Kreuzweg

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Als Kreuzweg (Weg des Kreuzes) bezeichnet man ursprünglich die Nachahmung der Via Dolorosa (lat. „schmerzensreiche Straße“) in Jerusalem als Stationsweg vor Wallfahrtskirchen. Aus dem Heiligen Land zurückgekehrte Pilger legten Nachbildungen der heiligen Orte in ihrer Heimat an. Oftmals übertrugen sie exakt die Länge der Via Dolorosa auf ihren heimischen Kreuzweg. Das Ziel des in der Heimat angelegten Kreuzwegs war nicht selten ein Kalvarienberg (von lat. calvariae locus; Schädelstätte), auf dem sich eine „Grabeskirche“ oder eine Darstellung der Kreuzigungsszene befand. Diejenigen, die sich nicht leisten konnten, selbst nach Jerusalem zu pilgern, wollten sich den Leidensweg Jesu Christi, wie er seit dem Mittelalter in Jerusalem mit mancherlei frommen Ausschmückungen gezeigt und beschritten wurde, trotzdem so gut wie möglich vergegenwärtigen.

Obwohl Pilgerfahrten nach Jerusalem auch im ostkirchlichen Bereich beliebt waren und sind, ist der Kreuzweg eine rein westliche Andachtsform geblieben. In der unierten Ukrainischen Kirche, die papsttreu ist, aber die griechische Liturgie verwendet, kam es in den letzten Jahren zu Abspaltungen, als die Mehrheit sich für eine Aufgabe der Kreuzwegsandachten und anderer lateinischer Traditionen entschied.

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Ereignisse

20.12.1676
Geboren: Leonhard von Porto Maurizio wird in Porto Maurizio, heute Imperia (Ligurien) geboren. Leonhard von Porto Maurizio OFM war ein Franziskanermönch und Prediger. Die Feier des Kreuzwegs fand durch ihn seine heutige Gestalt.
[1] de.wikipedia.org/wiki/Leonhard_von_Porto_Maurizio
26.11.1751
Gestorben: Leonhard von Porto Maurizio stirbt in Rom. Leonhard von Porto Maurizio OFM war ein Franziskanermönch und Prediger. Die Feier des Kreuzwegs fand durch ihn seine heutige Gestalt.
[1] de.wikipedia.org/wiki/Leonhard_von_Porto_Maurizio
1767
Werk: 14 Figurengruppen mit zusammen über 60 Einzelfiguren für die Kreuzwegstationen am Würzburger Käppele (Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung); bis zur Fertigstellung des Kreuzwegs 1775 arbeiteten daran unter Wagners Leitung mehrere Gesellen; auch die Figur der schwangeren Maria an der Kapellenfassade über dem Eingang stammt von Wagner (Johann Peter Wagner)
1857
Werk: 14 Kreuzweg-Stationen am Starnberger See (Ulrich Himbsel)
1931
Geboren: Walter Gaudnek wird in Fleyh, Böhmen-Tschechien geboren. Walter Gaudnek ist ein moderner Künstler und Kunstprofessor an der University of Central Florida in Orlando. Gaudnek gehört seit den 1970er Jahren zu den Hauptvertretern der Pop-Art. Er griff als einziger Pop-Art-Künstler auch religiöse Themen (z. B. Kreuzweg in St. Michael in Schweinfurt) auf.
[1] de.wikipedia.org/wiki/Walter_Gaudnek
1953
Werk: St. Bernhard: Kreuzweg in der Pax-Christi-Kapelle (Günther Zeuner)
1986
Werk: Nürnberg: Katholische Pfarrkirche Maria am Hauch, 3 kreuzförmige Mosaike, die „Rosenkranz“-Geheimnisse darstellend ; Kreuzweg (1983) (Peter Recker)
1991
Werk: der akustische Kreuzweg EKSIT für die Kunst-Station St. Peter (Köln) (Norbert Walter Peters)
1995
Veröffentlichung: Menzinger Kreuzweg (Matthias Pöschl)
1999
Werk > Sakrale Auftragsarbeiten: Herrischried-Niedergebisbach, Totenberg: Kreuzweg; Bronze (Leonhard Eder)
15.04.2006
Tagesgeschehen: Rom: Bei seiner ersten Kreuzwegs-Prozession als Papst trug Benedikt XVI. gestern Abend das Kreuz - nachdem er letztes Jahr noch als Kardinal Ratzinger die Meditationstexte der Prozession geschrieben hatte. Heuer stehen die sehr markanten Texte ganz im Zeichen sozialer Inhalte (ORF). Der Wohlstand lasse uns die Not so vieler Menschen vergessen, meint der Papst; nach neuen Studien in Westeuropa betrifft die Armut sogar hier 5-10% der Menschen. Der deutsche Fastenkalender regt an, das Fasten am Karfreitag und Karsamstag als Zeichen der Solidarität mit allen Hungernden der Welt zu sehen.
[1] de.wikipedia.org/wiki/April_2006

