Kaspisches Meer

Kaspisches Meer
Satellitenaufnahme des Kaspischen Meeres
Satellitenaufnahme des Kaspischen Meeres
Geographische LageAserbaidschan, Kasachstan, Iran, Russland, Turkmenistan
ZuflsseWolga, Ural, Kura, Terek
Abflussabflusslos
Stdte am UferAktau, Astrachan, Baku, Bandar Anzali, Machatschkala, Ramsar, Trkmenba?y
Daten
Koordinaten41N, 51OKoordinaten:41N, 51O
Tiefe unter Meeresspiegel28m unter dem Meeresspiegel
Flche386.400kmdep1f5
Lnge1200kmf6
Breite435kmf7
Volumen78.700kmdep1f8
Maximale Tiefe995m, Seegrund 1023m unter dem Meeresspiegelf10
Mittlere Tiefe184mf11

Besonderheiten

größter See der Erde,zweittiefste natürliche Depression,Erdölförderung, fischreich

Das Kaspische Meer (auch Kaspisee, aserbaidschanisch Xəzər dənizi, kasachisch Каспий теңізі, persisch دریای خزر / دریای مازندران, russisch Каспийское море, turkmenisch Kaspi deňzi) ist der größte See der Erde. Der Salzsee liegt in West-Asien und im äußersten Osteuropa ohne natürliche Verbindung zu den Ozeanen innerhalb der großen Aralo-Kaspischen Niederung. Im Norden grenzt es an Russland und Kasachstan, im Osten an Turkmenistan, im Süden an den Iran und im Westen an Aserbaidschan.



Inhaltsverzeichnis



Vlkerrechtlicher Status[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anrainerstaaten des Kaspischen Meeres
Bild: Doron

Der internationale Status des Kaspischen Meeres ist bis heute nicht endgültig geklärt. Deshalb wurde von den Anrainerstaaten, Aserbaidschan, Iran, Kasachstan, Russland und Turkmenistan 1992 die Kooperationsgemeinschaft Kaspischer Staaten gegründet. Ziel ist ein Abkommen zum Schutze und zur Nutzung des Kaspischen Meeres.

Vor diesem Schritt gab es nur zwei gültige Verträge aus den Jahren 1921 und 1940 zwischen dem Iran und der Sowjetunion zur Regelung der Schifffahrt und der Fischerei. In ihnen wurde das Kaspische Meer als Binnengewässer mit dem Recht der gemeinsamen Nutzung definiert.

Die neuen Anrainer Aserbaidschan, Kasachstan und Turkmenistan sehen darin für sich eine Benachteiligung und möchten, dass das Kaspische Meer als internationales Gewässer behandelt wird. Hintergrund dieser Forderungen sind vor allem die Förderrechte für Erdöl und Erdgas.

Käme es zu jenem Status, den Russland und der Iran favorisieren, würde es zu einer Aufteilung der Bodenschätze unter den Anrainern zu gleichen Teilen kommen. Käme jedoch – entsprechend der überwiegenden Meinung der Völkerrechtler – das internationale Seerechtsabkommen von 1994 zur Geltung, hätte jeder Anrainer das alleinige Recht der Ausbeutung seiner Zone. Unterstützung finden die drei neuen Anrainerstaaten durch die westlichen Staaten und deren Mineralölkonzerne, die keine Beteiligung Russlands oder des Irans möchten. Die Staaten konnten sich bis heute nicht einigen, bei der Erschließung neuer Erdölfelder sind sich die neuen Staaten mittlerweile auch nicht mehr einig.



Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bathymetrische Karte (1863, Tiefen in Saschen)
Bild: Doron

Das Kaspische Meer, das in einer weitläufigen und bis zu 1.023 m tiefen natürlichen Depression liegt, befindet sich unter anderem zwischen dem trockenliegenden Teil der großen Kaspischen Senke im Norden, der Kasachensteppe im Nordosten, dem großen Tiefland von Turan im Osten, dem Elburs im Süden und dem Kaukasus im Westen. Aserbaidschan (Küstenlänge: ca. 800 km), Iran (Küstenlänge: 750 km), Kasachstan (Küstenlänge: 1894 km), Russland (Küstenlänge: ca. 960 km) und Turkmenistan (Küstenlänge: 1768 km) grenzen daran.

