Kriegshysterie

Unter Kriegshysterie versteht man im Allgemeinen durch Krieg hervorgerufene Angstzustände. Der Begriff Kriegshysterie stammt aus der Traumaforschung und der Kriegspsychiatrie und Militärpsychologie des Ersten Weltkriegs, die in ihrer Entwicklung nicht nur als somatische, sondern auch als soziale Krankheit beschrieben wird und die Mentalität einer ganzen Generation beeinflusst habe. Medizinisch werden als Kriegshysterie traumatische Neurosen wie shell shock und gas neurosis bezeichnet. Als hysterische Symptome werden extreme Angstzustände, Wahnvorstellungen und Fluchtzustände genannt. Sie sind verbunden mit Symptomen wie Bettnässen und Selbstzerstörungshandlungen. Mit der Kriegshysterie verbinden sich zahlreiche psychosomatischen Folgen wie Erbrechen und Durchfall. Behandelt wurde die Kriegshysterie mittels Suggestion, Hypnose, Elektroschocks, Deprivation, wochenlanger totaler Isolierung und Nahrungsentzug, tagelangen Dauerbädern, Scheinoperationen und der sogenannten „frontnahen Behandlung“, bei der die Betroffenen in „Bettnässer-Kompanien“ verbracht wurden und im Fronteinsatz einen „Durchhaltezwang“ (Kurt Schneider) aufbauen sollten.

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