Weiterführende Informationen

Literatur

  • F. Dambeck: Neue Kreuzwege seit 1945, in: Das Münster 7 (1954), 96-118.
  • Notker Eckmann: Kleine Geschichte des Kreuzweges: Die Motive und ihre künstlerisch Darstellung. Regensburg: Pustet 1968 (Welt des Glaubens in der Kunst; Bd. 6)
  • M. Hartig: Der Kreuzweg als Kircheneinrichtungsstück einst, jetzt und in Zukunft, in: Die christliche Kunst 32 (1935/36), 161-184
  • Karl Alois Kneller: Geschichte der Kreuzwegandacht von den Anfangen bis zur völligen Ausbildung. (Ergänzungshefte zu den Stimmen aus Maria Laach, 98) Freiburg: Herder 1908.
  • E. Kramer: Kreuzweg und Kalvarienberg, Straßburg 1957
  • G. Saltin: Nimm uns mit. Der Kreuzweg. Geschichte, Bilder, Texte, Würzburg 1988.
  • Thomas Sternberg: „Und laß mich sehn dein Bilde“. Der Kreuzweg als liturgisches und künstlerisches Thema, in: Liturgisches Jahrburch 53, 2003, S. 166-191
  • Marco Talarico: Der Kreuzweg Jesu in historischer Authentizität und katholischer Frömmigkeit. Lit, Münster 2003 (Ästhetik - Theologie - Liturgik; Bd. 25) ISBN 3-8258-6513-4
  • Amédée (Teetaert) da Zedelgem, Historischer Essay über die Hingabe an den Weg des Kreuzes, Amilcare Barbero und Pasquale Magro (Hrsg), Ponzano Monferrato 2004, in italienischer Sprache.
  • Romano Guardini: Der Kreuzweg unseres Herrn und Heilandes. Meditationen. Mainz 1939.
  • Joseph Ratzinger: Der Kreuzweg unseres Herrn. Meditationen, Freiburg i. Br.: Herder Verlag 2006 ISBN 3-451-28893-1
  • Conrad-Peter Joist, Wilhelm Hoffsümmer, Clemens Wilken: Hände sprechen vom Kreuzweg Jesu Christi. Trier 1996 ISBN 3-7902-0092-1.

    Weblinks

  • Harald Quietzsch: Passion in der Landschaft, Bibliographie der Sacri Monti, Kalvarienberge und Andachtsstätten.
  • Volltext des Kreuzwegs im Kolosseum 14. April 2006
  • Kreuzweg - Via crucis
  • Der Bamberger Kreuzweg - Deutschlands ältester vollständig erhaltener Kreuzweg
  • Zeitgenössischer Kreuzweg - Bronzetafeln im Halbrelief mit 15 Stationen (St. Saturnina, Bad Driburg-Neuenheerse)
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