Krone Aragon

Unter dem Begriff Krone von Aragonien (spanischCorona de Aragón, aragonesischCorona d’Aragón, katalanischCorona d’Aragó) werden Herrschaftsgebiete unterschiedlicher Verfasstheit zusammengefasst, die zwischen 1137 und 1516 bzw. 1714 in Personalunion von den Königen von Aragonien regiert wurden. Dazu gehörten Königreiche wie Aragonien, Mallorca, Valencia, Sizilien, Sardinien, Korsika und Neapel, das Herzogtum Athen und Neopatria, die Markgrafschaft Provence, die Grafschaften Barcelona, Roussillon und Cerdanya und die Herrschaft Montpellier.

Die Herrscher der Krone von Aragonien und von Spanien zählten und zählen in ihrer Titulatur eine große Anzahl von Herrschaftsgebieten auf. Diese Aufzählungen entsprachen bzw. entsprechen aber nur zum Teil den wirklichen Herrschaftsverhältnissen.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Johanna (Kastilien) stirbt in Tordesillas. Johanna I., genannt Johanna die Wahnsinnige aus dem Haus Trastámara war von 1504 bis 1506 Königin, von 1506 bis 1555 nur mehr Titularkönigin von Kastilien und León und von 1516 bis 1555 auch Titularkönigin von Aragón.
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Geboren: Francisco de Mendoza wird in Balmaseda geboren. Francisco Hurtado de Mendoza, Admiral von Aragon, war spanischer Oberbefehlshaber im Achtzigjährigen Krieg gegen die rebellischen Niederlande.

1526

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Geboren: Martin Garzes wird in Aragon geboren. Martin Garzes auch Martinus Garzesius, Martin Garces, Martín Garzés war vom 8. Mai 1595 bis zu seinem Tod der 53. Großmeister des Malteserordens.
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Gestorben: Ferdinand II. (Aragón) stirbt in Madrigalejo. Ferdinand, seit 1494 Ferdinand der Katholische war als Ferdinand? II. ab 1479 König von Aragón, von Sizilien und Sardinien, als Ferdinand? V. von 1479 bis 1504 und ab 1506 auch König von Kastilien und León, als Ferdinand? III. König von Neapel ab 1505.
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Gestorben: Isabella I. (Kastilien) stirbt in Medina del Campo. Isabella I. von Kastilien war Königin von Kastilien und León von 1474 bis 1504 und von 1479 bis 1504 als Gattin Ferdinands II. auch Königin von Aragón.

Iberische Halbinsel

1035

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Die Grafschaft Aragon wird zum Königreich erhoben. Erster König wird Ramiro I..

Reconquista =

1063

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Frühjahr: König Ramiro I. von Aragón verliert die Schlacht von Graus während der Reconquista gegen die Hudiden von Saragossa und wird getötet. Als Reaktion darauf wird Barbastro von einem vereinigten christlichen Heer, dem sich erstmals auch viele französische und normannische Ritter anschließen, belagert und eingenommen. Ramiros Nachfolger als König von Aragón wird sein Sohn Sancho I.

Reconquista

1064

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König Sancho I. von Aragón erobert die muslimische Stadt Barbastro vom Emir von Saragossa. Auf Geheiß Papst Alexanders II. unterstützt ihn ein fränkisches Heer unter Wilhelm VIII. von Aquitanien. Der Kriegszug wird als Vorläufer der Kreuzzüge angesehen.

Wechselhafte Kämpfe 1003 bis 1211

1112

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Aragonien erobert Huesca. Im Gegenzug verwüsten die Almoraviden das Land und erreichen die Pyrenäen. (Zeittafel Reconquista)

1082

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Schlacht von Almenar. Truppen Aragoniens und Kataloniens belagern die Stadt Almenar und werden von Al-Mu'tamin von Saragossa besiegt. Der Graf von Barcelona, Berengar Raimund II., wird gefangen genommen. (Zeittafel Reconquista)

Sizilien

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Peter III. von Aragon nimmt die ihm von sizilianischen Adligen angebotene Krone an und wird in Palermo zum König Peter I. von Sizilien proklamiert. Karl von Anjou wird in der Folge aus Sizilien verdrängt, wodurch das Land bis etwa 1707 zum aragonesischen Königreich in Spanien gehört.

