Kleonai

Kleonai (griechisch Κλεωναί) war eine südwestlich von Korinth gelegene antike griechische Stadt und wahrscheinlich bereits im Späthelladikum besiedelt.

Die Stadt (mit einer Bevölkerung von etwa 8000 Einwohnern) beherrschte die Straße vom Isthmos von Korinth zur Peloponnes. Sie hatte bis zum Verlust der Selbständigkeit (im 4. Jahrhundert v. Chr. an Argos) die Kontrolle über die Nemeischen Spiele. Noch im 3. Jahrhundert n. Chr. prägte sie eigene Münzen und war bis im Mittelalter besiedelt. Zu einem unbekannten Zeitpunkt wurde die Stadt aufgegeben. Heute sehenswert sind vor allem der antike Steinbruch, der Baumaterial für das nahe gelegene Heiligtum von Nemea lieferte (beim Parkplatz km 108 der Autobahn Korinth–Tripoli) sowie die Überreste eines Tempels, der höchstwahrscheinlich mit dem von Diodor (4.33.3) erwähnten Tempel des Herakles zu identifizieren ist. Für eine antike Beschreibung, die darüber hinaus auch einen Athena-Tempel erwähnt, siehe auch Pausanias 2.15,1.

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Ereignisse

573 v. Chr.

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Erste Erwähnung der Nemeischen Spiele. Der Sieger der von der Stadt Kleonai organisierten Spiele erhält einen Kranz aus Sellerieblättern.

Europa

225 v. Chr.

Östliches Mittelmeer:
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Argos und zahlreiche weitere Städte der Peloponnes (Kaphyai, Pellene, Pheneos, Phlios, Kleonai, Epidauros, Hermione und Troizen) schließen sich im Verlauf des Kleomenischen Krieges Kleomenes III. von Sparta an, der schließlich auch Korinth für sich gewinnen kann. Der Achaiische Bund appelliert daraufhin an Antigonos III. Doson von Makedonien, dem die Herrschaft über Korinth zugesagt wird, wenn er den Achaiiern gegen Sparta zu Hilfe komme.

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