Kielce

Kielce
Wappen von Kielce
Kielce
Basisdaten
Staat:Polen
Woiwodschaft:Heiligkreuz
Powiat:Kreisfreie Stadt
Flche:109,45km
Geographische Lage:5053?N, 2039?OKoordinaten:5053?0?N, 2039?0?O
Hhe:260 m n.p.m.
Einwohner:197.704
(31. Dez. 2016)
Postleitzahl:25-001 bis 25-900
Telefonvorwahl:(+48) 41
Kfz-Kennzeichen:TK
Wirtschaft und Verkehr
Strae:Krakau?Warschau
Schienenweg:Warschau?Krakau
Kielce?Tschenstochau
Nchster int. Flughafen:Flughafen Krakau
Gmina
Gminatyp:Stadtgemeinde
Flche:109,45 km
Einwohner:197.704
(31. Dez. 2016)
Bevlkerungsdichte:1806 Einw./km
Gemeindenummer(GUS):2661011
Verwaltung (Stand: 2007)
Stadtprsident:Wojciech Lubawski
Adresse:Rynek 1
25-303 Kielce
Webprsenz:www.um.kielce.pl

Kielce ['kʲɛlt͡sɛ] ( anhören?/i), rund 180 km südlich der polnischen Hauptstadt Warschau gelegen, ist die Hauptstadt der Woiwodschaft Heiligkreuz im Südosten von Polen und steht mit rund 200.000 Einwohnern auf der Liste der Städte Polens auf dem siebzehnten Platz.

Die kreisfreie Großstadt im Heiligkreuzgebirge ist Sitz zweier Hochschulen und des Bistums Kielce der römisch-katholischen Kirche Polens. Kielce ist Verarbeitungs- und Handelszentrum landwirtschaftlicher Erzeugnisse sowie bedeutender Standort der Metall- und Nahrungsmittelindustrie.



Inhaltsverzeichnis



Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im 10. Jahrhundert wurde die St.-Adalbert-Kirche gebaut. Später kam eine Kirche auf dem Schlosshügel hinzu.

1212 war die erste urkundliche Erwähnung von Kielce.

1227 erhielt die Stadt das Stadtrecht. In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts litt die Stadt unter den Angriffen der Tataren. Allerdings erholte sie sich schnell wieder.

Im 14. Jahrhundert wurde Kielce das Magdeburger Stadtrecht verliehen. 1496 erhielt es sein Wappen durch den Gnesener Erzbischof, Kardinal Friedrich Jagiello, aus dem Geschlecht der Jagiellonen. Die goldenen Buchstaben CK bedeuten Civitas Kielcensis (Bürgerschaft von Kielce).

Durch die Entwicklung des Eisenerzbergbaus wuchs Kielce im 16. und 17. Jahrhundert schnell an. Der Zustrom von Italienern, Ungarn, Deutschen und Slowaken prägte die Stadt. 1645 hatte sie etwa 1250 Einwohner. Die Stadt erhielt während dieser Zeit ein Schloss, die Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit, ein Bernhardinerkloster und ein Krankenhaus. Der Angriff der Schweden und die nachfolgenden Wirren durch Plünderungen und Seuchen stoppten die positive Entwicklung.

Durch die Dritte Teilung Polens fiel Kielce 1795 an Österreich und wurde an Westgalizien angegliedert. 1809 kam es zum Herzogtum Warschau, das ab 1815 als Kongresspolen unter russischer Oberherrschaft stand. Der Aufschwung am Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts machte sich in Kielce vor allem durch den Anschluss an das polnische Eisenbahnnetz 1885 bemerkbar. Bei der Volkszählung 1897 wurde eine Einwohnerzahl von 23.178 festgestellt.

1919 wurde Kielce im wieder entstandenen Polen Hauptstadt der gleichnamigen Woiwodschaft. 1939 lebten 71.000 Menschen in der Stadt.

Beim Überfall auf Polen wurde Kielce 1939 von der Wehrmacht besetzt. Die SS richtet 1941 das Ghetto Kielce ein.

Kielce war gleichzeitig ein wichtiges Zentrum des polnischen Widerstandes. In und um Kielce waren verschiedene Partisanengruppen tätig (Hubalczycy). Aber auch geheime Bildungseinrichtungen bis zum Universitätsniveau waren vertreten und verhinderten ein völliges Absinken des Wissensniveaus. Im Verlauf der Weichsel-Oder-Operation wurde Kielce am 15. Januar 1945 von der Roten Armee eingenommen.

