Feuerbestattung

Unter Feuerbestattung oder Brandbestattung, auch Kremation, Kremierung oder Einäscherung, früher Leichenverbrennung, versteht man die Veraschung einer Leiche. In vielen Ländern wird dieser Vorgang in Krematorien durchgeführt. Die Überreste werden unverwechselbar in eine Aschekapsel überführt, die für die Beisetzung gewöhnlich in einer Bestattungsurne eingesetzt ist.



Geschichte




Die Brandbestattung stellt ein Element der geistigen Kultur bzw. des Überbaus dar, das in Urgesellschaften auf der ganzen Welt und zu allen Zeiten bei Menschengruppen unterschiedlicher Entwicklungsstufen auftrat. Seit dem Erscheinen von Ursula Schlenthers Werk Brandbestattung und Seelenglaube (1960) über Ursachen und Verbreitung der Leichenverbrennung liegt eine zusammenfassende Darstellung des ethnographischen und archäologischen Materials außereuropäischer Völker vor, das für die Zeit vor den Weltreligionen jedoch spärlich ist. Es besteht keine Bindung der Brandbestattung an bestimmte wirtschaftlich-kulturelle Gruppen oder Klimazonen. Sie fand bei Jägern und Sammlern, z. B. auf Tasmanien, in Patagonien und den asiatischen Gebieten Russlands, sowie bei bäuerlichen Kulturen und solchen, die bereits Merkmale einer differenzierten Gesellschaft aufweisen statt. Dabei scheint es wenige Gruppen gegeben zu haben, bei denen die Verbrennung (auch nur zeitweise) die einzige Bestattungsart war, wie z. B. bei den ältesten Kulturen Patagoniens und in der Hohekam-Kultur in Nordamerika. Meist steht wenigen Brandbestattungen eine weitaus größere Zahl an Körperbestattungen gegenüber. Auf Erscheinungen wie die Urnenfelderkultur, die Jahrhunderte den Grabritus fast ganz Europas bestimmte, ist man bisher in frühen außereuropäischen Gesellschaft noch nicht gestoßen.

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