Kastilien

Kastilien (spanischCastilla) ist eine auf der zentralen Hochebene Spaniens gelegene Landschaft, deren Bezeichnung auf das gleichnamige mittelalterliche Königreich zurückgeht.

Sie umfasst die heutigen Autonomen RegionenKastilien-La Mancha, Madrid und den größten Teil von Kastilien und León. Das kastilische Scheidegebirge unmittelbar nördlich von Madrid teilt die Landschaft in das nördliche Altkastilien und das südliche Neukastilien, das auch die Mancha (von arabisch المنشرة al-manschara ‚flaches Land‘') umfasst. Da Kastilien heute aber keine eigene politische oder Verwaltungs-Einheit mehr darstellt, ist der genaue territoriale Umfang nicht trennscharf abzugrenzen.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Alphonsus Requisens stirbt in Kastilien. Der heilige Alphonsus Requisens OFM (spanisch: Alfonso de Requeséns Fenollet) war Mitglied des Ordens des hl. Franziskus. Sein Gedenktag ist der 19. August.
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Gestorben: Gabriel Trejo Paniagua stirbt. Gabriel Trejo Paniagua war ein spanischer Kardinal. Er entstammte dem niederen Adel und studierte Jurisprudenz in Salamanca. Nach der Promotion lehrte er an dieser Universität. Anschließend durchlief er eine langwierige Karriere in der spanischen Administration. Er war Kronanwalt, dann Richter am obersten kastilischen Gerichtshof in Valladolid. 1609 trat er als Kronanwalt in den Ordensrat, einem zentralen Ratsgremium der spanischen Krone. 1610 folgte dann die Mitgliedschaft im Inquisitionsrat.
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Gestorben: Pedro Páez stirbt in Gorgora, Äthiopien. Pedro Páez Jaramillo war ein Jesuitenmissionar in Äthiopien. Er wurde in einem kastilischen Dorf mit dem Namen Olmeda de las Cebollas 50?km östlich von Madrid geboren, 1582 mit nur 18 Jahren trat er dem Jesuitenorden bei und studierte in Coimbra, Portugal.
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Gestorben: Dominigo Banez stirbt in Medina del Campo, Altkastilien. Dominigo Banez war ein spanischer Dominikaner, Theologe, Beichtvater der heiligen Theresia von Avila.
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Gestorben: Wenzel von Österreich stirbt in Madrid. Erzherzog Wenzel von Österreich war ein Mitglied des Hauses Habsburg und wurde 1577, im Alter von 16 Jahren, Großprior des Malteserordens in Kastilien.

Anfänge 711 bis 975

850 n. Chr.

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Beginn der Wiederbevölkerung der Region Kastilien. (Zeittafel Reconquista)

1000–1300

1064

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Endgültige Rückeroberung der Stadt Coimbra im Auftrag von König Ferdinand I., dem Großen von Kastilien und León von den Mauren. In Coimbra wird unter Leitung der Benediktiner die erste Schule auf dem Gebiet des späteren Königreiches Portugal eingerichtet. (Zeittafel Portugal)

Iberische Halbinsel

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In der Schlacht bei Alarcos besiegen in Spanien die Almohaden unter Yaqub al-Mansur ein von König Alfonso VIII. ausgesandtes Heer Kastiliens. In allen nachfolgenden Schlachten setzen sich die christlichen Kräfte gegenüber den Mauren durch.
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Das von den islamischen Almoraviden eingenommene Valencia wird von El Cid zurückerobert. Die Almoraviden landen mit einer Armee aus Marokko in der Nähe von Cuarte und belagern Valencia mit 50.000 Mann. El Cid durchbricht den Belagerungsring aus und schlägt die Berber in die Flucht. Bis zu seinem Tod fünf Jahre später hält er die Region für das christliche Königreich Kastilien.

1035

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Ferdinand I. wird König von Kastilien und Leon.

