Kabinett Hitler

Das Kabinett Hitler war die Ende Januar 1933 gebildetedeutsche Reichsregierung, die Adolf Hitler nach seiner Ernennung zum Reichskanzler ab dem 30. Januar 1933 leitete. Mit dem Beginn von Hitlers Reichskanzlerschaft wurde in den nachfolgenden Wochen die bis dahin seit 13 Jahren bestehende Weimarer Republik faktisch aufgelöst und die totalitäre Diktatur des Nationalsozialismus in Deutschland errichtet.

Die Schlüsselfigur für das Zustandekommen des Kabinetts Hitler war vor allem Franz von Papen, dessen Bestellung zum Kanzler ursprünglich noch am Tag der Vereidigung von einigen Ministern angenommen worden war. Von Papen hatte seit Anfang Januar 1933 im Auftrag des Reichspräsidenten Paul von Hindenburg hinter dem Rücken des amtierenden Reichskanzlers Kurt von Schleicher zwischen NSDAP und DNVP über eine gemeinsame Regierung vermittelt.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Franz von Papen stirbt in Obersasbach. Franz Joseph Hermann Michael Maria von Papen, Erbsälzer zu Werl und Neuwerk war ein deutscher Politiker (1921 bis 1932 Zentrum, dann parteilos, 1938 NSDAP). Nach einer Karriere als Berufsoffizier und längerer Abgeordnetentätigkeit im Preußischen Landtag amtierte Papen von Juni bis Dezember 1932 als Reichskanzler und von Januar 1933 bis Juli 1934 als Vizekanzler im Kabinett Hitler. Anschließend war er Gesandter und Botschafter des Deutschen Reiches in Wien und Ankara. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher vor dem Internationalen Militärgerichtshof angeklagt und zunächst freigesprochen. Am 24. Februar 1947 wurde er jedoch in einem Spruchkammerverfahren im Rahmen der Entnazifizierung als „Hauptschuldiger“ eingestuft und zu acht Jahren Arbeitslager verurteilt.
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Gestorben: Reinhold Quaatz stirbt in Berlin. Reinhold Georg Quaatz war ein deutscher Jurist und Politiker (DVP, DNVP, CDU). Als rechte Hand des DNVP-Vorsitzenden Alfred Hugenberg begleitete er die Bildung vom Kabinett Hitler 1933 und damit die Zerstörung der Weimarer Republik. In der Einleitung zu einer Tagebuchedition urteilen Hermann Weiss und Paul Hoser: „Als national denkender Halbjude in einer völkisch-nationalistischen Partei praktisch auf verlorenem Posten, als schnell und scharf analysierender Parteipolitiker trotz aller Belesenheit mit manchem ideologischen Vorurteil seiner Epoche und seines Standes behaftet, war Quaatz auf keinen einfachen Nenner zu bringen.“
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Gestorben: Ernst Röhm stirbt in München-Stadelheim. Ernst Julius Günther Röhm war ein deutscher Offizier, Politiker (NSDAP) und Kampfbundführer. Röhm war langjähriger Führer der Sturmabteilung (SA) und war im Kabinett Hitler als Reichsminister ohne Geschäftsbereich kurze Zeit Mitglied der nationalsozialistischen Reichsregierung, bevor er auf Befehl Adolf Hitlers, vorgeblich als Reaktion auf den sogenannten Röhm-Putsch, ermordet wurde.
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Gestorben: Harry Fuld stirbt in Zürich. Harry Fuld war ein deutscher Industrieller. Er begründete eine Firma zur Vermietung von Haustelefonen, die sich zu einem der führenden Konzerne der Fernmeldeindustrie in Europa entwickelte. Nach der Machtergreifung der NSDAP Anfang 1933 enteignete das NS-Regime Fulds Erben, weil das Familienunternehmen als „jüdisch“ galt.
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Geboren: Ernst Röhm wird in München geboren. Ernst Julius Günther Röhm war ein deutscher Offizier, Politiker (NSDAP) und Kampfbundführer. Röhm war langjähriger Führer der Sturmabteilung (SA) und war im Kabinett Hitler als Reichsminister ohne Geschäftsbereich kurze Zeit Mitglied der nationalsozialistischen Reichsregierung, bevor er auf Befehl Adolf Hitlers, vorgeblich als Reaktion auf den sogenannten Röhm-Putsch, ermordet wurde.

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