Kammerspiel

Ein Kammerspiel ist ein Schauspiel im intimen Rahmen, meist mit wenigen Schauspielern auf der Bühne, ohne Statisterie oder großen Dekorationsaufwand. Kammerspiele haben in der Regel eine psychologische Ausrichtung und legen ihren Schwerpunkt auf die Wirkung der Gespräche zwischen den Figuren. Auch für Filme wird der Begriff gelegentlich verwendet (siehe Kammerspielfilm).

August Strindberg hat den Begriff Kammerspiel (schwedisch: kammarspel) verwendet. Seine 1907 verfassten Stücke Oväder, Brända tomten, Spöksonaten, Pelikanen, und Svarta handsken (1908–1909) nannte er in Anspielung auf musikalische Titel Kammerspiele Opus I–V.

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Kunst & Kultur

Musik & Theater:
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In Stockholm findet die Uraufführung des KammerspielsDie Gespenstersonate von August Strindberg nach der gleichnamigen Sonate von Ludwig van Beethoven statt. Die Uraufführung floppt, das Stück wird erst vier Jahre nach dem Tod des Dichters ein Erfolg.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1938

Werk > Theaterstücke:
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Heiliges Brot / Der Verworfene. Kammerspiele (Ernst Kappeler)

Rundfunk, Film & Fernsehen

2012

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Film: Liebe (Originaltitel Amour, englischsprachiger Festivaltitel Love) ist ein Spielfilm des österreichischen Regisseurs und Drehbuchautors Michael Haneke aus dem Jahr 2012. Das kammerspielartige Drama handelt von einem pensionierten Pariser Musikprofessoren-Ehepaar (dargestellt von Jean-Louis Trintignant und Emmanuelle Riva), dessen Liebe auf die Probe gestellt wird, nachdem die Frau einen Schlaganfall erlitten hat. Das Drehbuch zu Liebe wurde laut Haneke durch eigene Erlebnisse in seiner Familie inspiriert. Der Film ist eine Produktion der französischen Les Films du Losange, des deutschen X-Filme Creative Pool und der österreichischen Wega Film.

Stab:
Regie: Michael Haneke
Drehbuch: Michael Haneke
Produktion: Margaret Ménégoz, Stefan Arndt, Veit Heiduschka, Michael Katz
Musik: Franz Schubert, Ludwig van Beethoven
Kamera: Darius Khondji
Schnitt: Nadine Muse, Monika Willi

Besetzung: Jean-Louis Trintignant, Emmanuelle Riva, Isabelle Huppert, Alexandre Tharaud, William Shimell, Ramón Agirre, Rita Blanco, Carole Franck, Dinara Drukarova, Laurent Capelluto, Jean-Michel Monroc, Suzanne Schmidt, Damien Jouillerot, Walid Afkir

1996

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Film: American Buffalo -Das Glück liegt auf der Straße ist ein 1996 entstandener US-amerikanischer Independentfilm, dessen literarische Vorlage das 1975 uraufgeführte Drama American Buffalo von David Mamet ist. Mamet selbst adaptierte sein Stück fürs Kino. Es ist ein Kammerspiel über drei Männer aus dem Milieu der Spieler und Kleinkriminellen, die einen Einbruch vorbereiten. Durch die vulgäre Sprache scheint immer wieder das komplexe Beziehungsgeflecht aus Freundschaft, Macht und Geschäft hindurch. Weitere Themen des Films sind die Unfähigkeit der Figuren zu planvollem, situationsveränderndem Handeln und die Perspektivlosigkeit des Lebens am Rand der Gesellschaft.

Stab:
Regie: Michael Corrente
Drehbuch: David Mamet
Produktion: Gregory Mosher
Musik: Thomas Newman
Kamera: Richard Crudo
Schnitt: Kate Sanford

Besetzung: Dustin Hoffman, Dennis Franz, Sean Nelson

1986

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Film: Der Tölpel (Original: Le Paltoquet) ist ein französischer Kriminalfilm im Stil eines Kammerspiels aus dem Jahr 1986. Als literarische Vorlage diente der Roman On a tué pendant l’Escale von Franz-Rudolf Falk.

Stab:
Regie: Michel Deville
Drehbuch: Michel Deville
Produktion: Rosalinde Deville
Kamera: André Diot
Schnitt: Raymonde Guyot

Besetzung: Fanny Ardant, Daniel Auteuil, Richard Bohringer, Philippe Léotard, Jeanne Moreau, Michel Piccoli, Claude Piéplu, Jean Yanne

1972

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Film: Schreie und Flüstern (Originaltitel: Viskningar och rop) ist ein schwedischer Spielfilm von Ingmar Bergman aus dem Jahr 1972. Dieses kammerspielartig inszenierte Psychodrama spielt in einem Gutshaus zum Ende des 19. Jahrhunderts und erzählt die Geschichte dreier Schwestern, von denen eine im Sterben liegt.

Stab:
Regie: Ingmar Bergman
Drehbuch: Ingmar Bergman
Produktion: Liv Ullmann, Ingrid Thulin, Harriet Andersson, Sven Nykvist
Musik: Frédéric Chopin, Johann Sebastian Bach
Kamera: Sven Nykvist
Schnitt: Siv Lundgren

Besetzung: Harriet Andersson, Kari Sylwan, Ingrid Thulin, Liv Ullmann, Erland Josephson, Anders Ek, Inga Gill, Henning Moritzen, Georg Årlin

1957

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Film: Die zwölf Geschworenen ist das Spielfilmdebüt des US-amerikanischen Regisseurs Sidney Lumet aus dem Jahr 1957 und wurde von der Produktionsfirma Orion-Nova Productions für den Filmverleih United Artists produziert. Das kammerspielartige Justizdrama ist eine Kinoadaption des gleichnamigen Fernsehspiels von Reginald Rose, das am 20. September 1954 ebenfalls unter der Regie Lumets im Rahmen der Fernsehserie Studio One ausgestrahlt wurde.

Stab:
Regie: Sidney Lumet
Drehbuch: Reginald Rose
Produktion: Henry Fonda Reginald Rose
Musik: Kenyon Hopkins
Kamera: Boris Kaufman
Schnitt: Carl Lerner

Besetzung: Martin Balsam, John Fiedler, Lee J. Cobb, E. G. Marshall, Jack Klugman, Edward Binns, Jack Warden, Henry Fonda, Joseph Sweeney, Ed Begley, George Voskovec, Robert Webber

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