Karl Dall

Karl Dall, 2009
Bild: Chinnaski
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Karl Dall bei der „Der alte Mann will noch mehr“-Tour, April 2016
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Karl Bernhard Dall (* 1. Februar 1941 in Emden, Ostfriesland) ist ein deutscher Fernsehmoderator, Sänger, Schauspieler und Komiker.



Inhaltsverzeichnis



Herkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karl Dall kam als Sohn eines Schulrektors und einer Lehrerin zur Welt. In der zehnten Klasse verließ er die Mittelschule und machte eine Lehre als Schriftsetzer in der Druckerei Rautenberg in Leer.



Stationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1967 gründete er mit Ingo Insterburg, Jürgen Barz und Peter Ehlebracht die Komödiantengruppe Insterburg

In der WDR-Produktion Plattenküche trat er 1979 in mehreren Folgen als Kantinenkoch „Karl Toffel“ in zahlreichen Sketchen auf.

In der von Kurt und Paola Felix präsentierten Sendung Verstehen Sie Spaß?, die im ersten Programm der ARD ausgestrahlt wurde, war er von 1983 bis 1990 unter anderem als chaotischer Filmvorführer und Spaßtelefonierer vertreten.

Im deutschen Hörfunkprogramm von Radio Luxemburg moderierte Dall eine Blödelshow. Im regionalen Fernsehprogramm Südwest 3 hatte er beim „Brettl-Talk“ seine Form des Nonsens-Gesprächs entwickelt. Als RTLplus Ende 1984 einen Nachfolger für den zur ARD gewechselten Mike Krüger suchte, der im RTL-Vorabendprogramm ebenfalls eine Blödel-Talkshow präsentiert hatte, war Dall eine naheliegende Wahl. Am 19. Januar 1985 hatte seine Sendung Dall-As Premiere; ab dem 31. August 1985 wurde sie bis Ende 1991 alle 14 Tage im Spätprogramm des Senders ausgestrahlt. Als ein Höhepunkt des Formats, dessen Konzept es war, Gäste zu irritieren und zu provozieren, gilt Dalls Spruch zu Roland Kaiser: „Na, sing schon mal, damit wir es hinter uns haben“, worauf dieser die Sendung wütend verließ. Die Wildecker Herzbuben nannte er „Wildecker Speckbuben“. Einen anderen Gast fragte er: „Was macht Ihr Friseur im Hauptberuf?“ Nach seinem Wechsel zu Sat.1 setzte Dall die Sendung seit dem 4. Januar 1992 dort unter dem Titel Jux und Dallerei fort. Eine Klage des Fernsehsenders RTL gegen Sat.1 wegen inhaltlicher Überschneidungen wurde abgewiesen.

Ab 1991 moderierte Dall zwei Jahre lang die Sendung Koffer Hoffer bei Tele 5. 1996 war er Mitglied im Anfangsensemble der von Rudi Carrell produzierten Sendung 7 Tage, 7 Köpfe auf RTL. Differenzen zwischen Carrell, der seine Sendungen generell mit Akribie plante, und dem spontanen Dall führten dazu, dass dieser das Ensemble 1997 wieder verließ.

Des Weiteren moderierte er bei RTL die Sendungen Karls Kneipe (1997), Die Karl Dall-Show (1999–2000) sowie bei Kabel 1 Weißt Du noch? Das Retro-Quiz (2003–2004). Mitte September 2006 erschien Dalls Autobiografie mit dem Titel Auge zu und durch. Im Oktober 2012 feierte Dall mit dem Ein-Mann-Theaterstück Der Opa des isländischen Autors Bjarni Haukur Thorsson Premiere. Dall stand damit auch zum ersten Mal für ein Theaterstück auf der Bühne. Seit Mai 2015 ist Dall mit seinem neuen Live-Programm Der alte Mann will noch mehr unterwegs, in dem er einen Querschnitt aus allen Jahrzehnten seines Schaffens zeigt.

Im September 2016 strahlte der Sender Tele 5 die zwölf Folgen umfassende Dokusoap Old Guys on Tour (OGOT) aus. Innerhalb von 21 Tagen wollen vier ehemalige Showmaster (Jörg Draeger, Frederic Meisner, Björn-Hergen Schimpf, Harry Wijnvoord) den Jakobsweg gehen. Dall war der Reiseführer, Moderator und Kommentator während der mehrwöchigen Tv-Wanderung.



Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Singles
Ich liebte ein Mdchen (mit Insterburg
DE811.3.1974(18 Wo.)
Diese Scheibe ist ein Hit! (mit Insterburg
DE4217.03.1975(2 Wo.)
Millionen Frauen lieben mich
DE3029.02.1988(7 Wo.)

Karl Dall nahm immer wieder Singles auf, von denen einige erfolgreich in die Hitparade einstiegen. Das Stück Diese Scheibe ist ein Hit kann als Parodie auf das schnelllebige Popmusikgeschäft verstanden werden („Diese Scheibe ist ein Hit – wann kriegt ihr das endlich mit? Diese Scheibe müsst ihr koofen, das ist ’ne Scheibe für die Doofen“). Das Stück wurde von Dall alleine eingesungen, aber unter Mitwirkung von Insterburg

Weitere Erfolgstitel waren Millionen Frauen lieben mich, Heute schütte ich mich zu und Der älteste Popper der Stadt. Stilistisch sind Dalls Plattenaufnahmen überwiegend dem Genre „Blödelschlager“ zuzuordnen. Dall spricht dabei meist mehr als er singt, und er wirkt insgesamt etwas fahrig. Textlich nimmt er sich und seine Umwelt ironisch auf die Schippe, oftmals kokettiert er mit Charakteren, die sich selbst für sehr attraktiv und erfolgreich halten, in Wahrheit aber nur kleine Brötchen backen.

Eine Ausnahme war die CD Hoppla, jetzt komm ich, auf der Dall alte Seemanns- und Heimatlieder aus Hamburg, darunter Lieder von Hans Albers, interpretierte. Seit 2005 tritt er auch wieder zusammen mit Ingo Insterburg auf.



Vorwurf der Vergewaltigung und Freispruch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 19. September 2014 erhob die Staatsanwaltschaft Zürich gegen Dall Anklage wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung und versuchten Nötigung einer Schweizer Journalistin. Dall bestritt die Anschuldigungen der wegen Stalking vorbestraften Journalistin. Der Prozess endete mit einem Freispruch für Dall, der Ende Juli 2015 endgültig rechtskräftig wurde, da die Klägerin ihren Antrag auf Berufung zurückzog.



Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karl Dall ist seit 1971 verheiratet und hat eine Tochter, die als Stuntfrau in Kanada arbeitet, und eine Enkelin. Er hat zwei Schwestern und einen Bruder namens Otto Dall, der Inhaber des Lehrstuhls für Technik und ihre Didaktik II an der Technischen Universität Dortmund war. Karl Dall wohnt im Hamburger Stadtteil Eppendorf.



Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sein markantes Aussehen mit dem „hängenden“ rechten Auge ist die Folge einer angeborenen Lidmuskelschwäche (Ptosis).



Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ?Harald Keller: Die Geschichte der Talkshow in Deutschland. Frankfurt am Main: S. Fischer Verlag, 2009, S. 269ff.
  2. ?Schmidt-Theater ? ?Der Opa? Karl Dall hat sich eingespielt. Hamburger Abendblatt. 17.Oktober 2012. Abgerufen am 19.Mai 2014.
  3. ?Karl Dall zeigt sein ?Best Of?. Delmenhorster Kurier. 12.Mai 2015. Abgerufen am 29.Mai 2015.
  4. ?Hit-Bilanz, Deutsche Chart-Singles auf CD-ROM, Taurus Press
  5. ?Blick: Das Sndenregister der Prominenten-Stalkerin vom 6. April 2014, geladen am 23. Juli 2015
  6. ?Anklage gegen Karl Dall erhoben. Medienmitteilung der Staatsanwaltschaft Zrich-Limmat vom 24. September 2014, abgerufen am 28. September 2014
  7. ?Stephan Krthy: Vergewaltigungsvorwrfe. Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Karl Dall. In: Bild.de vom 23. September 2014, abgerufen am 28. September 2014
  8. ?Freispruch fr Karl Dall. In: srf.ch vom 9. Dezember 2014, abgerufen am 9. Dezember 2014
  9. ?Freispruch von Karl Dall ist rechtskrftig. Spiegel, vom 30. Juli 2015
  10. ?So freuen sich Tochter und Enkelin: Ksschen aus Kanada fr Karl Dall, blick.ch, 10. Dezember 2014
  11. ?Website der TU Dortmund

Karl Dall, 2009Bild: ChinnaskiLizenz: CC-BY-SA-4.0
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Karl Dall bei der „Der alte Mann will noch mehr“-Tour, April 2016Bild: ChinnaskiLizenz: CC-BY-SA-4.0
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Karl Bernhard Dall (* 1. Februar 1941 in Emden, Ostfriesland) ist ein deutscher Fernsehmoderator, Sänger, Schauspieler und Komiker.

