Kranj

Kranj
Wappen von Kranj
Basisdaten
StaatSlowenien
Historische RegionOberkrain / Gorenjska
Statistische RegionGorenjska(Oberkrain)
Koordinaten4614?N, 1421?OKoordinaten:4614?17?N, 1421?21?O
Hhe358m.i.J.
Flche148km
Einwohner55.527 (Stadtgemeinde; 2013)
Bevlkerungsdichte375 Einwohner je km
Telefonvorwahl(+386) 4
Postleitzahl4000
Kfz-KennzeichenKR
Struktur und Verwaltung (Stand: 2010)
GemeindeartStadt
Brgermeister:Mohor Bogataj
PostanschriftSlovenski trg 1
4000 Kranj
Webprsenz

Kranj (deutsch: Krainburg) ist mit 37.151 Einwohnern (2013; in der Kernstadt) die viertgrößte Stadt Sloweniens und Hauptort der gleichnamigen Stadtgemeinde (Mestna občina). Die gesamte Stadtgemeinde mit allen Ortsteilen zählt 55.527 Einwohner (2013).



Inhaltsverzeichnis



Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kranj liegt auf 350 bis 406 m Seehöhe in der Oberkrain (Gorenjska) in einer Ebene, die von den Karawanken, den Steiner Alpen und den Julischen Alpen gesäumt ist, verkehrsgünstig an der Mündung der Kokra (dt. Kanker) in die Save (Sava) sowie an der Kreuzung der Straßen Ljubljana (Laibach) ↔ Loiblpass (Ljubelj) / Jesenice (Aßling) sowie Škofja Loka (Bischoflack) ↔ Seebergsattel (Jezerski vrh).



Ortsteile der Stadtgemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick auf Krainburg von Janez Vajkard Valvasor, 1689
Kranj

Im Gemeindegebiet wurden archäologische Funde durchgehend bis zurück in die Jungsteinzeit gefunden. Während der Langobardenzeit (6. Jhdt.) erfolgte die erste Nennung als Carnium, woraus sich die späteren Namen ableiteten.

Die Stadt gehörte bis etwa 600 n. Chr. zum Einflussbereich der Langobarden, bis sie vermutlich um 610 von den Awaren zerstört und nicht mehr zurückerobert werden konnte, die langobardische Funde brechen um diese Zeit ab. Im Anschluss daran, etwa seit dem 7. Jahrhundert begann die slawische Besiedlung. Um die Jahrtausendwende war Kranj Sitz der Grafen und Kultur- und Verwaltungszentrum der Krain, eine Rolle, die später an Ljubljana überging. Aus dem Jahr 1060 datiert die erste Nennung als Chreina. Die Stadt war namensgebend für das Herzogtum Krain.

1221 wurden die Einwohner „cives“ (Bürger) genannt , 1256 erfolgte die erste Nennung als Stadt. Vom Erdbeben von Friaul 1348 sind Schäden überliefert .

Die Markgrafen von Krain residierten auf Burg Kieselstein (Kislkamen). Aus dem 15. Jahrhundert datiert die Stadtmauer. Ebenso erhielt die Stadt das Recht, Gericht und Rat selbst zu wählen. In dieser Zeit wechselte die Stadt mehrmals den Besitzer: vom Bistum Brixen an die Habsburger (Litorale), an die Grafen von Cilli und wieder an die Habsburger, wo sie schließlich in den österreichischen Erblanden des Heiligen Römischen Reiches, seit 1804 im Kaisertum Österreich bzw. seit 1867 in Österreich-Ungarn als Stadt im Herzogtum Krain bis 1918 verblieb.

Im 16. Jahrhundert erlebte die Stadt einen Aufschwung durch die Blüte des Bergbaus in der Krain und in Kärnten; mit dessen Niedergang verlor auch die Stadt stark an Bedeutung.

Ab 1870 konnte sich die Gegend nach der Eröffnung der Bahnlinie Ljubljana (Laibach) ↔ Tarvis (im damals kärntnerischen Kanaltal, heute nur bis Jesenice) industriell entwickeln. Die Bahn eröffnete Richtung Nordwesten Verbindungen nach Kärnten, Tirol und in die Lombardei, Richtung Südosten Verbindungen nach Triest, Graz und Wien sowie nach Ungarn.

1890 hatte die Stadt rund 2.000 meist slowenische Einwohner und war Sitz der Bezirkshauptmannschaft Krainburg und eines Bezirksgerichtes, das den Gerichtsbezirk Krainburg verwaltete. 1894 wurde das Gymnasium als Kaiser Franz Joseph-Gymnasium eröffnet. Im späten 19. Jahrhundert erwachte die slowenische Nationalbewegung und fand unter anderem im Turnverein Krainer Falke einen vehementen Träger.

1906 wurde als Teil eines großen k.k. Eisenbahninfrastrukturprojektes („Neue Alpenbahnen“) zur Verbindung Westösterreichs und Süddeutschlands mit dem Hafen von Triest der Karawankentunnel von Jesenice nach Kärnten eröffnet und die Verbindung 1909 mit der Fertigstellung der Tauernbahn nach Salzburg vollendet. Kranj hatte damit direkten Zugang auch zum deutschen Markt.