Das Kaspische Meer ist – je nach Definition – Teil der Grenze von Europa und Asien und zerteilt somit Eurasien in zwei Kontinente.

Zum Verlauf dieser Grenze der ineinander übergehenden Erdteile siehe unter innereurasische Grenze.

Die Fläche des Kaspischen Meeres beträgt 386.400 km², damit ist es die größte von Land umschlossene Wasserfläche der Erde beziehungsweise deren größter See. Die Fläche des Kaspischen Meeres entspricht ungefähr der Fläche von Deutschland und Belgien oder auch der Ostsee ohne das Kattegat. Seine Nord-Süd-Ausdehnung beträgt 1200 km, seine West-Ost-Ausdehnung umfasst 435 km (im Mittel 300 km). Während der große Nordteil im Mittel nur etwa 6 m tief ist, beträgt seine tiefste Stelle im Süden 995 m. Weil seine Wasseroberfläche 28 m unter dem Meeresspiegel liegt, befindet sich dieses Tiefenmaximum 1023 m unter dem Meeresspiegel und ist damit die zweittiefste natürliche Depression der Erde nach dem Baikalsee, dessen Seegrund sich 1182 m unter dem Meeresspiegel befindet.

Das Kaspische Meer besitzt keine natürliche Verbindung zu den Ozeanen. Es ist damit ein See und trägt die Bezeichnung „Meer“ nur aufgrund seiner Größe und des Salzgehalts des Wassers. Ein früher geläufiger Name war Kaspisee. Über die Wolga, den Wolga-Don-Kanal und den Don besteht aber eine schiffbare Verbindung über das Asowsche Meer zum Schwarzen Meer, über die Wolga, den Wolga-Ostsee-Kanal, Onegasee und die Newa zur Ostsee und vom Onegasee abzweigend über den Weißmeer-Ostsee-Kanal zum Weißen Meer.

Siehe auch: Hyrcanischer Wald

Entstehungsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kaspische Meer ist wie das Schwarze Meer und der Aralsee ein Rest der Paratethys, eines Binnenmeeres, das sich während des Oligozäns und des Großteils des Neogens von Westeuropa bis nach Zentralasien erstreckte. Gegen Ende des Miozäns bildete sich eine Grenze zum Schwarzen Meer heraus, seit Beginn des Pliozäns kam es zu einer Serie von starken Wasserstandsschwankungen, wodurch die Größe stark variierte. Bei niedrigem Wasserstand schrumpfte das Kaspische Meer auf einen See in den tiefsten Bereichen im Süden, in Zeiten hohen Wasserstandes kam es zu Wiedervereinigungen mit dem Schwarzen Meer. Zum bisher letzten Mal geschah dies zu Ende der Eiszeiten, als die Eismassen der sibirischen Gletscher abtauten und die Manytschniederung geflutet wurde. In Richtung Osten entstand in der Aralo-Kaspischen Niederung eine Verbindung zum Aralsee.

Eine direkte Verbindung zum Ozean bestand nie, da das Schwarze Meer zum Zeitpunkt seiner Verbindung mit dem Kaspischen Meer nach gängiger Lehrmeinung vom Mittelmeer getrennt war.

Paläogeographie der westlichen Tethys-Region und ihrer Umgebung während des Oligozäns. Die Paratethys endete in Südeuropa und wurde durch das Mittelmeer ersetzt, ferner sieht man die Umrisse des Schwarzen Meeres, des Kaspischen Meeres und des Aralsees.
Bild: Doron

