Kelten

Als Kelten (lateinischCeltae oder Galli, griechisch Κέλτοι Keltoi oder Γαλάται Galatai) bezeichnete man seit der Antike Volksgruppen der Eisenzeit in Europa. Der Name ist wahrscheinlich von den indogermanischen Wurzeln *kelh₂- ‚schlagen‘ oder *ḱel- ‚verbergen‘ abgeleitet und bedeutet sinngemäß „die Mächtigen, Erhabenen, Starken“.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Georg Rohrecker stirbt. Georg Rohrecker war ein österreichischer Autor und Historiker und beschäftigte sich mit den Kelten im deutschen Sprachraum.
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Gestorben: Kurt Bittel stirbt in Heidenheim an der Brenz. Kurt Bittel war ein deutscher Prähistoriker. Als Präsident des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) und Ausgräber der hethitischen Königsstadt Hattuscha in der Türkei, aber auch als Fachmann für die Kelten in Mitteleuropa erwarb er sich große Verdienste.
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Geboren: Andy Baggott wird geboren. Andy Baggott ist ein Alternativmediziner und Autor. Baggott verbindet keltische und vorkeltische Überlieferungen mit seiner Tätigkeit als Heiler und steht durch seine Praxis, in der Visionen, Orakel, Inspiration und Träume eine wichtige Rolle spielen, in der Tradition der Schamanen. Dazu arbeitet er auch mit Heilern anderer Kulturkreise zusammen. In Großbritannien, Irland und Nordamerika ist er durch zahlreiche Bücher über alternative Medizin bekannt geworden.
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Gestorben: Albert Grenier stirbt in Paris. Albert Grenier war ein französischer Historiker, Religionswissenschaftler und Provinzialrömischer Archäologe. Er war spezialisiert auf die Geschichte des alten Rom und der Kelten, insbesondere der Gallier.
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Geboren: David Arkenstone wird in Chicago, USA geboren. David Arkenstone ist ein US-amerikanischer Musiker und Komponist. Stilistisch lässt sich sein Schaffen den Begriffen New Age und Trance zuordnen, wobei der Großteil seiner Kompositionen rein instrumental ist und dabei häufig Einflüsse keltischer Musik zeigt. Arkenstone produzierte bisher 40 Studioalben und war dreimal für den Grammy nominiert, da er sich neben seiner Solokarriere auch mit Film- und Videospielmusik beschäftigt.

Europa

218 v. Chr.

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Westliches Mittelmeer: Rom errichtet in Norditalien die Kolonien Cremona und Placentia. Angesichts des beginnenden Krieges der Römer mit Karthago erheben sich die Kelten Norditaliens, sodass sich die Römer im befestigten Mutina verschanzen.

218 v. Chr.

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Westliches Mittelmeer: April: Hannibal verlässt die Iberische Halbinsel mit über 100.000 Mann und 37 Kriegselefanten. Oberbefehlshaber über die dortigen karthagischen Besitzungen wird sein Bruder Hasdrubal Barkas. Bereits bei der Überquerung der Pyrenäen stößt Hannibal auf Widerstand einheimischer Stämme. Die Kelten im südlichen Gallien stehen dagegen überwiegend auf Hannibals Seite. Lediglich beim Übergang über die Rhone kommt es zu Kämpfen. Publius Cornelius Scipio versucht, Hannibal an der Rhône abzufangen, kommt aber zu spät; es kommt nur zu einem kleineren Reitergefecht. Der Weg entlang der Küste ist Hannibal versperrt, da Marseille ein Verbündeter Roms ist, doch zieht Hannibal im Übrigen weitgehend ungehindert den Alpen entgegen. Scipio schifft seine Truppen wieder ein, landet in Pisa und verlegt seine Streitmacht ins Potal.

223 v. Chr.

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Westliches Mittelmeer: Das römische Heer unter Gaius Flaminius überschreitet im Kampf gegen die Kelten erstmals den Po (bei Piacenza), wird dann aber von den keltischen Insubrern zurückgeworfen. In einem zweiten Anlauf gelingt den Römern mit Hilfe der verbündeten Cenomanen die Besetzung des Gebietes am linken Po-Ufer.

225 v. Chr.

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Westliches Mittelmeer: Einfall der Kelten in das von Rom beherrschte Etrurien und Vormarsch bis Clusium. Die Veneter und Cenomanen verbünden sich mit Rom gegen die Kelten. Bei Faesulae gelingt den Kelten ein Sieg, doch rücken sie beim Herannahen der römischen Hauptstreitmacht wieder ab, werden aber in der Schlacht bei Telamon gestellt und von den Römern geschlagen. Angeblich kommen 40.000 Kelten ums Leben; auch der römische Konsul Atilius fällt in der Schlacht. Anschließend stößt das römische Heer unter Aemilius in das Gebiet der Boier am Po vor.

277 v. Chr.

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Östliches Mittelmeer: Antigonos II. Gonatas besteigt den Thron Makedoniens als Nachfolger des Sosthenes. Nachdem infolge des Kelteneinfalls zwei Jahre lang weitgehend Anomie mit häufig wechselnden Königen geherrscht hat, gelingt Antigonos die Restauration der makedonischen Herrschaft. Nahe Lysimacheia siegt er über die Kelten.

Ereignisse

14 v. Chr.

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Die Römer erobern das keltischeBorbetomagus und wandeln es in die befestigte Civitas Vangionum um, das heutige Worms.

