Konrad Duden

Konrad Duden, 1880er Jahre
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Konrad Alexander Friedrich Duden (* 3. Januar 1829 in Lackhausen; † 1. August 1911 in Sonnenberg) war ein preußisch-deutscher Gymnasiallehrer und trat als Philologe und Lexikograf hervor. Konrad Duden schuf das nach ihm benannte Rechtschreibwörterbuch der deutschen Sprache, den „Duden“, und beeinflusste damit Ende des 19. Jahrhunderts maßgeblich die Entwicklung einer einheitlichen Rechtschreibung im deutschen Sprachraum.



Leben




Konrad Duden war als zweiter Sohn des Gutsbesitzers (Gut Bossigt) und Branntweinbrenners Johann Konrad Duden (1802–1885) und dessen Frau Juliane Charlotte geb. Monjé (1810–1883) geboren worden. Duden wurde am 21. Januar 1829 in der evangelischen Mathenakirche in Wesel getauft und verbrachte seine ersten Lebensjahre in seinem Geburtsort Lackhausen. 1833 zog seine Familie mit ihm in die Altstadt von Wesel. Nach seinem Abitur 1846 an der „Vereinigten höheren Bürgerschule und Gelehrtenschule“ in Wesel studierte Konrad Duden vier Semester Geschichte, Germanistik und klassische Philologie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Dort trat er der Studentenverbindung Bonner Wingolf bei.Nach den ersten vier Semestern brach er das Studium – vermutlich aus finanziellen Gründen – ab und nahm 1848 eine Stelle als Hauslehrer in Frankfurt am Main an, um seinen Lebensunterhalt zu finanzieren. So war er über mehrere Jahre, von 1848 bis 1854, als Hauslehrer bei der Familie des Senators Eduard Franz Souchay tätig. In diese Zeit fallen auch ausgedehnte Studienreisen, welche ihn in das Vereinigte Königreich und in die französische Schweiz führten.Sechs Jahre später, 1854, holte er mit besonderer Genehmigung, die ihn aufgrund seiner Hauslehrertätigkeit vom weiteren Studium befreit hatte, das Staatsexamen an der Universität Bonn nach. Im gleichen Jahr promovierte Konrad Duden in absentia an der Philosophischen Fakultät der Universität Marburg mit der Dissertation „De Sophoclis Antigona“. Die Referendarzeit am „Archigymnasium“ in Soest brach er 1854 ab und nahm eine Hauslehrerstelle in Genua (Italien) an; von dort hatte er bereits sein Promotionsverfahren in Marburg betrieben. 1859 nach Deutschland zurückgekehrt, arbeitete er als Lehrer und im beruflichen Aufstieg als Direktor (Prorektor) am „Archigymnasium Soest“.Im Jahre 1861 heiratete Duden in Messina Adeline Jakob (1841–1924), die er dort 1854 als Tochter des deutschen Konsuls kennengelernt hatte. Aus dieser Ehe gingen sieben Kinder hervor, darunter der bedeutende Chemiker Paul Duden. Einer seiner Enkel war der Mannheimer Wirtschaftsjurist und Rechtslehrer Konrad Duden (1907–1979)....

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Konrad Duden stirbt in Sonnenberg. Konrad Alexander Friedrich Duden war ein preußisch-deutscher Gymnasiallehrer und trat als Philologe und Lexikograf hervor. Konrad Duden schuf das nach ihm benannte Rechtschreibwörterbuch der deutschen Sprache, den „Duden“, und beeinflusste damit Ende des 19. Jahrhunderts maßgeblich die Entwicklung einer einheitlichen Rechtschreibung im deutschen Sprachraum.
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Geboren: Konrad Duden wird in Lackhausen geboren. Konrad Alexander Friedrich Duden war ein preußisch-deutscher Gymnasiallehrer und trat als Philologe und Lexikograf hervor. Konrad Duden schuf das nach ihm benannte Rechtschreibwörterbuch der deutschen Sprache, den „Duden“, und beeinflusste damit Ende des 19. Jahrhunderts maßgeblich die Entwicklung einer einheitlichen Rechtschreibung im deutschen Sprachraum.

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Konrad Duden starb im Alter von 82 Jahren. Konrad Duden war im Sternzeichen Steinbock geboren.

Wissenschaft & Technik

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Konrad Duden gibt in Leipzig das Vollständige Orthographische Wörterbuch der deutschen Sprache (erster Duden) heraus.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1980

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Werk: Vollständiges Orthographisches Wörterbuch der deutschen Sprache, nach den neuen preußischen und bayerischen Regeln. Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig 1880. Faksimile: Bibliographisches Institut, Mannheim
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Literatur: Eine einheitliche deutsche Rechtschreibung wird durch Vertreter der deutschen Bundesstaaten und Österreich-Ungarns auf einer Konferenz in Berlin beschlossen. Konrad Duden legte 1880 den Grundstein mit dem Werk: Vollständiges orthographisches Wörterbuch der deutschen Sprache.

1893

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Werk: Etymologie der neuhochdeutschen Sprache.

1882

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Werk: Vollständiges Orthographisches Wörterbuch für die Schule. Nach den amtlichen Regeln der neuen Orthographie. Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig

1881

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Werk: Orthographischer Wegweiser für das praktische Leben. Verzeichnis sämtlicher deutschen und der meisten Fremdwörter, zahlreicher Eigennamen aus der Geographie und Geschichte, sowie vieler Personennamen der Gegenwart, in einheitlicher Schreibung. Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig

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