nderungen im Wasserspiegel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im 20. Jahrhundert ging die Wasserfläche von Anfang der 1930er Jahre bis in die 1980er Jahre dramatisch zurück; zu Beginn dieses Zeitraums soll die Seefläche etwa 420.000 km² groß gewesen sein. Das Absinken des Seespiegels vollzog sich vor allem in den Jahren 1930–1941 und 1970–1977 mit einer Geschwindigkeit von 16 beziehungsweise 14 cm pro Jahr, insgesamt um rund drei Meter, seit Beginn der Aufzeichnungen und seinem vorläufigen Höchststand 1896 sogar um 3,5 m. Die Wassermassen, die dem See durch die Wolga, den Ural und die Kura zugeführt wurden, reichten damals nicht aus, um seinen Wasserinhalt aufrechtzuerhalten; die Wasserentnahme zu Bewässerungszwecken war an seinen wenigen Zuflüssen enorm groß und die Verdunstung, die auf der riesigen Wasserfläche entstand, ließ seinen Inhalt und damit seine Größe ständig schrumpfen. Mitverantwortlich war auch der Bau der großen Wolga-Staustufen, welche die Verdunstungsfläche der Wolga vergrößerten, so dass die Wolga als Hauptzufluss weniger Wasser einspeisen konnte.

Die Kara-Bogas-Bucht, eine ehemals sehr flache, aber große östliche Ausbuchtung des Kaspischen Meeres, wurde 1980 an der schmalsten Verbindungsstelle durch einen Damm abgeriegelt, weil in diesem trockenen, heißen Gebiet die Verdunstung besonders hoch war. Nach dem Dammbau kam es zur völligen Austrocknung der Lagune und zur Umwandlung in eine für die Umwelt gefährliche Salzwüste. Da der Einbau von Schleusen in den Jahren 1985–1991 die Situation nicht wesentlich verbesserte, wurde der Damm 1992 beseitigt.

Zwischen 1978 und 1994 stieg der Seespiegel anhaltend und intensiv mit einer jährlichen Rate von 14 cm bis 40 cm an. Das führte in dieser Zeit zu weiträumigen Überschwemmungen des Festlandes in einer Breite von 5–25 km und über eine Länge von 1500 km. Dadurch wurden 2 Millionen Hektar Land überflutet. Der Schaden wurde mit rd. 12 Mrd. US-$ beziffert, eine Million Menschen waren betroffen.

Strand bei Chezer Schahr (Provinz Māzandarān, Iran)
Bild: Doron
Das Kaspische Meer bei Baku (Aserbaidschan)
Bild: Doron
Das Kaspische Meer in der Provinz Māzandarān (Iran)
Bild: Doron
Das Kaspische Meer bei Ramsar (Iran). Reste von Sichtschutzwänden, die die Strände zwischen Männern und Frauen abteilten.
Bild: Doron
Das Kaspische Meer bei Türkmenbaşy (Turkmenistan)
Bild: Doron

Der Anstieg des Wasserspiegels um über zweieinhalb Meter führte 1995 zu einem vorläufigen Maximum und stagniert seither, von geringen Änderungen abgesehen. Die Ursachen für die starken Schwankungen werden vielfach diskutiert. Die wahrscheinlichste Erklärung liegt in Änderungen der Wasserbilanz. Sie wird maßgeblich beeinflusst von der Wolga (sie ist für etwa 80 Prozent des Wasserfluss verantwortlich) und von den ausgedehnten Verdunstungsflächen v.a. im Norden und in der Kara-Bogas-Bucht. Die statistisch signifikante Korrelation mit säkularen Veränderungen in der Entwässerung durch die Wolga wurde 1994 durch Rodionov untersucht. Die Wasserbilanz wird von zahlreichen weiteren Ursachen beeinflusst, die in den letzten 2500 Jahren für Schwankungen bis zu sechs Metern verantwortlich waren. Für Ramiz M. Mammedov vom geografischen Institut der Akademie der Wissenschaften in Baku ist klar, dass von den drei Faktoren Geologie, Mensch, Klima der Faktor Klima die wichtigste Rolle spielt. Saisonale Pegelschwankungen von rund 40 cm werden in der Untersuchung der langfristigen Auswirkungen nicht einberechnet, sind aber bei der kurzfristigen Gefährdung küstennaher Industrieanlagen erheblich. Als weitere Faktoren zur Entwicklung der Wasserbilanz und ihren weiteren Auswirkungen werden genannt:

