Kalenderstreit

Als Kalenderstreit werden die Auseinandersetzungen bezeichnet, die in der Folge der Ablehnung der 1582 erfolgten päpstlichen gregorianischen Kalenderreform durch die Protestanten ausbrachen.

Die Kalenderreform erstreckte sich über das gesamte Abendland. Protestanten, insbesondere zahlreiche Geistliche, weigerten sich, die von einem Papst ausgehende Anordnung zu akzeptieren und ihr zu folgen. In katholischen Ländern wurde der neue Kalender sofort, in evangelischen mit erheblicher Verzögerung, zum Teil erst im 18. Jahrhundert eingeführt.

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Gregorianische Kalenderreform

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Gregor XIII. unterschreibt die Päpstliche Bulle Inter gravissimas zur Einführung des Gregorianischen Kalenders. Die Bulle dekretiert, dass die Tage vom 5. bis 14. Oktober 1582 zu entfallen haben und der 15. in diesem Jahr direkt auf Donnerstag, den 4. Oktober folgt. Auf diese Weise werde erreicht, dass im Jahre 1583 das Frühjahrsäquinoktium wieder auf den 21. März fällt. Zum anderen legte die Bulle fest, dass das Jahr 1600 wie üblich ein Schaltjahr ist, die Säkularjahre 1700, 1800 und 1900 jedoch nicht, dafür aber das Jahr 2000 wieder, und so weiter. So werde erreicht, dass es in den folgenden Jahrhunderten zu keiner weiteren systematischen Verschiebung des Frühjahrsäquinoktiums kommt. Der Kalenderstreit mit den Protestanten beginnt.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1885

Werk:
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Kalenderstreit in Sindringen; Stuttgart (Carl Weitbrecht)

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