Kritik

Unter Kritik versteht man die Beurteilung eines Gegenstandes oder einer Handlung anhand von Maßstäben. Wie die Philosophin Anne-Barb Hertkorn ausgeführt hat, ist Kritik damit „eine Grundfunktion der denkenden Vernunft und wird, sofern sie auf das eigene Denken angewandt wird, ein Wesensmerkmal der auf Gültigkeit Anspruch erhebenden Urteilsbildung.“ Sie gilt im Sinne einer Kunst der Beurteilung als eine der wichtigsten menschlichen Fähigkeiten.

Neben der Bedeutung der prüfenden Beurteilung und deren Äußerung in entsprechenden Worten bezeichnet die Kritik – insbesondere in der Verbform kritisieren ebenso wie monieren und die Monierung – auch eine Beanstandung oder Bemängelung. In früheren sozialistischen Staaten laut Duden auch „Fehler und Versäumnisse beanstandende [öffentliche] kritische Stellungnahme als Mittel zur politischen und gesellschaftlichen Weiterentwicklung“.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Urbano Tavares Rodrigues stirbt in Lissabon. Urbano Augusto Tavares Rodrigues war ein portugiesischer Schriftsteller. Als Romancier, Kritiker, Dramatiker, Essayist und Erzähler hat er ein umfangreiches Werk geschaffen. Einige seine Werke wurden ins Deutsche übersetzt. Sein Engagement gegen die Diktatur des Estado Novo machte ihn zu einem der prominentesten Intellektuellen Portugals der 1950er bis 1970er Jahre.
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Gestorben: Walter Jens stirbt in Tübingen. Walter Jens war ein deutscher Altphilologe, Literaturhistoriker, Schriftsteller, Kritiker und Übersetzer. Er war Ordinarius für Rhetorik an der Eberhard Karls Universität Tübingen, Präsident des PEN-Zentrums Deutschland und Präsident der Akademie der Künste zu Berlin.
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Gestorben: Gerrit Komrij stirbt in Amsterdam. Gerrit Komrij war ein niederländischer Schriftsteller, Dichter und Übersetzer, Kritiker, Polemiker, Kolumnist und Dramatiker. Zwischen 2000 und 2004 war er Dichter des Vaderlands, also Nationalpoet der Niederlande.
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Gestorben: Hans-Georg Soldat stirbt. Hans-Georg Soldat war ein deutscher Hörfunkjournalist und Kritiker. Von 1967 bis 1993 war als Redakteur beim RIAS tätig, zuletzt als Leiter der Literaturredaktion.

Passagiere

1854

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James Nisbet, Verleger, Kritiker und Publizist aus San Fransisco, Mitinhaber des San Francisco Evening Bulletin und Co-Autor von The Annals of San Francisco (Brother Jonathan (Schiff))

Tagesgeschehen

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Warschau/Polen: Ein Interview, das die Mutter der "Kaczyński-Brüder" der Nachrichtenagentur AFP gibt, wird politisch brisant. Während sich Lech Kaczyński (56) um die Präsidentschaft bewirbt, erzählt Jadwiga Kaczyńska (78), dass sich die Zwillinge im Politgeschäft oft bei ihr Rat holen. Wenn Jarosław als Parteichef im Fernsehen sei, sage er immer „Mama, du musst dir das ansehen. Du bist meine beste Kritikerin.“ Kaczyńska war bereits im Zweiten Weltkrieg Aktivistin des polnischen Widerstands.

Rundfunk, Film & Fernsehen

1972

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Film: Lützower ist ein 1972 produzierter DEFA-Historienfilm. Er wurde von Filmregisseur Werner W. Wallroth nach dem gleichnamigen Theaterstück von Hedda Zinner aus dem Jahr 1955 gedreht, die auch am Szenarium beteiligt war, während Walter Janka das Drehbuch verfasste. Die Filmhandlung ist im Freikorps von Adolf von Lützow während der Befreiungskriege im Frühjahr 1813 angesiedelt, jedoch wird die reale Vergangenheit lediglich als Folie für eine sozialistische patriotische Interpretation genutzt. Trotz aufwändiger technischer, materieller und künstlerischer Gestaltung war dem Film bei der Kritik kein Erfolg beschieden, da die filmische Umsetzung des Bühnenstoffs nicht gelangt und die Produktion wie verfilmtes Theater wirkte. Außer in der DDR wurde der Film auch in der ČSSR und Ungarn aufgeführt.

Stab:
Regie: Werner W. Wallroth
Drehbuch: Walter Janka
Musik: Karl-Ernst Sasse
Kamera: Hans-Jürgen Kruse
Schnitt: Helga Emmrich

Besetzung: Jürgen Reuter, Herta Knoll, Lew Prygunow, Jaecki Schwarz, Karlheinz Liefers, Wolfgang Dehler, Frank Obermann, Johannes Wieke, Oleg Widow, Heinz-Martin Benecke, Hans Teuscher, Peter Reusse

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