Karl Dietz Verlag Berlin

Messestand in Leipzig, 1951
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Der Karl Dietz Verlag Berlin wurde 1946 gegründet und ging aus den Verlagen Neuer Weg und Vorwärts hervor. Er nannte sich zu Beginn J. H. W. Dietz Nachf. GmbH. Später wurde er auf Grund eines Rechtsstreits lange Jahre als Dietz Verlag geführt. Seit dem 1. Januar 1999 trägt der Verlag den Namen Karl Dietz Verlag Berlin GmbH. Wichtige Werkausgaben des Verlags sind die Marx-Engels-Werke und die Schriften von Rosa Luxemburg. Früher wurde auch Lenin verlegt. Verlagssitz ist das Verlagsgebäude Neues Deutschland.



Geschichte




Am 18. Juni 1946 wurde der Verlag J. H. W. Dietz Nachfolger von Alfred Oelßner und Richard Weimann im Auftrag der SED gegründet, um an den von Johann Heinrich Wilhelm Dietz zum Jahreswechsel 1881/1882 im Auftrag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands gegründeten Dietz-Verlag anzuknüpfen. Diesen Privatmann und SPD - Angehörigen hatte die Partei zum Schein mit der Führung des Parteiverlages unter seinem Namen beauftragt, da es der SPD in der Zeit der Sozialistenverfolgung unter Bismarck nicht möglich war, eigene Verlage zu besitzen. Dietz verlegte im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts Bücher von deutschen Autoren der Arbeiterbewegung wie Karl Marx, Rosa Luxemburg, Wilhelm Liebknecht und Friedrich Engels und vielen anderen.Der Politiker Kurt Schumacher legte daraufhin für die SPD gegen diesen Verlagsnamen Einspruch ein, da man den traditionsreichen sozialdemokratischen Verlagsnamen von der SED widerrechtlich angeeignet sah. Das Registergericht lehnte dreimal eine Eintragung des Verlages aufgrund der Regelung ab, dass bei Neugründungen nicht der Name eines Nichtgesellschafters genutzt werden darf. Deshalb gründete die SED am 19. August 1947 mit Karl Dietz, dem Verlagsleiter des Greifenverlages zu Rudolstadt, als Gesellschafter die Dietz Verlag GmbH mit Sitz in Berlin. Verlagsleiter waren Fritz Schälike (1946–1962) und Günter Hennig (1962–1990). Im Dietz-Verlag erschienen die wichtigsten ideologischen Werke der SED, die Werke von Karl Marx und Friedrich Engels (MEW), Lenin und das SED-Theorieorgan Einheit.Nach der deutschen Wiedervereinigung klagten die PDS und der Dietz Verlag beim Verwaltungsgericht Berlin gegen die Liquidation des Verlags und für eine Entlassung aus der Treuhandanstalt, die daraufhin am 28. Februar 1994 erfolgte. Auf Grund der Entscheidung des Verwaltungsgerichts war die PDS Hauptgesellschafterin des Verlages. Am 22. April 1997 kam es erneut zu einer Klage wegen der Verwechslungsgefahr mit dem SPD-nahen Verlag J. H. W. Dietz Nachfolger GmbH Bonn. Im Jahr 1998 einigte man sich darauf, dass der Name Karl – von Karl Dietz – in den Namen des Berliner Verlages aufgenommen wurde, sodass der Name des Verlages ab diesem Zeitpunkt Karl Dietz Verlag Berlin lautet....

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Geboren & Gestorben

Gestorben:
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Karl Dietz stirbt in Rudolstadt. Karl Dietz war ein deutscher Verleger. Er war Verlagsleiter des Greifenverlags und Namensgeber des Karl-Dietz-Verlags in Berlin.
Geboren:
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Günter Hennig wird in Markranstädt geboren. Günter Hennig ist ein ehemaliger deutscher Verlagsleiter. Er leitete den SED-eigenen Dietz Verlag.
Geboren:
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Gabriele Stammberger wird in Berlin geboren. Gabriele Stammberger war eine deutsche Kommunistin und Lektorin im Dietz Verlag der DDR.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1995

Werk:
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„Von den Anfängen. Eine illustrierte Chronik der PDS 1989-1994“, Dietz Verlag Berlin (ISBN 3-320-01880-9) (Frank Schumann (Verleger))

1961

Veröffentlichung:
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Planung der Forschung, Mitautor Peter Adolf Thießen, Karl Dietz Verlag Berlin (Helmut Sandig)

1958

Werk:
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? Heinz Abraham: Zu einigen aktuellen Fragen des Kampfes der Kommunistischen Partei der Sowjetunion in der Übergangsperiode (1921–1924). Dietz Verlag, Berlin

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