  • die Wasserentnahme durch den Menschen ist eher gering. Sie kann das Absinken des Meeresspiegels in den 70er Jahren erklren, nicht jedoch den uerst schnellen Anstieg danach
  • Klimavernderungen sind fr den Rckgang des Pegels in den 1930er Jahren verantwortlich. Sie seien ?eindeutig auf einen Rckgang der Winterniederschlge und die damit verbundene reduzierte Wassermenge der Wolga zurckzufhren?. Bei den Niederschlgen seien der relativ geringe direkte Eintrag ins Meer von klimatischen Einflssen durch die Niederschlge im Einzugsgebiet aller Zuflsse, hauptschlich der Wolga, zu unterscheiden; der momentane Klimawandel bereite deshalb Grund zur Sorge, seine Auswirkungen auf das Kaspische Meer seien noch nicht hinreichend erforscht
  • die langfristigen Schwankungen der Growetterlage wird durch die wechselnde Aktivitt der Sonnenflecken beeinflusst, sowie durch Luftdruckvernderungen, die globale Vernderungen der Niederschlagsmengen im Bereich der kontinentalen Zuflsse verursachen
  • die zunehmende Verschmutzung der Meeresoberflche insbesondere mit einem lfilm erschwert die Verdunstung erheblich und knne fatale Folgen fr den Wasserkreislauf haben
  • Eine Erblast aus der Sowjetzeit der 50er Jahre bis in die 1990er Jahre seien 40 Atombombentests in der Region von Astrachan; dort seien tief im Untergrund Kavernen mit ?riesigen? Wasservorrten geffnet worden, die sich ins Kaspische Meer entleeren. Die Daten zu den bisherigen und noch zu erwartenden Wassermengen sind noch immer geheim
  • die Plattenverschiebung in einer tektonisch aktiven Region, allerdings sei der Einfluss der Morphologie des Meeresbodens infolge eines Erdbebens von 10 bis 15 Prozent durch die horizontale Richtung sehr gering

Der Anstieg des Wasserspiegels hat die Anrainerstaaten vor die Notwendigkeit gestellt, die Siedlungen und Industrieanlagen in den überfluteten Gebieten zu schützen. Bedroht sind insbesondere die Gebiete intensiver Erdöl- und Erdgasförderung und die Industriedeponien mit Gefahrgut. Die Voraussage von 2002, die bis 2010 einen weiteren Anstieg um 2,30 m voraussagte, ist offensichtlich nicht eingetreten. Russische Hydrometeorologen, die sich an bekannten Daten der Klimageschichte orientieren, prognostizierten einen Anstieg bis 2050 um 4,5 bis 5 Meter, das würde fast die halbe Landesfläche Aserbaidschans betreffen. Allerdings sei das Zusammenwirken der vielen verschiedenen Faktoren für verlässliche Prognosen noch nicht ausreichend erforscht.

Inseln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Kaspischen Meer befinden sich zahlreiche Inseln. Die meisten sind klein und unbesiedelt, aber es gibt auch einige besiedelte. Viele der Inseln nahe Aserbaidschan sind wegen ihrer Erdölvorkommen bedeutsam.

So hat die Bulla-Insel vor der Küste Aserbaidschans bedeutende Erdölvorkommen. Gleiches gilt für die Pirallahı-Insel. Hier fand die erste Ölbohrung im Kaspischen Meer statt und hier gab es auch einen der ersten Erdölfunde in Aserbaidschan.

Nargin, die größte Insel in der Baku-Bucht, ist ein früherer sowjetischer Militärstützpunkt. Aschūradeh liegt am östlichen Ende der Miankaleh-Halbinsel nordöstlich der Gorgan-Bucht nahe der Iranischen Küste. Aschuradeh wurde durch einen Kanal von der Halbinsel getrennt.

Verschiedene Inseln, speziell nahe Aserbaidschan, erlitten durch die Ölproduktion enorme Umweltschäden, beispielsweise Dasch Sirja, obwohl dort immer noch Robben leben.