Kreuzzüge

1147

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Alfons I. von Portugal erobert mithilfe des Kreuzfahrerheeres des 2. Kreuzzugs Lissabon und Santarém gegen die Mauren (siehe Belagerung von Lissabon). Eine christliche Allianz bestehend aus Aragon, Katalonien, Genua, Pisa und Kastilien greift Almería zu Land und zu Wasser an. Alfons VII. von Kastilien und Sancho Ramirez IV. von Navarra erobern Andujar und Baeza. Die Genuesen vereinigen sich mit ihnen in Almería. Almería fällt am 17. Oktober und wird den Genuesen übergeben.

Reconquista auf der Iberischen Halbinsel

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Bei Las Navas de Tolosa (Andalusien, Spanien) besiegen die Truppen der verbündeten Königreiche von Kastilien, Aragón und León unter Alfons VIII. die maurischen Almohaden unter Kalif Muhammad an-Nasir; eine der entscheidenden Schlachten im Verlauf der „Reconquista

Europa

1427

Übriges Europa:
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König Don Juan I. von Kastilien stiftet den Schuppenorden.

1252

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Alfons X. wird König von Kastilien und León.

1230

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Die spanischen Königreiche Kastilien und León werden endgültig von Ferdinand III. von Kastilien vereinigt.

1217

Übriges Europa:
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Ferdinand III. wird König von Kastilien.

1158

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Alfons VIII. wird König von Kastilien.

Endphase 1340 bis 1492

1462

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Kastilien erobert Gibraltar erneut. (Zeittafel Reconquista)

Religion

1480

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Ferdinand II. und Isabella I. richten für die Königreiche Kastilien und Aragon ein Inquisitionsgericht ein, um (zwangs)bekehrte Juden (so genannte Conversos oder Marranen) und Mauren (Moriscos) aufzuspüren und zu bestrafen, die zwar öffentlich zum Christentum konvertiert sind, aber verdächtigt werden, insgeheim ihre vorherige Religion weiter auszuüben, wodurch sie per Definition Häretiker waren. Die Spanische Inquisition liegt beinahe vollständig in der Hand der Monarchen. Die römische Kurie hat auf ihren Verlauf nur einen sehr begrenzten Einfluss. Papst Sixtus IV., der die Einrichtung genehmigen muss, hat dieser gegenüber zunächst Vorbehalte. Als Spanien jedoch Neapel eingenommen hat, gibt er nach und beauftragt zwei Dominikaner als Inquisitoren, denen weitere folgen werden.

Kanarische Inseln

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Die Insel Gran Canaria wird nach Aufgabe des letzten Widerstands aus den Reihen der Guanchen vom Königreich Kastilien beherrscht. Die Ureinwohner werden versklavt.

Kunst & Kultur

1983

Geschichte > Luftlandeoperationen im automatischen Gefechtssprung nach 1945:
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82nd Airborne Division mit der US-Invasion in Grenada bei der Operation Urgent Fury (Fallschirmjäger)

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1999

Ausstellungen / Projekte:
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Interarchive, mit Hans-Peter Feldmann und Hans-Ulrich Obrist (Kunstraum der Universität Lüneburg)

Politik & Weltgeschehen

1704

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Spanischer Erbfolgekrieg: Philipp V. herrscht in Kastilien.

1479

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Vereinigung der Kronen von Aragón und Kastilien
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Johann I. wird König von Kastilien und León.

1369

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28. März: Die von Karl V. 1365 reaktivierten Söldner sichern der französischen Seite in dem mit England verbündeten Kastilien den Sieg. Die neue Regierung steht nun auf Frankreichs Seite. Dadurch fühlt Karl sich stark genug, den Hundertjährigen Krieg gegen England wieder aufzunehmen. In der Folgezeit verzichten die Franzosen in Erinnerung an die Schlacht von Crécy auf ein schwerfälliges Ritterheer und setzen stattdessen mehr auf Infanterie und Artillerie. Dadurch kommt es von Seiten Frankreichs zum ersten großen Artillerieeinsatz der Geschichte.

1362

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Sultan Muhammad VI. von Granada verliert den Machtkampf gegen seinen Vorgänger Muhammad V. und flieht vor ihm nach Sevilla, wo ihn Peter I. von Kastilien umgehend hinrichten lässt.

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