Karl-Liebknecht-Straße (Berlin)

Die Karl-Liebknecht-Straße in Berlin ist eine der wichtigsten Hauptverkehrsstraßen im Ortsteil Mitte rund um den Alexanderplatz. Sie beginnt am Berliner Dom hinter der Liebknechtbrücke über die Spree und verläuft von dort in nordöstlicher Richtung bis zur Kreuzung Torstraße/Mollstraße (Prenzlauer Tor), wo sie in die Prenzlauer Allee übergeht. Mehr als die Hälfte der rund 1,2 Kilometer langen Straße ist Bestandteil der beiden Bundesstraßen B 2 und B 5, die gemeinsam vom Brandenburger Tor über den Boulevard Unter den Linden, den Schloßplatz und die Karl-Liebknecht-Straße zum Alexanderplatz führen.

Die nach Kriegsende im Sowjetischen Sektor liegende Kaiser-Wilhelm-Straße wurde 1947 nach Karl Liebknecht, dem Mitbegründer der Kommunistischen Partei Deutschlands zunächst in Liebknechtstraße umbenannt. Nach der Neugestaltung des Alexanderplatzes mit dem benachbarten Fernsehturm änderte 1969 der Magistrat von Berlin, Hauptstadt der DDR den Namen in Karl-Liebknecht-Straße. An ihr befinden sich einige markante historische und moderne Bauwerke Berlins.



Geschichte




Die Verkehrsführung zwischen der Straße Unter den Linden und dem Alexanderplatz unterschied sich bis in die 1880er Jahre grundlegend von der heutigen Situation. Der gesamte Verkehr aus Richtung Unter den Linden musste ab der Schloßbrücke über die Schloßfreiheit auf die Achse der heutigen Rathausstraße schwenken, was den zunehmenden Anforderungen an den Straßenverkehr schon lange nicht mehr gerecht wurde. Um die Straße in ihrem heutigen Verlauf auszubauen, wurde ein Teil der alten Schloßapotheke gegen eine Entschädigung von 500.000 Mark (kaufkraftbereinigt in heutiger Währung: rund 3 Millionen Euro) abgebrochen. Auch die Grundstücksbesitzer des Marienviertels auf dem nun stark verbreiterten Straßenland (Kleine Burgstraße, Brauhausstraße,Papenstraße und am Durchbruch von der Klosterstraße über die Neue Friedrichstraße) hatten sich gewehrt. Die jahrhundertealte Bebauung wurde 1887 auf der Basis von Plänen des Architekten August Orth niedergelegt und anschließend durch Prachtbauten (meist Geschäftshäuser) ersetzt.Im Jahr 1889 entstand hier erstmals eine verkehrstaugliche Brücke über die Spree, nachdem es mit der „Cavalier-Brücke“ (im Volksmund wegen der Benutzungsgebühr „Sechserbrücke“ genannt) bis dahin nur einen Holzsteg für Fußgänger gegeben hatte. Die neue Verbindung zum Bahnhof Alexanderplatz erhielt die Namen Kaiser-Wilhelm-Brücke und Kaiser-Wilhelm-Straße, die sie bis 1947 trugen.Die Kaiser-Wilhelm-Straße wurde später (nördlich abknickend) mehrfach verlängert, sodass sie schließlich im Bereich des heutigen Rosa-Luxemburg-Platzes endete.Im Ergebnis der Luftangriffe der Alliierten im Zweiten Weltkrieg galt etwa je ein Drittel der Gebäude als zerstört, als beschädigt, aber wiederaufbaubar, und als unbeschädigt. Zwischen Mai 1945 und August 1946 erfolgte die Umbenennung in Liebknechtstraße zu Ehren Karl Liebknechts. Nach Abräumung nahezu der gesamten Bebauung wies die Straße bis in die 1960er Jahre hinein innerhalb von Brachflächen nur wenige Gebäude auf....

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Gründungen, Ersturkundliche Erwähnungen & Auflösungen

1945

Gründung:
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Der Berliner Verlag GmbH gibt vorrangig Zeitungen und Zeitschriften heraus. Er hat seinen Sitz im Haus des Berliner Verlages in der Karl-Liebknecht-Straße 29 in Berlin-Mitte.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1968

Werk:
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Betonglasfesnter in der Berliner Gaststätte Gastmahl des Meeres (Ecke Liebknecht/Spandauer Straße, zusammen mit Rolf Lindemann und Dieter Gantz, 1992 zerstört) (Hans Vent)

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