Im Juli 1946 kam es in der Stadt zum Pogrom von Kielce, bei dem ein lokaler polnischer Mob unter den Augen von Polizei und Armee jüdische Holocaust-Überlebende und Heimkehrer aus der Sowjetunion attackierte, 42 von ihnen ermordete und etwa 80 weitere verletzte.



Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kielce liegt an den Bahnstrecken Warschau–Krakau und Kielce–Tschenstochau.



Sehenswrdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

vergrößern und Informationen zum Bild anzeigenPanoramabild von Kielce
Bild: Ckprzemek
Lizenz: Public domain
Bischofspalast
Bild: Ckprzemek
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Bernhardinerkloster in Kielce
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Kielce Zentrum
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Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Handballverein KS Vive Targi Kielce spielt in der höchsten polnischen Liga.Der Fußballverein Korona Kielce spielt in der obersten polnischen Fußballliga Ekstraklasa.



Stdtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partnerstädte von Kielce sind

Mit den Städten Sandviken in Schweden und Bacău in Rumänien arbeitet die Stadt zusammen, ohne dass es ausdrückliche Partnerschaftsabkommen gibt.



Persnlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Shne und Tchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen mit Bezug zu Kielce[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ? abPopulation. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2016. G?wny Urz?d Statystyczny (GUS) (PDF-Dateien; 5,19 MiB), abgerufen am 29.September 2017.
  2. ?Demoscope.ru/weekly
  3. ?Christian Deutschmann: Der Hass brach los. Das Pogrom im polnischen Kielce. In: FAZ, 10. Juni 2010
  4. ?Website Kielce

BischofspalastBild: CkprzemekLizenz: Public domain
Bild: Ckprzemek
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Bernhardinerkloster in KielceBild: CkprzemekLizenz: Public domain
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Kielce ZentrumBild: CkprzemekLizenz: Public domain
Bild: Ckprzemek
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Kielce ['kʲɛlt͡sɛ] (Audio-Datei / Hörbeispielanhören?/i), rund 180 km südlich der polnischen Hauptstadt Warschau gelegen, ist die Hauptstadt der Woiwodschaft Heiligkreuz im Südosten von Polen und steht mit rund 200.000 Einwohnern auf der Liste der Städte Polens auf dem siebzehnten Platz.

Die kreisfreie Großstadt im Heiligkreuzgebirge ist Sitz zweier Hochschulen und des Bistums Kielce der römisch-katholischen Kirche Polens. Kielce ist Verarbeitungs- und Handelszentrum landwirtschaftlicher Erzeugnisse sowie bedeutender Standort der Metall- und Nahrungsmittelindustrie.

mehr zu "Kielce" in der Wikipedia: Kielce

Geboren & Gestorben

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Gestorben: Leszek Drogosz stirbt in Kielce. Leszek Melchior „Lech“ Drogosz war ein polnischer Boxer. Er war dreifacher Europameister der Amateure und Gewinner der Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen 1960 in Rom im Weltergewicht.
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Gestorben: Adam Brodecki stirbt in Kielce. Adam Brodecki war ein polnischer Eiskunstläufer, der im Paarlauf startete.
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Gestorben: Swen Enderlein stirbt in Kielce, Polen. Swen Enderlein war ein deutscher Endurosportler. Er war zweifacher deutscher Meister und mehrfach Mitglied der deutschen Nationalmannschaft bei der Internationalen Sechstagefahrt.
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Geboren: Kamila Chudzik wird in Kielce geboren. Kamila Chudzik ist eine polnische Siebenkämpferin. Ihr größter Erfolg war die Bronzemedaille bei den Weltmeisterschaften 2009 in Berlin.

Rundfunk, Film & Fernsehen

1941

Film:
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Badlands of Dakota – Regie: Alfred E. Green (Frances Farmer)

Städtepartnerschaften

1992

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Polen Kielce in Polen, seit (Orange (Vaucluse))

Politik & Weltgeschehen

1997

Politik > Städtepartnerschaften:
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Kielce (Polen) seit (Gotha)
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Pogrom von Kielce: In der polnischen Stadt Kielce werden über 40 Juden von der Bevölkerung getötet.

Sport

2007

Länderkämpfe:
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in Kielce, Polen gegen England, Hs, Punktniederlage gegen Krzysztof Sadlon (11:19) (Tony Jeffries)

2007

Länderkämpfe:
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in Kielce, Polen gegen England, Le, Punktsieger über Krzysztof Szot (13:7) (Frankie Gavin)

1966

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in Kielce, Polen gegen DDR, Fl, techn. KO-Sieger 2. Runde über Horst Weinhold (Hubert Skrzypczak)

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