Kanonisches Recht

Das kanonische Recht ist das Kirchenrecht der römisch-katholischen Kirche des lateinischen Ritus sowie der katholischen Ostkirchen. Es regelt die internen Angelegenheiten der kirchlichen Gemeinschaft und sieht für viele Bereiche eine eigene Gerichtsbarkeit vor. Sein Name leitet sich von griechisch/lateinisch canon (‚Richtschnur‘) ab, weil die einzelnen Normkomplexe im Codex des kanonischen Rechtes als Canones bezeichnet werden.

Die Sammlung und Kodifizierung des Kirchenrechts begann im Mittelalter und führte zu der Sammlung des Corpus Iuris Canonici, das bis 1917 die maßgebliche Gesetzessammlung der römisch-katholischen Kirche blieb. 1917 erschien für die lateinische Kirche erstmals der neubearbeitete Codex Iuris Canonici, der nach dem Wunsch von Papst Johannes XXIII. im Auftrag des Zweiten Vatikanischen Konzils bis 1983 vollständig überarbeitet wurde. Für die katholischen Ostkirchen wurde 1990 der Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium erlassen.

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Ereignisse

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In der an den französischen Klerus adressierten Enzyklika Depuis le jour beschreibt Papst Leo XIII. Grundlagen der Priesterausbildung, die kanonisches Recht beeinflussen.

Geboren & Gestorben

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Gestorben: Norbert Ruf stirbt in Freiburg im Breisgau. Norbert Ruf war ein katholischer Geistlicher und Kirchenrechtler. Mehr als 25 Jahre lang war er Offizial des Erzbistums Freiburg.
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Gestorben: Stefan Siczek stirbt in Radom. Stefan Siczek war ein römisch-katholischer Geistlicher und Kirchenrechtler sowie Weihbischof in Radom.
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Gestorben: Karl Schmidhofer stirbt in Brixen. Karl Schmidhofer war ein römisch-katholischer Geistlicher, Theologe und Kanoniker.
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Gestorben: Josef Prader stirbt in Brixen. Josef Prader war römisch-katholischer Geistlicher aus Südtirol, Wissenschaftler und Autor für kanonisches Recht.
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Geboren: Ulrich Rhode wird in Osnabrück geboren. Ulrich Rhode SJ ist ein deutscher Jesuit und ordentlicher Professor für Kirchenrecht an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom.

Religion

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Wahl Stephans III. zum Papst, er wird zwei Tage später geweiht und kann sich mit Hilfe der Langobarden gegen die unkanonisch eingesetzten und daher als Gegenpäpste gezählten Konstantin II. und Philipp (am 31. Juli eingesetzt, aber nicht geweiht und umgehend vertrieben) durchsetzen. Konstantin wird geblendet und ins Kloster gesteckt.
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Nach dem Tod des Papstes Paul I. kommt es zum Kampf um dessen Nachfolge. Zunächst wird Konstantin II., ein Laie, durch seinen Bruder, Herzog Toto von Nepi, mit Gewalt eingesetzt. Aufgrund des unkanonischen Vorgangs stößt die Einsetzung auf Widerstand und wird Konstantin auch bis heute als Gegenpapst gezählt.

Familie

1349

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Am 16. September 1330 vermählte er sich mit Margarete von Tirol, einer Tochter Heinrichs von Kärnten und Tirol. Die kinderlose Ehe wurde 1341 durch Ludwig den Bayern geschieden. Die Scheidung nach Kanonischem Recht erfolgte (Johann Heinrich (Luxemburg))

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1802

Publikation:
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Georg Ludwig Böhmer: Principia iuris canonici speciatim iuris ecclesiastici publici et privati quod per Germaniam obtinet. Siebte Auflage, Göttingen (Carl Traugott Gottlob Schönemann)

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