Kirche (Organisation)

Kirche (alemannischkilche, chile, althochdeutsch chirihha, mittelniederdeutschkerke, entlehnt aus spätgriechisch κυριακόνkyriakon ‚Gotteshaus‘) ist eine soziale Organisationsform von Religionen.

Der Begriff wurde (nach Heinrich Friedrich Jacobson) durch keltische Christen von Britannien aus nach Mitteleuropa gebracht oder während der konstantinischen Epoche im Christentum der römischen Kolonialstädte (Metz, Trier, Köln) aufgenommen. Er findet seither überwiegend Anwendung auf Religionsgemeinschaften einer christlichen Konfession. Die Ekklesia, die Glaubensgemeinschaft der Christen, ist in verschiedenen Kirchen organisiert.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Elizabeth Clare Prophet stirbt in Bozeman, Montana. Elizabeth Clare Prophet, geborene Wulf, auch Guru Ma genannt, war eine US-amerikanische Predigerin, Schriftstellerin und Verlegerin der New-Age-Bewegung. 1973 übernahm sie von ihrem Mann Mark L. Prophet (1918–1973) die Führung der internationalen religiösen Bewegung The Summit Lighthouse und deren Verlag Summit University Press. Im gleichen Jahr erweiterte sie in Berkeley (Kalifornien) die Summit University (vormals Ascended Master University) als Trainingszentrum der Bewegung. 1975 gründete sie die Kirche Church Universal and Triumphant (CUT), in die sie die Bewegung The Summit Lighthouse integrierte. Der Kirche stand sie bis 1996 als Vorsitzende und bis 1999 als spirituelles Oberhaupt (Guru) vor.
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Gestorben: Pia Maria Plechl stirbt in Wien. Pia Maria Plechl war eine österreichische Journalistin und Autorin. Ihre Vorlieben galten der Kirche, der Kunst und der Kultur. Ihre journalistisch erfolgreichste Zeit hatte die christlich geprägte Intellektuelle von zirka 1980 bis 1995.
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Geboren: Henning von Vieregge (Publizist) wird in Lübeck geboren. Henning von Vieregge ist ein deutscher Publizist und Dozent zu den Themen Verbandsmanagement, Altern, Engagement sowie Kirche und Zivilgesellschaft.
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Gestorben: Ernst Hundt der Jüngere stirbt in Berlin. Ernst Hundt war ein deutscher Jurist im Kirchendienst.
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Geboren: Birthe Rønn Hornbech wird in Kopenhagen geboren. Birthe Johanne Sparrevohn Rønn Hornbech ist eine dänische Politikerin und Mitglied des Folketing für die rechtsliberale Partei Venstre. Von 2007 bis 2011 war sie Ministerin für Flüchtlinge, Immigration, Integration und Angelegenheiten der Kirchen.

Gründungen, Ersturkundliche Erwähnungen & Auflösungen

1801

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Gründung: Der Verlag Herder (umgangssprachlich auch Herder-Verlag) in Freiburg im Breisgau ist ein deutschsprachiger, früher auch lateinischsprachiger Buch- und Zeitschriftenverlag mit traditionell katholischer Ausrichtung. Er widmet sich schwerpunktmäßig den Themen christliche Theologie, Kirche und Religion, Spiritualität in anderen Religionen, Erziehung und Vorschulpädagogik, Politik und Gesellschaft, sowie Lebensgestaltung und Psychologie. Der Verlag gehört mit seiner über 200-jährigen Tradition zu den ältesten Deutschlands. Er ist eine GmbH der Verlagsgruppe Herder, die sich seit sechs Generationen in Familien- und Stiftungsbesitz befindet.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1946

Werk:
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Brief über die Kirche (Ida Friederike Görres)

1827

Veröffentlichungen:
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Ueber alleinseligmachende Kirche, 2 Bände, Frankfurt am Main 1826, Göttingen (Friedrich Wilhelm Carové)

Tagesgeschehen

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Deutschland: Der ehemalige Priester und Kirchenkritiker Eugen Drewermann hat heute seinen Kirchaustritt aus der katholischenKirche bestätigt.

Bedeutende Entscheidungen > Religionsfreiheit

1971

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stellte das Bundesverfassungsgericht bezüglich der durch Artikel? 4 Absatz? 1 Grundgesetz geschützte Glaubensfreiheit fest, dass in einem Staat, in dem die menschliche Würde oberster Wert sei, und in dem der freien Selbstbestimmung des Einzelnen zugleich ein gemeinschaftsbildender Wert zuerkannt werde, gewähre die Glaubensfreiheit dem Einzelnen einen von staatlichen Eingriffen freien Rechtsraum, in dem er sich die Lebensform zu geben vermag, die seiner Überzeugung entspricht. Dabei könne es sich um ein/e religiöses oder irreligiöse/s bzw. ein/e religionsfeindliche/s oder religionsfreie/s Bekenntnis oder Weltanschauung handeln. „Insofern ist die Glaubensfreiheit mehr als religiöse Toleranz, d.? h. bloße Duldung religiöser Bekenntnisse oder irreligiöser Überzeugungen. Denn sie erlaubt nicht nur auszusprechen und auch zu verschweigen, daß und was man glaubt oder nicht glaubt. Dem Sinne dieser im Grundgesetz getroffenen politischen Entscheidung entspricht es vielmehr, die Glaubensfreiheit auch auf die Werbung für den eigenen Glauben wie für die Abwerbung von einem fremden Glauben zu erstrecken.“ (BVerfGE 12, 1? (3))
Die Glaubensfreiheit umfasst nicht nur die „(innere) Freiheit zu glauben oder nicht zu glauben, sondern auch die äußere Freiheit, den Glauben zu manifestieren, zu bekennen und zu verbreiten“, sowie „das Recht des Einzelnen, sein gesamtes Verhalten an den Lehren seines Glaubens auszurichten und seiner inneren Glaubensüberzeugung gemäß zu handeln.“ Umfasst sind dabei nicht nur auf imperativen Glaubenssätzen beruhende Überzeugungen, sondern auch „religiöse Überzeugungen, die für eine konkrete Lebenssituation eine ausschließlich religiöse Reaktion zwar nicht zwingend fordern, diese Reaktion aber für das beste und adäquate Mittel halten, um die Lebenslage nach der Glaubenshaltung zu bewältigen. Andernfalls würde das Grundrecht der Glaubensfreiheit sich nicht voll entfalten können.“
Laut dem verfassungsgerichtlichen Beschluss gilt die Glaubensfreiheit sowohl für Mitglieder anerkannter Kirchen und Religionsgemeinschaften als auch für Angehörige anderer religiöser Vereinigungen, wobei es auf die zahlenmäßige Stärke einer derartigen Gemeinschaft oder ihre soziale Relevanz nicht ankomme. Des Weiteren stellte das Verfassungsgericht fest, dass die Grenzen der Glaubensfreiheit nur von der Verfassung selbst bestimmt werden dürften.

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