Karolinger

Karolinger ist der auf Karl Martell zurückgehende Hausname des Herrschergeschlechts der westgermanischen Franken, das ab 751 im Frankenreich die Königswürde innehatte. Sein berühmtester Vertreter war Karl der Große, von dem die späteren karolingischen Herrscher abstammten. Nach der Teilung des Karolingerreichs im Jahr 843 regierten die Karolinger im Ostfrankenreich bis zu ihrem dortigen Aussterben im Jahr 911, im Westfrankenreich mit zwei Unterbrechungen bis zum Dynastiewechsel von 987, der die Kapetinger an die Macht brachte. Im Herzogtum Niederlothringen herrschte noch bis ins frühe 11. Jahrhundert ein Seitenzweig der westfränkischen Karolinger. Mit diesem starb das Karolingergeschlecht im Mannesstamm aus (wenn man nur die nachfolgeberechtigten ehelichen Söhne berücksichtigt). Nicht thronfähige Nachkommen unehelicher Kinder der karolingischen Herrscher sowie Nachkommen Karls des Großen in weiblicher Linie existieren jedoch in großer Zahl.

mehr zu "Karolinger" in der Wikipedia: Karolinger

Geboren & Gestorben

thumbnail
Gestorben: Otto Müller (Konservator) stirbt in Michelstadt. Otto Müller war ein deutscher Kunsthistoriker, Konservator und Schriftsteller, der sich vornehmlich mit karolingischen Bau- und Kunstwerken befasste.

1939

thumbnail
Geboren: Bernard Bachrach wird in der Bronx, New York City geboren. Bernard S. Bachrach ist ein US-amerikanischer Mittelalterhistoriker. Er ist Professor an der University of Minnesota. Er gilt als Experte für Militärgeschichte der Merowinger und Karolinger.
thumbnail
Geboren: Otto Müller (Konservator) wird in Michelstadt geboren. Otto Müller war ein deutscher Kunsthistoriker, Konservator und Schriftsteller, der sich vornehmlich mit karolingischen Bau- und Kunstwerken befasste.
thumbnail
Gestorben: Hugo Capet stirbt in Les Juifs bei Chartres. Hugo Capet war ein König der Franken von 987 bis 996. Zuvor war er von 960 bis zu seinem Regierungsbeginn Herzog von Franzien (Dux Francorum) gewesen. Er führte im Westfrankenreich einen Dynastiewechsel herbei; das Königsgeschlecht der Karolinger wurde durch eine neue Dynastie ersetzt, die später nach Hugos Beinamen die Bezeichnung Kapetinger erhielt. Alle späteren französischen Könige und zahlreiche weitere europäische Herrschergeschlechter und Adelsfamilien waren Nachkommen Hugo Capets in direkter männlicher Linie. Zu den Nebenzweigen der Kapetinger gehörten die Valois, die Bourbonen und das Haus Orléans. Die Herrschaft der als „Haus Frankreich“ bezeichneten Nachkommen Hugo Capets wurde erst durch die Februarrevolution 1848 endgültig beendet.
thumbnail
Gestorben: Ludwig V. (Frankreich) stirbt. Ludwig V. war König von Frankreich von 986 bis 987. Er erhielt den Beinamen „der Nichtstuer“ (lateinisch qui nihil fecit, französisch le Fainéant), der sich aber nicht auf Passivität bezog (in Wirklichkeit war Ludwig ein rühriger Herrscher), sondern darauf, dass er in seiner kurzen Regierungszeit von 14 Monaten nicht viel erreichen konnte. Er war der letzte König aus dem Geschlecht der Karolinger.

Politik & Weltgeschehen

768 n. Chr.

thumbnail
Vor Ostern: Pippin der Jüngere, König des Frankenreiches, unterwirft das Herzogtum Aquitanien, das in der Folge direkt von den Karolingern verwaltet wird

Religion

781 n. Chr.

thumbnail
Der KarolingerAdalhard, Enkel Karl Martells, wird Abt von Corbie.