Nach der Gründung des Staates der Serben, Kroaten und Slowenen am Ende des Ersten Weltkrieges, 1918, entwickelte sich die Gegend in der Zwischenkriegszeit, wesentlich durch ausländisches Kapital finanziert, zu einem bedeutenden industriellen Zentrum. Im Zweiten Weltkrieg geriet Kranj ab 1941 unter die totalitäre NS-Herrschaft, gegen die Partisanen kämpften. Nach Kriegsende 1945 wurden im Jugoslawien der kommunistischen Tito-Diktatur verbliebene Deutsche enteignet und vertrieben.

Marschall Tito nützte als Staatschef von Jugoslawien Schloss Brdo (Egg bei Krainburg) als eine seiner Residenzen. Das Schloss wird heute von der slowenischen Regierung bei offiziellen Staatsbesuchen und ähnlichen Anlässen genutzt.



Sehenswrdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schloss Kislkamen / Kieselstein, einst Sitz der Markgrafen von Krain
  • Schloss Brdo / Egg mit Schlosspark in Egg bei Krainburg


Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den bekanntesten Sportarten in Kranj zählt Wasserball, wobei der heimische AKV Triglav mehrfach slowenischer Meister geworden ist. In dem Schwimmbad der Stadt fand 2003 die A-Europameisterschaft der Männer statt. Im Wettkampfklettern findet, organisiert von der International Federation of Sport Climbing, regelmäßig ein World Cup der Disziplin Schwierigkeitsklettern in Kranj statt.



Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Shne und Tchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Stdtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ?citypopulation.de: Stadtgemeinde Kranj, abgerufen am 6. April 2014
  2. ?Wilfried Menghin: Die Langobarden. Archologie und Geschichte. Theiss, Stuttgart 1985, ISBN 3-8062-0364-4 (Geschichte der Langobarden aus archologisch-historischer Sicht).
  3. ?Miha Kosi: Stadtgrndung und Stadtwerdung. Probleme und Beispiele aus dem slowenischen Raum. In: Pro Civitate Austriae. Informationen zur Stadtgeschichtsforschung in sterreich. Neue Folge, Heft 14, sterreichischer Arbeitskreis fr Stadtgeschichtsforschung, Linz 2009, S.7.
  4. ?Christa Hammerl: Conclusion: Effect distribution of the earthquake [January 25th, 1348]. In: P. Albini und A. Moroni (Hrsg.): Materials of CEC Project. In: Review of Historical Seismicity in Europe. Bd.2, CNR, Milano 1994.

Blick auf Krainburg von Janez Vajkard Valvasor, 1689
Lizenz: Public domain

Kranj
Lizenz: Public domain

Kranj (deutsch: Krainburg) ist mit 37.151 Einwohnern (2013; in der Kernstadt) die viertgrößte Stadt Sloweniens und Hauptort der gleichnamigen Stadtgemeinde (Mestna občina). Die gesamte Stadtgemeinde mit allen Ortsteilen zählt 55.527 Einwohner (2013).

mehr zu "Kranj" in der Wikipedia: Kranj

Geboren & Gestorben

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Geboren: Ema Klinec wird in Kranj geboren. Ema Klinec ist eine slowenische Skispringerin.
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Geboren: Nejc Dežman wird in Kranj geboren. Nejc Dežman ist ein slowenischer Skispringer. Er wurde 2012 Juniorenweltmeister.
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Geboren: Peter Prevc wird in Kranj, Slowenien geboren. Peter Prevc ist ein slowenischer Skispringer.
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Geboren: Peter Prevc wird in Kranj geboren. Peter Prevc ist ein slowenischer Skispringer. Er gewann die Vierschanzentournee 2015/16, Einzelgold bei der Skiflug-Weltmeisterschaft 2016 sowie den Gesamtweltcup der Saison 2015/16. Außerdem gewann er in seiner Karriere bei Nordischen Skiweltmeisterschaften und Olympischen Winterspielen insgesamt fünf Medaillen.
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Geboren: Matic Nemc wird in Kranj geboren. Matic Nemc ist ein slowenischer Naturbahnrodler. Er fährt im Einsitzer und startet seit 2008 im Weltcup sowie bei Welt- und Europameisterschaften.

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

1997

Erfolg:
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3. U13 (in Kranj); 1. U14 (in Maribor); 1. U12-U14 (in Novo mesto) (Ana Srebrnič)

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2006

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Slowenien? Kranj (Slowenien), seit (Banja Luka)

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2008

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Osterreich Villach / Beljak (Kärnten, Österreich), seit

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Kranj in Slowenien, seit (La Ciotat)

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2008

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Politik > Städtepartnerschaften: Slowenien Kranj (Slowenien), seit (Villach)

1813

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Gefechtskalender > Befreiungskriege: verteidigte eine Kompanie unter Hauptmann Moll erfolgreich die Verschanzungen am Loiblpass. Zwei Tage später war das ganze Bataillon bei der Abwehr des Angriffes der Division Belloti beteiligt. Weiterhin kämpfte die Einheit in den Gefechten bei Krainburg, Windisch Feistritz (Slovenska Bistrica), Hollenburg, Portis, Ospedaletto (Venetien), Susigana an der Piave und wurde dann zur Belagerung von Legnano detachiert. (k.u.k. „Steirisches“ Feldjägerbataillon Nr. 9)

Bevölkerung

2013

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Kranj (Deutsch: Krainburg): 55.527 (Slowenien)

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