Im Nordosten des Kaspischen Meeres liegen die Tjuleni-Inseln (Robbeninseln).

Vor der Küste Dagestans liegt die Insel Tschetschen und die Robbeninsel.

Einige Inseln liegen vor der Küste des Wolgadeltas und gehören zu Kalmückien und zur Oblast Astrachan, bzw. zum Gebiet Atyrau in Kasachstan. Die Inseln, die zu Russland gehören, liegen in der Grenzzone der Russischen Föderation und können nicht betreten werden.

Bodenschtze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter dem Seeboden befinden sich insbesondere bei Baku sehr große Reserven an Erdöl und Erdgas. Geologen vermuten zwischen 15 und 50 Milliarden Barrel Erdöl auf dem Grund und an den Küsten des Kaspischen Meeres. Optimistische Schätzungen lauten auf bis zu 100 Milliarden Barrel, die einen Wert von fünf Billionen US-Dollar verkörpern sollen.

In der Kara-Bogas-Bucht wird Salz abgebaut.

Zuflsse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den größten Zuflüssen des Kaspischen Meeres zählen

NameLnge
(km)
Einzugsgebiet
(km)
Abfluss
(m/s)
Lage
Aras1.072102.000Trkei, Armenien, Iran, Aserbaidschan
Atrak66927.300Iran, Turkmenistan
Emba71240.40017,5Kasachstan
Kuma80233.50010Russland
Kura1.364218.906575Trkei, Georgien, Aserbaidschan
Samur2137.33075Russland, Aserbaidschan
Sefid Rud *67013.450Iran
Sulak14415.200176Russland
Terek62343.200305Georgien, Russland
Ural2.428244.280297Russland, Kasachstan
Wolga3.5301.360.0008.064Russland

* Weißer Fluss, auch Sepid Rud bzw. Kisil Usen genannt

Hfen und Stdte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

NameEinwohnerLage
Aqtau0181.526Kasachstan
Astara (Aserbaidschan)0017.100Aserbaidschan
Astara (Iran)0045.935Iran
Astrachan0520.339Russland
Atyrau0196.494Kasachstan
Babolsar0053.684Iran
Baku2.181.800Aserbaidschan
Bandar Anzali0114.105Iran
Bandar-e Torkaman0049.059Iran
Derbent0119.200Russland
Fort Schewtschenko0004.888Kasachstan
Isberbasch0055.646Russland
Kaspijsk0100.129Russland
Lenkoran0048.400Aserbaidschan
Machatschkala0572.076Russland
Nouschahr0043.635Iran
Sumgait0333.600Aserbaidschan
Trkmenbaschy0073.803Turkmenistan


Fauna[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Norden, wo die beiden Hauptzuflüsse Wolga und Ural einmünden, ist der Salzgehalt nur sehr gering; in Richtung Süden, wo es kaum noch nennenswerte Zuflüsse gibt, steigt er an: Das Maximum fand sich mit über 30 % an den Salzlagerstätten in der Kara-Bogas-Bucht (Kara-Bogas-Gol) in Turkmenistan. Im Mittel beträgt der Salzgehalt 1,1 bis 1,3 % und liegt damit bei etwa einem Drittel der Konzentration in den Ozeanen.

Im Kaspischen Meer leben etwa 150 Fischarten , trotz des brackigen Wassers vor allem Süßwasserfische. Wirtschaftliche Bedeutung haben vor allem die verschiedenen Störe sowie zahlreiche zu Fischereizwecken eingeführte Fischarten. Eine kulinarische Spezialität des Kaspischen Meeres ist der Stör, von dem Kaviar gewonnen wird. Außerdem gibt es reichlich z. T. endemische Heringsverwandte und wilde Karpfen. Die Kaspische Robbe ist eine endemische Robbe des Kaspischen Meeres.