752 n. Chr.

thumbnail
Papst Zacharias übereignet dem fränkischen König Pippin die angeblichen Sandalen Christi. Pippin bewahrt sie im neu gegründeten karolingischenHauskloster Prüm auf, wo sie sich bis heute befinden.

723 n. Chr.

thumbnail
Der KarolingerHugo von Champagne wird Bischof von Bayeux.

Grafen von Tours

828 n. Chr.

thumbnail
Hugo (*um 780, ??? 20. Oktober 837) (Etichonen), Graf von Tours, Schwiegervater des Kaisers Lothar I. , abgesetzt (Grafschaft Tours)

Äbtissinnen des Klosters

887 n. Chr.

thumbnail
887 bis 907 Gisela (auch Gisla; ??? 907), Tochter Lothars II., auch Äbtissin von Fosses (Kloster Nivelles)

Gründungen, Ersturkundliche Erwähnungen & Auflösungen

904 n. Chr.

Ersturkundliche Erwähnungen:
thumbnail
Erwähnung der Stadt Mettmann in einer Urkunde des KarolingerkönigsLudwig IV. unter dem Namen Medamana.

Ostfrankenreich

919 n. Chr.

thumbnail
Herzog Heinrich I. von Sachsen, Sohn und Nachfolger Ottos des Erlauchten, wird am 12. Mai in Fritzlar von den Franken, Sachsen und Thüringern zum König des Deutschen Reiches (Regnum theutonicum) gewählt und folgt damit auf den verstorbenen König Konrad I. von Ostfranken. Herzog Arnulf I. der Böse von Bayern kandidiert bei der Königswahl in Fritzlar vergeblich gegen Heinrich I. und fügt sich (vorerst) der Wahlentscheidung. Herzog Burchard II. von Schwaben, dessen Herzogtum von König Konrad I. nicht anerkannt worden ist, bleibt der Königswahl in Fritzlar fern. Er verfolgt eine eigenständige Territorialpolitik gegenüber dem Königreich Burgund. Herzog Giselbert I. von Lothringen, der am Erbkönigtum der Karolinger festhalten will, bleibt der Königswahl durch ein Wahlkönigtum fern.

Europa

936 n. Chr.

thumbnail
König Heinrich I. lässt auf dem Hoftag von Erfurt seinen Sohn Otto I. als Nachfolger anerkennen. Nach seinem Tod (2. Juli) wird Otto am 7. August in der alten Kaiserpfalz Aachen von den Erzbischöfen von Köln und Mainz gekrönt und gesalbt und lässt die Herzöge in den karolingischen Hofämtern fungieren (Marschall, Kämmerer, Truchsess, Mundschenk). Er gründet neben der Ostmark die Nordmark (Nordelbien) und belehnt damit Hermann Billung. Die Witwe, Königin Mathilde, gründet bei Quedlinburg das Kanonissenstift St. Servatius.

790 n. Chr.

thumbnail
Errichtung der karolingischenPfalz Salz im Grabfeld.

788 n. Chr.

thumbnail
Reichstag in Ingelheim: Karl der Große setzt Herzog Tassilo III. ab und hebt das Herzogtum Baiern auf. Tassilo wird in die Abtei Jumièges verbannt. Baiern wird durch fränkische Grafen verwaltet, das agilolfingische Herzogsgut eingezogen und in karolingisches Königsgut umgewandelt.
thumbnail
Taufe Widukinds in der karolingischenKönigspfalz Attigny, nachdem er vorher vor den Franken kapituliert hat.
thumbnail
Pippin der Jüngere wird in der Basilika Saint-Denis zum zweiten Mal gesalbt (s. 751), mit ihm auch seine Söhne Karlmann und Karl (der Große). Der Papst erklärt, die fränkische Krone dürfe nur innerhalb der Karolinger-Dynastie vergeben werden.

"Karolinger" in den Nachrichten