Endphase 1340 bis 1492

1482

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Ein Heer aus Kastilien und Aragon (2500 Reiter und 3000 Mann Infanterie unter Rodrigo Ponce de Leon) sammelt sich in Marchena und erobert das maurische Alhama de Granada. Abu l-Hasan Ali erobert Alhama zurück. (Zeittafel Reconquista)

Religion

1480

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Ferdinand II. und Isabella I. richten für die Königreiche Kastilien und Aragon ein Inquisitionsgericht ein, um (zwangs)bekehrte Juden (so genannte Conversos oder Marranen) und Mauren (Moriscos) aufzuspüren und zu bestrafen, die zwar öffentlich zum Christentum konvertiert sind, aber verdächtigt werden, insgeheim ihre vorherige Religion weiter auszuüben, wodurch sie per Definition Häretiker waren. Die Spanische Inquisition liegt beinahe vollständig in der Hand der Monarchen. Die römische Kurie hat auf ihren Verlauf nur einen sehr begrenzten Einfluss. Papst Sixtus IV., der die Einrichtung genehmigen muss, hat dieser gegenüber zunächst Vorbehalte. Als Spanien jedoch Neapel eingenommen hat, gibt er nach und beauftragt zwei Dominikaner als Inquisitoren, denen weitere folgen werden.
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Girolamo Masci wird Papst Nikolaus IV. Er krönt Karl II. von Anjou zum König von Sizilien, was jedoch nichts daran ändert, dass Sizilien seit der Vesper 1282 der Krone Aragonien gehört.

Spanien

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Nach dem Tod von König Philipp I. von Kastilien verfällt seine Gattin Johanna angeblich zusehends dem Wahnsinn. Möglicherweise handelt es sich dabei auch um eine Intrige, um sie von der Macht fernzuhalten. Sie wird, angeblich wegen ihres Zustandes, unter der Obhut der Klosterfrauen des Klosters Santa Clara in der Festung von Tordesillas gefangengesetzt. Johannas Vater Ferdinand II. von Aragón übernimmt die Herrschaft im Königreich.

Europa

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Weitere Ereignisse in Europa: Nach dem Tod von Heinrich II. übernimmt seine Tochter Johanna III. seine Ansprüche als Königin von Navarra. De facto befindet sich der größte Teil des Landes seit 1512 unter der Herrschaft der Krone Aragon.
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Weitere Ereignisse in Europa: Im Vertrag von Corbeil gibt Jakob I. von Aragón Erbansprüche auf zwei französische Grafschaften auf, während im Gegenzug Frankreichs König Ludwig IX. den Verbleib von Nordkatalonien und Barcelona beim Königreich Aragón anerkennt.

1204

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Montpellier kommt unter die Lehnshoheit der Könige von Aragonien und erhält von ihnen Stadtrechte.

1104

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Alfons I. wird nach dem Tod seines Bruders Peter I. König von Aragonien und Navarra.

1000

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Sancho III. regiert bis 1035 über das Königreich Navarra und die Grafschaft Aragonien.

Politik & Weltgeschehen

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Italienische Kriege: Italienische Kriege: Papst Julius II. verbündet sich in der Heiligen Liga mit Kaiser Maximilian I., der Republik Venedig, der Eidgenossenschaft, England und Aragon gegen König Ludwig XII. von Frankreich. Frankreich muss sich aus dem besetzten Herzogtum Mailand zurückziehen.

1479

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Vereinigung der Kronen von Aragón und Kastilien
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Wichtiger Sieg in der Reconquista: Kastilien, Aragonien und Portugal schlagen Abu l-Hasan von Marokko in der Schlacht am Salado.

1323

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Juni: Sardinien kommt an Aragón -nachdem der Papst König Jakob II. Sardinien und Korsika zu Lehen gegeben hat, landen spanische Truppen in Sardinien, vertreiben die Genueser und erobern die Insel.

1283

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Die Stände von Aragón kommen zusammen, ihre alten Freiheiten zu verteidigen (da Peter III. höhere Steuer für seinen Krieg gegen Frankreich fordert -s. 1284). Sie zwingen dem König das Generalprivilegium von Saragossa ab.

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