Karlheinz Deschner

Karlheinz Deschner (rechts) im Jahr 2007 gemeinsam mit Rolf Heinrich

Karlheinz Deschner, eigentlich Karl Heinrich Leopold Deschner (geboren 23. Mai 1924 in Bamberg; gestorben 8. April 2014 in Haßfurt), war ein deutscher Schriftsteller, der vor allem durch seine religions- und kirchenkritischen Werke bekannt wurde.



Leben




Karlheinz Deschner wuchs als Sohn eines katholischen Vaters und einer später zur katholischen Kirche konvertierten protestantischen Mutter auf. Er besuchte die Grundschule in Trossenfurt, dann das Franziskanerseminar in Dettelbach (wobei er zeitweise im Franziskanerkloster logierte) und zuletzt das Gymnasium als Internatsschüler bei Karmelitern und Englischen Fräulein in Bamberg. Im März 1942 bestand er die Reifeprüfung. Wie seine ganze Klasse meldete er sich sofort als Kriegsfreiwilliger und war – mehrmals verwundet – bis zur Kapitulation Soldat, zuletzt Fallschirmjäger.Nach seinem Dienst als Soldat im Zweiten Weltkrieg studierte er 1946/47 an der Philosophisch-theologischen Hochschule in Bamberg, schließlich von 1947 bis 1951 an der Universität Würzburg. Er hörte unter anderem Vorlesungen über Literaturwissenschaft, Rechtswissenschaften, Philosophie, Theologie und Geschichte. 1951 wurde er mit der Arbeit Lenaus metaphysische Verzweiflung und ihr lyrischer Ausdruckpromoviert.Er heiratete 1951 seine Lebensgefährtin, die geschiedene Elfi Tuch. Aus dieser Ehe gingen drei Kinder (* 1951; * 1958; * 2. Februar 1959, † 20. Oktober 1984) hervor. Die katholische Kirche stellte öffentlich die Exkommunikation des Ehepaars wegen ihrer ungültigen Verbindung fest. Diese wurde vom damaligen Bischof von Würzburg, Julius Döpfner, ausgesprochen. Deschner hatte bis dahin nichts Kirchen- oder Religionskritisches publiziert. Er betrieb Anfang der 1950er Jahre intensive literarische Studien. Die Philosophen Friedrich Nietzsche, Immanuel Kant und Arthur Schopenhauer prägten sein Denken.Im Jahr 1956 veröffentlichte Deschner im Alter von 32 Jahren mit dem Roman Die Nacht steht um mein Haus sein erstes Buch. Im Folgejahr präsentierte er das Buch Was halten Sie vom Christentum? (1957), in dem er Beiträge von Zeitgenossen wie Hermann Kesten, Heinrich Böll, Arno Schmidt, Max Brod, Arnold Zweig und anderen zusammenfasste und das als sein erstes kirchenkritisches Werk gilt.Noch im gleichen Jahr erschien der literaturkritische Band Kitsch, Konvention und Kunst (1957), im Jahr 1958 dann der Roman Florenz ohne Sonne....

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Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

1990

Werk > Als Herausgeber:
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Woran ich glaube. Gütersloher Verlagshaus Mohn, Gütersloh

1977

Werk > Als Herausgeber:
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Warum ich Christ/Atheist/Agnostiker bin. Kiepenheuer & Witsch, Köln

1971

Werk > Als Herausgeber:
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Der manipulierte Glaube. Eine Kritik der christlichen Dogmen. Kindler, München

1970

Werk > Als Herausgeber:
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Warum ich aus der Kirche ausgetreten bin. Kindler, München

1970

Werk > Als Herausgeber:
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Kirche und Krieg. Der christliche Weg zum Ewigen Leben. Günther, Stuttgart

Geboren & Gestorben

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Gestorben: Karlheinz Deschner stirbt in Haßfurt. Karlheinz Deschner war ein deutscher Schriftsteller und Religions- und Kirchenkritiker. Zu seinen Werken zählen Abermals krähte der Hahn (1962) und die 2013 mit dem zehnten Band fertiggestellte Kriminalgeschichte des Christentums.
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Geboren: Karlheinz Deschner wird in Bamberg geboren. Karlheinz Deschner war ein deutscher Schriftsteller und Religions- und Kirchenkritiker. Zu seinen Werken zählen Abermals krähte der Hahn (1962) und die 2013 mit dem zehnten Band fertiggestellte Kriminalgeschichte des Christentums.

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Karlheinz Deschner starb im Alter von 89 Jahren. Karlheinz Deschner wäre heute 93 Jahre alt. Karlheinz Deschner war im Sternzeichen Zwilling geboren.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1968

Werk > Sachbücher:
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Kirche und Faschismus. Jugenddienst-Verlag, Wuppertal

1964

Werk > Sachbücher:
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Talente, Dichter, Dilettanten. Überschätzte und unterschätzte Werke in der deutschen Gegenwart. Limes, Wiesbaden

1958

Werk > Literarisches Werk:
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Florenz ohne Sonne. Roman. List, München

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