Fischarten des Kaspischen Meeres
Stre
Heringsartige
Schmerlenartige
Karpfenfische
Lachsartige
Grundeln
Barschverwandte
Sonstige


Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gundula Bahro: Die kologische Krise des kaspischen Meeres und der Kaspiregion. Seite 161 ff. mit Literaturangaben in: Ernst Giese, Gundula Bahro, Dirk Betke: Umweltzerstrungen in Trockengebieten Zentralasiens (West- und Ost-Turkestan). Ursachen, Auswirkungen, Manahmen. Franz Steiner Verlag, Stuttgart 1998.
  • V. A. Zubakov: History and Causes of Variations in the Caspian Sea Level: the Miopliocene, 7.1?1.95 Million Years Ago. In: Water Resources. 28/2001, S.249?256, ISSN0097-8078
  • H. J. Dumont: The Caspian Lake: History, biota, structure, and function. In: Limnology and Oceanography, 43(1), 1998, 44?52 (online einsehbar) (PDF; 1,3MB)
  • Zhenis Kembayev: Die Rechtslage des Kaspischen Meeres (Summary: The Legal Status of the Caspian Sea). In: Zeitschrift fr auslndisches ffentliches Recht und Vlkerrecht, 68(4), 2008, 1027-1055.
  • Igor S. Zonn, Andrey G. Kostianoy, Aleksey N. Kosarev, Michael Glantz: The Caspian Sea Encyclopedia. Springer Verlag, Berlin, Heidelberg 2010.


Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ?caspian environment programme
  2. ?Der Brockhaus von 1888 gibt die Flche noch mit 439.864 km an.
  3. ? abProjektbeschreibung caspage.citg.tudelft.nl (Webarchiv)
  4. ? abcdUwe Schulte: Ertrinkt das Kaspische Meer? Deutsche Apothekerzeitung (DAZ) 2008, Nr. 51, S. 108, 18. Dezember 2008
  5. ? abBernhard Matuschak: Kapriolen der Natur. Die Tageszeitung, 22. Juli 2002
  6. ?CRS Report for Congress (Memento vom 31. Januar 2012 im Internet Archive)
  7. ?Petru Banaescu: Zoogeography of Fresh Waters. Band 2, AULA, Wiesbaden 1992, ISBN 3-89104-482-8
  8. ?Fishspecies in Caspian Sea

Anrainerstaaten des Kaspischen MeeresBild: DoronLizenz: CC-BY-SA-3.0-migrated
Bild: Doron

Bathymetrische Karte (1863, Tiefen in Saschen)Bild: DoronLizenz: CC-BY-SA-3.0-migrated
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Paläogeographie der westlichen Tethys-Region und ihrer Umgebung während des Oligozäns. Die Paratethys endete in Südeuropa und wurde durch das Mittelmeer ersetzt, ferner sieht man die Umrisse des Schwarzen Meeres, des Kaspischen Meeres und des Aralsees.Bild: DoronLizenz: CC-BY-SA-3.0-migrated
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Strand bei Chezer Schahr (Provinz Māzandarān, Iran)Bild: DoronLizenz: CC-BY-SA-3.0-migrated
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Das Kaspische Meer bei Baku (Aserbaidschan)Bild: DoronLizenz: CC-BY-SA-3.0-migrated
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Das Kaspische Meer in der Provinz Māzandarān (Iran)Bild: DoronLizenz: CC-BY-SA-3.0-migrated
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Das Kaspische Meer bei Ramsar (Iran). Reste von Sichtschutzwänden, die die Strände zwischen Männern und Frauen abteilten.Bild: DoronLizenz: CC-BY-SA-3.0-migrated
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Das Kaspische Meer bei Türkmenbaşy (Turkmenistan)Bild: DoronLizenz: CC-BY-SA-3.0-migrated
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Das Kaspische Meer (auch Kaspisee, aserbaidschanischXəzər dənizi, kasachischКаспий теңізі, persischدریای خزر / دریای مازندران, russischКаспийское море, turkmenischKaspi deňzi) ist der größte See der Erde. Der Salzsee liegt in West-Asien und im äußersten Osteuropa ohne natürliche Verbindung zu den Ozeanen innerhalb der großen Aralo-Kaspischen Niederung. Im Norden grenzt es an Russland und Kasachstan, im Osten an Turkmenistan, im Süden an den Iran und im Westen an Aserbaidschan.