Etymologie des Beinamens „Tronje“

1040

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Es existiert ein Ortsname, der in seiner keltischen Form „Truncinas“ hieß und der im Laufe der Jahrhunderte folgende romanische Schreibweisen aufwies: „Truncinas“ (820–822), „Truncinis“ und „Troncinium“ (1198). Sein heutiger französischer Name ist „Tronchiennes“. Wenn man den letzten Namen französisch ausspricht, so hat man fast den Namen „Tronje“. Im Neuniederländischen heißt der Ort nunmehr Drongen und liegt im Arrondissement Gent (Belgien). In dieser Gegend lokalisieren neuniederländische Autoren die Kudrunsage, da sich dort Orts- und Landschaftsnamen aus der Kudrunsage wie „Wulpe Tenen“ (Tenemarke, Tenelant) finden. Nach dieser Interpretation könnte der Hagen des Nibelungenliedes mit dem Hagen des Kudrunliedes identisch sein. (Hagen von Tronje)

Politik & Weltgeschehen

808 n. Chr.

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Cyngen ap Cadell wird nach dem Tod seines Vaters Cadell ap Brochfael Herrscher des keltischen Königreichs von Powys im heutigen Wales. Er sieht sich einer permanenten Bedrohung durch das benachbarte angelsächsische Königreich Mercia ausgesetzt.

52 v. Chr.

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Gallischer Krieg: Unter dem Druck der anstürmenden Römer brennen die Parisii (ein keltischer Volkststamm) ihr seit dem 3. Jahrhundert v. Chr. existierendes Inselfort Lutetia Parisiorum auf der Seine-Insel Ile de la Cité ab und überlassen es den Invasoren (Schlacht von Lutetia). Die Römer bauen Lutetia wieder auf, befestigen es und dehnen es noch auf das linke Seine-Ufer aus. Dort bauen sie Bäder und ein Forum. Später wird Lutetia unter den Namen Civitas Parisiorum bzw. Parisia im römischen Reich bekannt, hatte aber noch nicht die Bedeutung, welche die Stadt als Paris schließlich unter den Franken erlangen wird.

113 v. Chr.

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Kimbernkriege: Die Stämme der Kimbern und Teutonen fallen in die Provinz Gallia Cisalpina ein, verheeren die keltischen Siedlungen und bedrohen schließlich auch Rom.

Sonstige Ereignisse

1969

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1969 bis 1970: Vác-Kavicsbánya: Mit Magdalena Hellebrandt und Charlotte Tettamanti Untersuchungen an einer keltischen und einer awarischen Begräbnisstätte. (Judit Topál)

Archäologische Forschung

1986

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Keltisches Gräberfeld Niederdorfelden (Peter Jüngling)

Kunst & Kultur

1993

Sonderausstellungen:
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„Das Keltische Jahrtausend“ (Archäologische Staatssammlung)

Gründungen, Ersturkundliche Erwähnungen & Auflösungen

2002

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Gründung: Eluveitie (ausgesprochen «el-veiti» ) ist eine acht Mitglieder umfassende schweizerische Pagan-Metal-Band aus Winterthur, deren Mitglieder jedoch ursprünglich aus allen Teilen des Landes kommen. Die Band kombiniert in ihrer Musik keltische Folklore mit Metal-Klang (meist von Death- oder Black Metal beeinflusst), weshalb man sie dem Celtic Metal zuordnen kann. Die Texte der Band orientieren sich an der Geschichte, dem täglichen Leben und der Spiritualität des keltischen Stammes der Helvetier und sind teilweise in einer rekonstruierten Form des helvetischen Gallisch geschrieben. Der Bandname selbst geht auf eine Inschrift auf einer Tonscherbe aus Mantua zurück. Auf dieser steht in einem etruskischen Alphabet eluveitie, die etruskische Form des keltischen Wortes Helvetios (‹der Helvetier›), geschrieben. Man geht davon aus, dass der Eluveitie einer von Helvetiern abstammenden etruskischen Familie angehörte.

2001

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Gründung: IRISHsteirisch ist eine Musikgruppe. Die österreichische Formation hat es sich zum Ziel gesetzt, irische und steirische Klänge musikalisch zu kombinieren. Der keltische Ursprung beider Richtungen ist unverkennbar, wenn steirische Harmonika und Fiddle zusammenspielen.

1995

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Gründung: Tuatha de Danann ist eine Metal-Band aus Brasilien, welche keltisch/irisch anmutende Musik aus dem Bereich des Folk Metal spielt, aber auch Einflüsse aus dem Power Metal sowie manchmal die gegrowlten Vocals des Death Metal einbindet. Auffallend am Stil der Band ist der Einsatz von Flöten und ruhiger Akustikgitarre bzw. Mandoline in verschiedenen Liedern und der starke textliche Bezug zu Sagen aus der irischen/keltischen Geschichte, wobei diese nicht immer real existieren müssen, sondern gelegentlich auch von der Band frei erfunden oder an eine vorhandene Sage angelehnt werden. Aufgrund der Verbindung von Folk Metal mit irischen und keltischen Sagen ist die Band auch dem Celtic Metal zuzuordnen. Des Weiteren klingt die Art der gespielten Musik recht fröhlich bzw. zur Feier einladend und dementsprechend gestalten sich auch die Cover der Alben.

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