Ku-Klux-Klan

Der Ku-Klux-Klan (KKK, engl.Ku Klux Klan) ist ein rassistischer und gewalttätiger, vor allem in den Südstaaten der USA aktiver Geheimbund. Der Klan war 1865–75 und 1915–44 als einheitliche Organisation aktiv. Seit 1950 bestehen unter diesem Namen wieder mehrere voneinander unabhängige Gruppen.

Ziel des Klans war nach der Gründung am 24. Dezember 1865 vor allem die Unterdrückung der Schwarzen. Seine Gewalttaten richteten sich zunächst gegen Schwarze und deren Beschützer sowie gegen die zahlreichen ehemaligen Nordstaatler, die vom Wiederaufbau des Südens (Reconstruction) nach dem Sezessionskrieg profitieren wollten. Es handelte sich um eine paramilitärische Gruppierung, die versuchte, ihre politischen Ziele mit Terror und Gewalt zu erreichen und um 1870 aufgelöst wurde. 1915 wurde der Klan als eine nativistische Massenorganisation neu gegründet. Mit bis zu vier Millionen Mitgliedern (1924) verfolgte dieser Klan eine Politik weißer Vorherrschaft insbesondere gegenüber Afroamerikanern, aber auch einen militanten Antikatholizismus und Antisemitismus. Nach dem Zweiten Weltkrieg formierten sich verschiedene, voneinander unabhängige Gruppen als Ku-Klux-Klan, die verschiedene Gewaltakte von verbalen Einschüchterungsmaßnahmen über diverse körperliche Angriffe bis hin zu Morden gegenüber tatsächlichen oder vermeintlichen Vertretern der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung verübten.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Johnny Lee Clary stirbt in Baton Rouge, Louisiana. Johnny Lee Clary war ein evangelistischer Pastor und früherer Ku-Klux-Klan-Führer. Er schloss sich nach einem Bekehrungserlebnis der Pfingstbewegung an, wurde dort Prediger und Pastor und predigte gegen Rassismus und Hate Groups wie den Ku-Klux-Klan, die Neonazis und die Aryan Nation. Clary war noch während seiner Zeit beim Klan in den 1980er Jahren unter dem Ringnamen Johnny Angel ein bekannter Wrestler in der National Wrestling Federation (NWF).
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Gestorben: Wolfgang Droege stirbt ermordet in Scarborough, Kanada. Wolfgang Walter Droege war ein kanadisch-deutscher Rechtsextremist. Droege war zunächst Mitglied des Ku-Klux-Klan und später Mitbegründer und Führer der Heritage Front, einer ultranationalen, antisemitischen Neonaziorganisation.
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Gestorben: Byron De La Beckwith stirbt in Jackson, Mississippi. Byron De La Beckwith war ein US-amerikanischer weißer Rassist und Mörder des schwarzen Bürgerrechtlers Medgar Evers. Während der 1960er Jahre war der Ku-Klux-Klan für viele Terroranschläge verantwortlich ? Evers Ermordung am 12.?Juni?1963 war eines in einer Serie von rassistischen Verbrechen des Ku-Klux-Klans. De La Beckwith war Vertreter für Düngemittel und Mitglied des White Citizens Council.

1970

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Geboren: Carsten Szczepanski wird in Berlin-Neukölln geboren. Carsten Szczepanski ist ein ehemaliger deutscher Neonazi, der später als V-Mann des Verfassungsschutzes agierte. Er war unter anderem NPD-Funktionär und versuchte in den 1990er Jahren den Ku-Klux-Klan in Deutschland zu etablieren. Anfang der 1990er galt er als „einer der gefährlichsten Neonazis in Brandenburg“.
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Geboren: Michael Donald wird geboren. Michael Donald war ein afroamerikanischer US-Bürger, der von zwei Mitgliedern des Ku-Klux-Klangelyncht wurde.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

Vereinigte Staaten von Amerika:
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Sechs heimgekehrte Offiziere der Südstaatenarmee gründen den originalen Ku Klux Klan in Pulaski, Tennessee.

Amerika

1871

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Der Ku-Klux-Klan wird das erste Mal verboten.

Rundfunk, Film & Fernsehen

1937

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Film: Geheimbund Schwarze Legion ist ein US-amerikanisches Filmdrama des Regisseurs Archie Mayo aus dem Jahr 1937 mit Humphrey Bogart in der Hauptrolle. Das Drehbuch basiert auf einer Erzählung von Robert Lord, der den Film auch produzierte. Der Film erzählt eine fiktive Geschichte eines Mitgliedes der Schwarzen Legion, die es in den USA als Splittergruppe des Ku-Klux-Klans in den 1930er Jahren wirklich gegeben hat.

Stab:
Regie: Archie Mayo
Drehbuch: Abem Finkel, William Wister Haines
Produktion: Robert Lord
Musik: Bernhard Kaun
Kamera: George Barnes
Schnitt: Owen Marks

Besetzung: Humphrey Bogart, Dick Foran, Erin O’Brien-Moore, Ann Sheridan, Helen Flint, Joe Sawyer, Clifford Soubier, Henry Brandon, Egon Brecher, Samuel S. Hinds, Addison Richards

Kunst & Kultur

1915

Ereignisse > Kultur:
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Der Stummfilm Die Geburt einer Nation von D. W. Griffith wird in Los Angeles uraufgeführt, es wird der finanziell erfolgreichste Film der Stummfilmzeit. Als Meilenstein der Filmgeschichte anerkannt, gilt er jedoch auch als rassistische Verherrlichung des Ku-Klux-Klans. (8. Februar)

Datum unbestimmt

1949

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Verbot des Ku-Klux-Klan

Tagesgeschehen

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Philadelphia (Miss)/USA. Nach Berichten verschiedener Zeitungen wurde im US-Bundesstaat Mississippi 40 Jahre nach den Morden an drei Bürgerrechtlern durch Mitglieder des Ku-Klux-Klan Mordanklage gegen einen der mutmaßlichen Mittäter erhoben. Der heute 79-jährige war 1967 wegen Stimmengleichheit der Geschworenen freigesprochen worden. Der Fall wurde in dem Spielfilm Mississippi Burning -Die Wurzel des Hasses thematisiert.

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