Kreuz (Reliquie)

Heiliges Kreuz oder wahres Kreuz Christi ist die Bezeichnung für das Kreuz, an dem Jesus Christus den Opfertod starb. Dieses Kreuz wurde angeblich im Jahr 325 gefunden. Es wurde in mehrere Teile geteilt und an verschiedene Orte gebracht. Im Mittelalter gab es eine große Anzahl von Reliquien des wahren Kreuzes Christi; diese zählten zu den wichtigsten christlichen Reliquien überhaupt. Sie wurden in wertvollen Reliquiarien, den sogenannten Staurotheken, aufbewahrt. Um diese Reliquien entstanden zahlreiche Heilig-Kreuz-Kirchen in ganz Europa.

Feste des Heiligen Kreuzes sind Kreuzerhöhung am 14. September und einige andere, bewegliche Feste. Am Karfreitag findet in der Feier vom Leiden und Sterben Christi die Kreuzverehrung statt. In den orthodoxen Kirchen gibt es im Kirchenjahr mehrere sogenannte Kreuzprozessionen. Gedenktag der Wiederauffindung ist das Fest der Kreuzauffindung (3. Mai, nur noch in der außerordentlichen Form des römischen Ritus erhalten, 6. März oder 7. Mai, orthodox).



Geschichte




  • um 325: Helena, die Mutter des Kaisers Konstantin, ließ im Heiligen Land nach Gegenständen suchen, die mit dem Leiden und Sterben Christi in direktem Zusammenhang standen.
  • Drei Legenden berichteten in verschiedenen Versionen von der Auffindung des Heiligen Kreuzes durch den Rabbiner Judas Cyriacus oder durch Helena. Daneben sollen auch die Nägel und das Heilige Grab wiedergefunden worden sein.
  • 325: Dieses war Anlass zum Bau der Grabeskirche in Jerusalem. Ein Teil des Kreuzes wurde in die Palastkapelle Helenas, Santa Croce in Gerusalemme, nach Rom gebracht, ein anderer Teil zu ihrem Sohn nach Konstantinopel. Ein weiterer Teil blieb in Jerusalem, davon berichtete die Pilgerin Egeria im Jahre 383:
  • 614, 22. Mai: Der Sassanidengeneral Shahrbaraz eroberte Jerusalem und überführte die Reliquien nach Ktesiphon, wo sie von der christlichen „Königin der Königinnen“, Schirin, in Empfang genommen wurden.
  • 628: Der Sassanidenkönig Chosrau II. unterlag dem byzantinischen Kaiser Herakleios. Durch seinen Tod entstanden Machtkämpfe um den Thron. Die Tochter Chosraus II., Boran, schloss mit Byzanz einen Friedensvertrag ab und veranlasste die Rückgabe der Reliquien.
  • 630, 21. März: feierliche Wiederausstellung des Teilstücks des „Heiligen Kreuzes“ in Jerusalem.
  • 638: Eroberung von Jerusalem durch die Muslime. Die byzantinischen Kreuzteile sind seit dieser Zeit verschollen – angebliche Splitter tauchen später in Kreuzfahrerkreisen auf. Anderen Versionen zufolge wurden sie vor den Muslimen nach Konstantinopel in Sicherheit gebracht oder verblieben in Jerusalem.
  • ...

    mehr zu "Kreuz (Reliquie)" in der Wikipedia: Kreuz (Reliquie)

    Geboren & Gestorben

    1024

    thumbnail
    Gestorben: Seneqerim Johannes stirbt oder 1026/27. Seneqerim Johannes Artsruni, auch Senekʿerim, Bruder des Deranik war der letzte König von Vaspurakan aus der Dynastie der Artsruni. Sein Name war von dem des assyrischen Herrschers Sanherib abgeleitet, der als Ahnherr der Dynastie galt. Er regierte zur Zeit des Kaisers Basileios II.. Er erbaute eine Kirche auf dem Berge Varak, wo das wahre Kreuz erschienen war und ein Kloster am Fuß des Berges.

    968 n. Chr.

    thumbnail
    Geboren: Seneqerim Johannes wird /969 geboren. Seneqerim Johannes Artsruni, auch Senekʿerim, Bruder des Deranik war der letzte König von Vaspurakan aus der Dynastie der Artsruni. Sein Name war von dem des assyrischen Herrschers Sanherib abgeleitet, der als Ahnherr der Dynastie galt. Er regierte zur Zeit des Kaisers Basileios II.. Er erbaute eine Kirche auf dem Berge Varak, wo das wahre Kreuz erschienen war und ein Kloster am Fuß des Berges.

    Asien

    630 n. Chr.

    thumbnail
    21. März: Der byzantinische Kaiser Herakleios zieht triumphierend in Jerusalem ein und bringt die im Jahre 614 von den Persern erbeutete Kreuzreliquie in die Grabeskirche zurück.

    Geschichte

    1204

    thumbnail
    Eroberung von Konstantinopel. Hunderte kleinste Holzteile, die vom dort angeblich zerteilten Kreuz stammen sollen, wurden von Kreuzrittern nach Europa gebracht. Die Kölner Königschronik, die Chronica regia Coloniensis, meldete zum Jahre : Nach der Eroberung der Stadt wurden unschätzbare Reichtümer gefunden, unvergleichlich kostbare Edelsteine und auch ein Teil des Kreuzes des Herrn, das, von Helena aus Jerusalem überführt und mit Gold und kostbaren Edelsteinen geschmückt, dort höchste Verehrung erfuhr. Es wurde von den anwesenden Bischöfen zerteilt und mit anderen sehr kostbaren Reliquien unter den Rittern aufgeteilt; später, nach deren Rückkehr in die Heimat, wurde es Kirchen und Klöstern gestiftet.

    1187

    thumbnail
    nach Aussage mittelalterlicher Quellen geriet das Heilige Kreuz – also vermutlich jenes, das 628 nach Jerusalem zurückgebracht worden war – bei der Schlacht bei Hattin in die Hände der muslimischen Ayyubiden und ist seither verschollen.

    1099

    thumbnail
    Jerusalem wurde erobert, und die Kreuzfahrer stießen bei ihrer Suche nach dem „wahren Kreuz“ auf einen syrischen Christen, dessen Familie das Kreuz hütete. Da er sich weigerte, es herauszugeben, trieb man ihm brennende Pinienspäne unter die Nägel und brach ihm Knochen, bis er das Versteck preisgab. Seither wurde das Kreuz bei allen wichtigen Feldzügen und Schlachten gegen die Sarazenen bis zur Schlacht bei Hattin 1187 mitgeführt.

    "Kreuz (Reliquie)" in den Nachrichten