Karl Waechter

Karl Leonhard Waechter (* 1840 in Stettin; † 22. Mai 1913 in Berlin-Charlottenburg) war ein deutscher Bauingenieur, Bauunternehmer sowie Gründer zahlreicher Eisenbahngesellschaften, insbesondere von Klein- und Nebenbahnen. Waechter führte die Titel „Königlich Preußischer Regierungsbaumeister“ und „Herzoglich Anhaltischer Baurat“.



Leben und Wirken




Karl Waechter wuchs in seiner Geburtsstadt Stettin auf, wo er am dortigen Marienstiftsgymnasium das Abitur bestand. Auf der Königlichen Bauakademie in Berlin legte er als einer der jüngsten Absolventen die Prüfung zum Baumeister ab. 1867 erhielt Karl Waechter in der Kategorie Ingenieurwesen im Wasser-, Eisenbahn und Maschinenbau den Schinkelpreis für seinen Entwurf einer Eisenbahnbrücke über den Rhein bei Düsseldorf. Das Preisgeld nutzte er zu mehreren Studienreisen nach England.Seiner kurzen Tätigkeit in Staatsdiensten beim Bau der Eifelbahn folgte die Betreuung von Bahnprojekten in Rumänien, um danach Direktor der Berliner Nord-Eisenbahn-Gesellschaft zu werden. Aufgrund deren Verstaatlichung 1875 wechselte er in die Tiefbaufirma R. Schneider. Unter seiner Leitung wurden umfangreiche Eisenbahn- und Hafenbauten ausgeführt. Auch am Bau der Berliner Stadtbahn (ab 1875) und Ringbahn (bis 1877) war er mit der Übernahme umfangreicher Bauausführungen beteiligt.Nachdem er sich bereits in Hannover als Teilhaber und Mitarbeiter der Firma Wilhelm Hostmann & Co. mit dem Bau und Betrieb von Gruben- und Anschlussbahnen sowie schmalspurigen Eisenbahnen beschäftigt hatte, gründete Karl Waechter 1885 in Berlin mit dem Tiefbauunternehmer Carl Hubert Vering aus Hannover die Eisenbahn-Bau- und Betriebsgesellschaft Vering & Waechter. Das 1892 in Preußen erlassene Kleinbahngesetz eröffnete dem Unternehmen, das 1897 seit Carl Verings Tod von Karl Waechter weitergeführt wurde, ein breites Betätigungsfeld. Waechter finanzierte und errichtete im gesamten Deutschen Kaiserreich zahlreiche schmal- und normalspurige Kleinbahnen, Straßenbahnen und Eisenbahnen des regionalen und lokalen Verkehrs.Karl Waechter war mit Maria Johanna Elisabeth, geborene Schneider verheiratet. Er verstarb im Alter von 72 Jahren am 22. Mai 1913 um 11 Uhr vormittags in seiner Wohnung am Kaiserdamm 77 in Berlin-Charlottenburg. Zeitgenössische Nachrufe würdigen neben seinen Verdiensten für das Klein- und Nebenbahnwesen Deutschlands seine große Bescheidenheit, seine „tiefe, nicht zu erschöpfende Herzensgüte“ und sein „daraus entspringendes Wohlwollen gegenüber Mitarbeitern und Untergebenen“....

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verbliebenes Werk

1902

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Nebenbahn Rosheim–Ottrott–St. Nabor im französischen Département Bas-Rhin

1900

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Vorwohle-Emmerthaler Eisenbahn in Niedersachsen

Geboren & Gestorben

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Gestorben: Karl Waechter stirbt in Berlin-Charlottenburg. Karl Leonhard Waechter war ein deutscher Bauingenieur, Bauunternehmer sowie Gründer zahlreicher Eisenbahngesellschaften, insbesondere von Klein- und Nebenbahnen. Waechter führte die Titel „Königlich Preußischer Regierungsbaumeister“ und „Herzoglich Anhaltischer Baurat“.

1840

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Geboren: Karl Waechter wird in Stettin geboren. Karl Leonhard Waechter war ein deutscher Bauingenieur, Bauunternehmer sowie Gründer zahlreicher Eisenbahngesellschaften, insbesondere von Klein- und Nebenbahnen. Waechter führte die Titel „Königlich Preußischer Regierungsbaumeister“ und „Herzoglich Anhaltischer Baurat“.

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

1867

Ehrung:
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Schinkelpreis (Eisenbahnbrücke über den Rhein bei Düsseldorf)

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