Konföderationsartikel

Die Konföderationsartikel (englisch: Articles of Confederation and Perpetual Union) waren die erste verfassungsrechtliche Grundlage der Vereinigten Staaten und Vorläufer der amerikanischen Verfassung von 1787. Ihre Regelungen beruhten im Wesentlichen auf dem Prinzip der einzelstaatlichen Souveränität. Nachdem der Kontinentalkongress sie am 15. November 1777 verabschiedet hatte, waren sie nach ihrer dreijährigen Ratifikation von 1781 bis 1789 in Kraft.



Geschichte




Die staatsrechtlichen Regelungen der Konföderationsartikel beruhten auf dem Prinzip der vollständigen Souveränität der Einzelstaaten, also der 13 ehemaligen britischen Kolonien. Somit etablierten sie gewissermaßen einen amerikanischen Staatenbund, der allerdings einige strukturelle Mängel aufwies und schnell an diesen scheiterte.Von Anbeginn der Konföderation war es ihrer Legislative, dem Kontinentalkongress, nicht gestattet, eigene Steuern zu erheben. Zum Funktionieren der Konföderationsorgane sollten Beiträge der Mitgliedsstaaten beitragen, jedoch kamen die meisten Mitgliedsstaaten dieser Konvention nicht nach. Aus diesem Grund war es dem Staatenbund nicht möglich, seinen Mitgliedern militärischen Schutz vor den zunehmenden Interventionen der europäischen Mächte zu gewährleisten.Darüber hinaus fühlten sich die meisten Mitgliedsstaaten nicht verpflichtet, in der Konföderation getroffene Vereinbarungen zu übernehmen. Da es letzterer sowohl an Durchsetzungs- wie an Sanktionsmöglichkeiten mangelte, war der Handlungsspielraum des Staatenbundes stets begrenzt. Ein wesentliches politisch-wirtschaftliches Hemmnis und Ausdruck der Zersplitterung stellte beispielsweise die zunehmende Abgrenzung der Mitgliedsstaaten durch Schutzzölle dar, denen der Kontinentalkongress ebenfalls machtlos gegenüberstand, denn sie verfügten beispielsweise über die Möglichkeit, aus der Konföderation auszutreten.Um diesen Missständen beizukommen, wurde die Philadelphia Convention einberufen. Eigentlich sollte sie zunächst nur über die Möglichkeit von Verbesserungen der Staatsorganisation beraten und eine Formulierung der Artikel finden, um die Einzelstaaten, die um ihre Macht fürchteten, zu beruhigen. Letzten Endes legte sie aber einen völlig neuen Verfassungsentwurf vor, der im Unterschied zu den Konföderationsartikeln überhaupt erst eine starke Bundesregierung als Exekutivorgan forderte. Diese sollte vor allem in Fragen der Außenpolitik, des Außenhandels und der Landesverteidigung Kompetenzen der Einzelstaaten übernehmen.In der Rückschau haben die Konföderationsartikel, historisch betrachtet, dennoch die von nun an immerwährende Union der nordamerikanischen Staaten etabliert.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Arthur St. Clair stirbt in Greensburg, Pennsylvania. Arthur St. Clair war der neunte Präsident des Kontinentalkongresses unter den Konföderationsartikeln vom 2.? Februar 1787 bis zum 29.? Oktober 1787. Er war außerdem General in der Kontinentalarmee während des Unabhängigkeitskrieges und Gouverneur des Nordwestterritoriums. Er besuchte die University of Edinburgh und studierte Medizin bei dem bekannten Anatomen William Hunter.
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Gestorben: Samuel Holten stirbt in Danvers, Massachusetts. Samuel Holten war ein amerikanischer Arzt, Politiker und Richter. Er war einer der Unterzeichner der Konföderationsartikel.
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Gestorben: Edward Langworthy stirbt. Edward Langworthy war ein amerikanischer Lehrer und Delegierter im Kontinentalkongress aus Georgia. Er unterzeichnete die Konföderationsartikel.
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Gestorben: John Williams (Delegierter) stirbt in Montpelier, North Carolina. John Williams war ein US-amerikanischer Politiker und ein Unterzeichner der Konföderationsartikel. Er gründete die Stadt Williamsboro in North Carolina auf dem von ihm zur Verfügung gestellten Land. Ferner war er einer der Mitbegründer der University of North Carolina at Chapel Hill.
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Gestorben: James Duane stirbt in New York City oder Duanesburg, New York. James Duane war ein US-amerikanischer Jurist und Politiker. Im Jahr 1778 gehörte er in Philadelphia zu den Unterzeichnern der Konföderationsartikel.

Politik & Weltgeschehen

Ereignisse > Politik und Weltgeschehen:
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Mit der Ratifizierung durch die letzte Kolonie Maryland treten die vom zweiten Kontinentalkongress der nordamerikanischen Dreizehn Kolonien beschlossenen Konföderationsartikel in Kraft, Vorläufer der Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika. (1. März)

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