mehr zu "Kaspisches Meer" in der Wikipedia: Kaspisches Meer

Geboren & Gestorben

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Geboren: Hamid Fahimi wird in Teheran geboren. Hamid Fahimi ist ein Vorderasiatischer Archäologe, der in Berlin lebt. Er ist spezialisiert auf die eisenzeitliche Kultur des zentraliranischen Hochlands sowie auf die Kultur der Südküste des Kaspischen Meeres.
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Geboren: Wassili Golowanow wird in Moskau geboren. Wassili Jaroslawowitsch Golowanow ist ein russischer Schriftsteller, Journalist und Fotograf. Seine Reportagen verbinden mit einer von Golowanow selbst so genannten "Geopoesie" Landschaftsschilderungen, Kulturgeschichte und die subjektiven Erfahrungen des Autors auf Reisen in die Steppengebiete ums Kaspische Meer, nach Ostsibirien, Kamtschatka und die früher gesperrten Gebiete der Sowjetunion.
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Gestorben: Alqas Mirza stirbt in der Festung Qahqaha bei Täbris. Alqas Mirza war ein safawidischer Prinz (Mirza) und Konkurrent seines Halbbruders Tahmasp I. Alqas Mirza war der zweite Sohn des ersten Safawidenschahs Ismail I. Seine erste militärische Erfahrung hatte er schon im Alter von zwölf Jahren 1528 bei der siegreichen Schlacht von Dscham gegen die Usbeken gemacht. Unmittelbar nach dem Tode Ismails 1524 übernahmen die Kizilbasch die Kontrolle im Staat, innerhalb der verschiedenen turkomanischen Stämme brachen Rivalitäten aus. Alqas Mirza unterstützte seinen Bruder und Thronnachfolger Tahmasp I. im folgenden Bürgerkrieg, der 1533 mit der Hinrichtung des Kizilbaschs Husayn Chans beendet wurde. 1532/33 wurde Mirza zum Statthalter von Astarabad am Kaspischen Meer ernannt, stand aber wegen seines jungen Alters noch unter der Vormundschaft von Badr Chan Ostadschlu. Später führte Alqas Mirza 1534/35 eine Streitmacht gegen die Osmanen, die die Unruhen ausgenutzt hatten und im safawidischen Aserbaidschan und Irak eingefallen waren. Wenige Jahre später wurde Alqas Mirza mit Badr Chan Ostadschlu in den Kaukasus gegen die aufständischen Schirwanschahs, die nur kurz vorher von Ismail unterworfen worden waren, geschickt und Ende 1538 selbst zum Gouverneur von Schirwan ernannt.

Osmanisches Reich

1590

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21. März: Mit einem Friedensvertrag wird der Osmanisch-Safawidische Krieg beendet. Dem Osmanischen Reich wachsen eroberte Gebiete im Kaukasus und bis zum Kaspischen Meer zu.

Politik & Weltgeschehen

Ereignisse > Politik und Weltgeschehen:
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Mit einem Friedensvertrag wird der Osmanisch-Safawidische Krieg beendet. Dem Osmanischen Reich wachsen eroberte Gebiete im Kaukasus und bis zum Kaspischen Meer zu. (21. März)

330 v. Chr.

Alexanderzug:
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August: Alexander zieht nach Osten über Hyrkanien am Kaspischen Meer, wendet sich dann aber südwärts in die Provinz Aria, wo er den dortigen Statthalter Satibarzanes besiegt und die Stadt Artacanoa erobert und als Alexandreia (heute Herat) neugründet.

Russland

1722

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ab Juli: Kombiniertes Land- und Flottenunternehmen Peters I. gegen Persien. Am 18./29. Juli verlässt die Flotte Astrachan. Als ein Sturm die Versorgungsschiffe vernichtet, kehrt das Hauptheer im Oktober nach Astrachan zurück, ein Kommandounternehmen fährt zum Südufer des Kaspischen Meeres und erobert im Dezember 1722 Rascht.

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