem anderen Regimente abgegeben werde.
  • 1619 mit kaiserlicher Bestallung vom 16. März wurden durch den Großherzog Cosmos II. von Medici, 500 Mann auf eigene Kosten angeworben. (300 Mann als Arkebusiere in den Niederlanden, 200 Mann als Kürassiere in den kaiserlichen Erblanden). Dieses Regiment trat unter dem Namen "Florentinische Reiter" 1621 in kaiserliche Dienst. Generalfeldwachtmeister Dampierre, welcher bereits seit 1616 Inhaber und Kommandant eines Arkebusier-Regimentes war, wurde zum Inhaber über dieses neue Regiment bestellt.
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    Regimentsinhaber

    1848

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    Carl Prinz von Preußen

    1848

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    Feldmarschalleutnant Carl Graf Auersperg

    1831

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    Feldmarschalleutnant Ignaz Graf Hardegg

    1813

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    Constantin Cesarewitsch, Großfürst von Russland

    1798

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    Änderung der Namensgebung in Kürassier-Regiment Nr. 8

    Geschichte

    1867

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    Umwandlung in Dragoner-Regiment Nr. 8

    1802

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    wurde die Oberstlieutenants-Division des aufgelösten Regiments Czartoryski Nr. 4 übernommen.

    1798

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    Namensänderung in Kürassier-Regiment Nr. 8

    1775

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    wurde die Oberst-Division, dann die Oberstlieutenants 1. Eskadron des aufgelösten Kürassier-Regiments Jacquemin eingegliedert

    1769

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    erhielt das Regiment die Kavallerie-Ranglistennummer 4.

    Gefechtskalender

    1866

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    Mit fünf Eskadronen in der 3. Reserve Kavallerie Division eingeteilt, kämpfte das Regiment bei Königinhof und in der Schlacht bei Königgrätz. Hier hatte es die größten Verluste unter den Kavallerie-Regimentern zu beklagen.

    1849

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    Zum Korps Schlick abgestellt, nahmen Teile des Regiments an den Gefechten bei Eperies, Füge, dem Überfall auf Pétervásár, und dem Gefecht bei Sirok teil. Weiterhin kämpfte das Regiment mit Auszeichnung bei Verpeléth-Kápolna, bei Mezö-Kövesd, Hatvan und Isaszeg. Danach wurde es zu Belagerungstruppe vor Komorn abgestellt. Dort verblieb es bis zum Ende der Kämpfe ohne weitere Gefechtstätigkeiten.

    1848

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    Zwei Divisionen waren zunächst zur Unterdrückung des Aufstandes in Prag abgestellt. Danach rückte dann das komplette Regiment unter dem Kommando von Feldmarschall Fürst Windisch-Graetz vor Wien, wo es am Gefecht bei Schwechat beteiligt war. Danach marschierte der Verband nach Ungarn und kämpfte im Gefecht bei Parndorf

    1815

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    Patrouillen- und Sicherungsdienste in Frankreich

    1814

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    Kämpfe unter seinem Kommandanten Fürst Windisch-Graetz mit bei Troyes, Arcis-sur Aube, und bei la Fère-Champenoise.

    Friedensgarnisonen

    1903

    1885

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    Pardubitz

    1880

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    Wien

    1879

    1870

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    St. Georgen (Pressburg)

    Werbung und Ergänzungsbezirke

    1914

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    Ergänzungsbezirk Leitmeritz

    1889

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    war es dem Bereich des IX. Korps (Militär-Territorial-Bezirk Josephstadt) zugewiesen.

    1853

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    Aus den Ergänzungsbezirken des Infanterie-Regiments Nr. 35 (Pilsen)

    Regimentsinhaber > Regiments-Kommandanten

    1914

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    Oberstleutnant Eugen Adler

    1910

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    Oberst Viktor Bauer von Bauernthal

    1908

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    Oberst Ludwig Vetter

    1906

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    Oberst Ludwig Vetter

    1903

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    Oberst Ottokar Pizzighelli

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