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Geboren & Gestorben

Geboren:
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Karl Dall wird in Emden, Ostfriesland geboren. Karl Bernhard Dall ist ein deutscher Fernsehmoderator, Sänger und Komiker. Sein markantes Aussehen – das „hängende“ Auge – ist die Folge einer angeborenen Lidmuskelschwäche (Ptosis).

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Karl Dall ist heute 76 Jahre alt. Karl Dall ist im Sternzeichen Wassermann geboren.

Gründungen, Ersturkundliche Erwähnungen & Auflösungen

1982

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Auflösung: Die Rentnerband wurde 1974 in Hamburg nach einer Idee von Ewald Lütge und Wilken F. Dincklage (Spitzname: „Der Dicke Willem“) gegründet. Die beteiligten Musiker wurden aus anderen bestehenden Bands rekrutiert: Zu ihnen gehörten Peter Petrel, der Pianist Gottfried Böttger (Klavier, Akkordeon, Gesang), der zu Udo Lindenbergs Panikorchester gehörte, Lonzo (Geige) und Django Seelenmeyer (Banjo, Mandoline), die beide auch Mitglied bei Leinemann waren. Der Name der Band stammt von Udo Lindenberg. Später gehörten auch Berry Sarluis (bekannt als Begleitpianist von Karl Dall auf Fernseh- und Theaterbühnen), Charly Krüger und Werner Böhm dazu. Die genannten Musiker gehörten damals der Hamburger Szene an und wohnten teilweise auch zusammen in der Wohngemeinschaft der „Villa Kunterbunt

1974

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Gründung: Die Rentnerband wurde 1974 in Hamburg nach einer Idee von Ewald Lütge und Wilken F. Dincklage (Spitzname: „Der Dicke Willem“) gegründet. Die beteiligten Musiker wurden aus anderen bestehenden Bands rekrutiert: Zu ihnen gehörten Peter Petrel, der Pianist Gottfried Böttger (Klavier, Akkordeon, Gesang), der zu Udo Lindenbergs Panikorchester gehörte, Lonzo (Geige) und Django Seelenmeyer (Banjo, Mandoline), die beide auch Mitglied bei Leinemann waren. Der Name der Band stammt von Udo Lindenberg. Später gehörten auch Berry Sarluis (bekannt als Begleitpianist von Karl Dall auf Fernseh- und Theaterbühnen), Charly Krüger und Werner Böhm dazu. Die genannten Musiker gehörten damals der Hamburger Szene an und wohnten teilweise auch zusammen in der Wohngemeinschaft der „Villa Kunterbunt

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

1999

Auszeichnungen:
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Deutscher Comedypreis Ehrenpreis für sein Lebenswerk

1993

Rundfunk, Film & Fernsehen

2014

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Film: Notruf Hafenkante (Episode: Rufis WG)

2012

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Film: Notruf Hafenkante (Episode: Lügen und Geheimnisse)

2011

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Film: Großstadtrevier (Episode: 5 nach 12)

2008

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Film: African Race -Die verrückte Jagd nach dem Marakunda ist eine deutsche Komödie aus dem Jahr 2008. Er ist der vierte Teil der Crazy Race-Reihe. Der Fernsehfilm wurde am 1. Januar 2008 auf RTL ausgestrahlt.

Stab:
Regie: Axel Sand
Drehbuch: Günter Knarr Philipp Weinges
Produktion: Philipp Weinges
Musik: Jaro Messerschmidt Nik Reich

Besetzung: Jan Sosniok, Mirja Boes, Eralp Uzun, Ruth Moschner, Katy Karrenbauer, Ande Werner, Lars Niedereichholz, Herbert Feuerstein, Ottfried Fischer, Paul Panzer, Dirk Bach, Jaymes Butler, Mike Krüger, Karl Dall

2006

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Film: Rotkäppchen – Wege zum Glück

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