Krimtataren

Krimtataren (krimtatarischqırımtatar, qırımtatarları) sind eine ursprünglich auf der Halbinsel Krim lebende muslimische turksprachige Ethnie. Ihre Sprache gehört zur Gruppe der nordwestlichen Turksprachen.

Krimtataren unterscheiden sich deutlich von den Wolga-Ural-Tataren, und so werden sie – vornehmlich von den Türken aus der Türkei (Türkeitürken) – als Krimtürken bezeichnet. Das trägt der Tatsache Rechnung, dass sich ihre Schriftsprache von einer regionalen Variante des Osmanischen ableitet und daher dem Türkischen sehr nahesteht.

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Geboren & Gestorben

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Geboren: Jamala wird in Osch, Kirgisische SSR geboren. Jamala ist eine ukrainische Sängerin und Krimtatarin. Sie wird die Ukraine beim Eurovision Song Contest 2016 in Stockholm vertreten.
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Gestorben: Edige Mustafa Kirimal stirbt in München. Edige Mustafa Kirimal war ein türkischer Politiker krim-tatarischer Herkunft.
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Geboren: Dschamolidin Abduschaparow wird in Taschkent geboren. Dschamolidin Abduschaparow ist ein ehemaliger usbekischer Radrennfahrer, der in der zweiten Hälfte der 1980er und der ersten Hälfte der 1990er Jahre einer der besten Sprinter im Straßen-Radsport war. Wegen der von der sowjetischen Regierung praktizierten Unterdrückung, war Krimtatar Dschamolidin gezwungen, sich als Usbeke zu bezeichnen.
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Geboren: Refat Abdurachmanowitsch Tschubarow wird in Samarkand geboren. Refat Tschubarow (krimtatarisch Refat Abdurahman o?lu Çubar) ist ein ukrainischerkrimtatarischer Politiker. Von Beruf ist er Historiker und Archivar.

1955

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Geboren: Murat Bardakçı wird in İstanbul geboren. Murat Bardakçı ist ein türkischer Journalist, Autor, Musiker und Historiker. Er hat ein Wirtschaftsstudium absolviert. Bekannt wurde er durch seine historischen Arbeiten, mit der Ausrichtung auf die osmanische Geschichte und türkische Musikgeschichte, gleichzeitig ist er Kolumnist für die Zeitung Haberturk. Nach seiner eigenen Aussage über seine Familiengeschichte in seinem Fernsehprogramm Das Hinterzimmer der Geschichte (Tarihin Arka Odası) stammt er zur einen Hälfte von den Tscherkessen und zur anderen Hälfte von den Krimtataren. Sein Großvater Cemal Bardakçı war Gouverneur in Denizli, Elazığ, Çorum und Konya und kämpfte im Türkischen Befreiungskrieg.

Europa

1591

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Letztmaliger Vorstoß der Krimtataren bis in die Nähe von Moskau.
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Osteuropa: Die seit Ende 1519 geführten Verhandlungen zwischen den Krimtataren und König Sigismund I. werden erfolgreich abgeschlossen. Der Waffenstillstandsvertrag sieht im Bedarfsfalle gemeinsame militärische Aktionen gegen Moskau vor, das sich durch den Ausbau befestigter Anlagen an seiner Südgrenze (u.a. wird der Kreml in Tula und der Tulaer Verhau im Frühjahr 1520 fertiggestellt) vor Überraschungsangriffen zu schützen sucht.

1512

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Osteuropa: Russisch-Litauische Kriege: Das Verhältnis zwischen der Personalunion Polen-Litauen und dem Großfürstentum Moskau bleibt auch nach dem Friedensschluss von 1508 gespannt. Als den Moskauer Großfürsten Wassili III. die Nachricht von der angeblichen Verhaftung seiner Schwester Elena erreicht, eröffnet er den Krieg gegen König Sigismund, um einem erneuten Zusammenspiel zwischen Polen-Litauen und den Krimtataren zuvorzukommen. Am 14. November werden Moskauer Vorausabteilungen gegen Smolensk in Marsch gesetzt, am 19. Dezember schließt sich der Großfürst persönlich mit seinem Gefolge den vorrückenden Truppen an.

1507

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Osteuropa: März-August: Kriegshandlungen an der russisch-litauischen Grenze. Als die Krimtataren im Sommer ihren Bündnisverpflichtungen entsprechend auf Moskauer Territorium vorstoßen, werden sie am 9. August an der Oka geschlagen und zum Rückzug gezwungen.

Kunst & Kultur

1872

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Krimtatarin

1856

Galerie:
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„Tatarischer Tanz“, Carlo Bossoli

1856

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Krimtatarische Kinder in der Schule

Bevölkerung

1939

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Verteilung der Krimtataren auf der Krim im Jahr

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1991

Veröffentlichungen:
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Bernhard Hölzl: Tractatus poetico-philosophicus. Über Simulation. Die Blaue Eule, Essen (Günther Witzany)

1944

Leben > Terror und Verbrechen 1938–1945:
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veranlasste Beria die Zwangsumsiedlung weiterer 300.000 bis 400.000 Menschen. Diesmal waren Balkaren, Kalmücken und Karatschaier betroffen. Es folgten 160.000 Krimtataren und Mescheten. (Lawrenti Beria)

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