Kranj

Kranj

Wappen von Kranj

Kranj (deutsch: Krainburg) ist mit 37.151 Einwohnern (2013; in der Kernstadt) die viertgrößte Stadt Sloweniens und Hauptort der gleichnamigen Stadtgemeinde (Mestna občina). Die gesamte Stadtgemeinde mit allen Ortsteilen zählt 55.527 Einwohner (2013).



Geschichte




Im Gemeindegebiet wurden archäologische Funde durchgehend bis zurück in die Jungsteinzeit gefunden. Während der Langobardenzeit (6. Jhdt.) erfolgte die erste Nennung als Carnium, woraus sich die späteren Namen ableiteten.Die Stadt gehörte bis etwa 600 n. Chr. zum Einflussbereich der Langobarden, bis sie vermutlich um 610 von den Awaren zerstört und nicht mehr zurückerobert werden konnte, die langobardische Funde brechen um diese Zeit ab. Im Anschluss daran, etwa seit dem 7. Jahrhundert begann die slawische Besiedlung. Um die Jahrtausendwende war Kranj Sitz der Grafen und Kultur- und Verwaltungszentrum der Krain, eine Rolle, die später an Ljubljana überging. Aus dem Jahr 1060 datiert die erste Nennung als Chreina. Die Stadt war namensgebend für das Herzogtum Krain.1221 wurden die Einwohner „cives“ (Bürger) genannt, 1256 erfolgte die erste Nennung als Stadt. Vom Erdbeben von Friaul 1348 sind Schäden überliefert.Die Markgrafen von Krain residierten auf Burg Kieselstein (Kislkamen). Aus dem 15. Jahrhundert datiert die Stadtmauer. Ebenso erhielt die Stadt das Recht, Gericht und Rat selbst zu wählen. In dieser Zeit wechselte die Stadt mehrmals den Besitzer: vom Bistum Brixen an die Habsburger (Litorale), an die Grafen von Cilli und wieder an die Habsburger, wo sie schließlich in den österreichischen Erblanden des Heiligen Römischen Reiches, seit 1804 im Kaisertum Österreich bzw. seit 1867 in Österreich-Ungarn als Stadt im Herzogtum Krain bis 1918 verblieb.Im 16. Jahrhundert erlebte die Stadt einen Aufschwung durch die Blüte des Bergbaus in der Krain und in Kärnten; mit dessen Niedergang verlor auch die Stadt stark an Bedeutung.Ab 1870 konnte sich die Gegend nach der Eröffnung der Bahnlinie Ljubljana (Laibach) ↔ Tarvis (im damals kärntnerischen Kanaltal, heute nur bis Jesenice) industriell entwickeln. Die Bahn eröffnete Richtung Nordwesten Verbindungen nach Kärnten, Tirol und in die Lombardei, Richtung Südosten Verbindungen nach Triest, Graz und Wien sowie nach Ungarn....

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Geboren & Gestorben

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Geboren: Ema Klinec wird in Kranj geboren. Ema Klinec ist eine slowenische Skispringerin.
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Geboren: Nejc Dežman wird in Kranj geboren. Nejc Dežman ist ein slowenischer Skispringer. Er wurde 2012 Juniorenweltmeister.
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Geboren: Peter Prevc wird in Kranj, Slowenien geboren. Peter Prevc ist ein slowenischer Skispringer.
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Geboren: Peter Prevc wird in Kranj geboren. Peter Prevc ist ein slowenischer Skispringer. Er gewann die Vierschanzentournee 2015/16, Einzelgold bei der Skiflug-Weltmeisterschaft 2016 sowie den Gesamtweltcup der Saison 2015/16. Außerdem gewann er in seiner Karriere bei Nordischen Skiweltmeisterschaften und Olympischen Winterspielen insgesamt fünf Medaillen.
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Geboren: Matic Nemc wird in Kranj geboren. Matic Nemc ist ein slowenischer Naturbahnrodler. Er fährt im Einsitzer und startet seit 2008 im Weltcup sowie bei Welt- und Europameisterschaften.

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

1997

Erfolg:
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3. U13 (in Kranj); 1. U14 (in Maribor); 1. U12-U14 (in Novo mesto) (Ana Srebrnič)

Partnerstädte

2006

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Slowenien? Kranj (Slowenien), seit (Banja Luka)

Städtepartnerschaften

2008

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Osterreich Villach / Beljak (Kärnten, Österreich), seit

1958

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Kranj in Slowenien, seit (La Ciotat)

Politik & Weltgeschehen

2008

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Politik > Städtepartnerschaften: Slowenien Kranj (Slowenien), seit (Villach)

1813

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Gefechtskalender > Befreiungskriege: verteidigte eine Kompanie unter Hauptmann Moll erfolgreich die Verschanzungen am Loiblpass. Zwei Tage später war das ganze Bataillon bei der Abwehr des Angriffes der Division Belloti beteiligt. Weiterhin kämpfte die Einheit in den Gefechten bei Krainburg, Windisch Feistritz (Slovenska Bistrica), Hollenburg, Portis, Ospedaletto (Venetien), Susigana an der Piave und wurde dann zur Belagerung von Legnano detachiert. (k.u.k. „Steirisches“ Feldjägerbataillon Nr. 9)

Bevölkerung

2013

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Kranj (Deutsch: Krainburg): 55.527 (Slowenien)

"Kranj" in den Nachrichten