Kulob

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Kulob (Tadschikistan)
Kulob

Kulob

Kulob (tadschikischКӯлоб, russischКуляб, Kuljab, Kulyab, aus Persischkul-āb, „See-Wasser“) ist eine Stadt und der Hauptort des gleichnamigen Distrikts (nohija) in der Provinz Chatlon im Südwesten Tadschikistans. Mit einer Einwohnerzahl von 99.700 (Stand 1. Januar 2014) ist Kulob die viertgrößte Stadt des Landes. Außer der wirtschaftlichen Rolle, die Kulob als Zentrum der bewässerten Landwirtschaft im Tal des Jachsu seit Mitte des 20. Jahrhunderts spielt, ist die Stadt seit dem Bürgerkrieg 1992 von politischer Bedeutung, weil ein großer Teil der regierenden Elite in der Landeshauptstadt Duschanbe von dort stammt. Das Mausoleum des im 14. Jahrhundert lebenden Sufi-Gelehrten Sayyid Ali Hamadhani wird bis heute verehrt.



Geschichte




Im September 2006 ließ die tadschikische Regierung in Kulob das 2700-jährige Bestehen der Stadt feiern. Die zugrundeliegende historische Basis für dieses Ereignis ist unklar. Im südlichen Tadschikistan gab es in der Bronzezeit Ende des 2. Jahrtausends v. Chr. und nach dem Übergang zur Eisenzeit einige Siedlungen an den Talrändern bis in mittlere Höhenlagen. Die Siedlungen der frühen Eisenzeit, als die Bevölkerungsdichte zunahm, werden im heutigen Turkmenistan der Yaz-I-Kultur zugerechnet. Zu dieser Übergangsperiode gehört auch die Siedlung Karim-Berdi im Tal des Kysylzu nördlich von Kulob, die Ende 2. bis Anfang 1. Jahrtausend v. Chr. datiert wird. Die Keramikfunde von dort ähneln den zeitgleichen Objekten von Yaz Tepe am Fluss Murgab (Turkmenistan), Jarkutan (Usbekistan) und Tilla Tepe (Nordafghanistan).Die Region Kulob gehörte zur historischen Landschaft Baktrien, ein Name, der ab der Mitte des 1. Jahrtausends v. Chr. eine Satrapie des Achämenidenreichs bezeichnete. Um 330 v. Chr. durchquerte Alexander der Große das Gebiet und bis zum 3. Jahrhundert gehörte es zum Machtbereich der Kuschana. Ab Anfang des 5. Jahrhunderts bis um 560 beherrschten die Hephthaliten einen großen Teil des südlichen Zentralasien und zogen einen beträchtlichen Gewinn aus dem über die Seidenstraße verlaufenden Handel. Eine Route der Seidenstraße führte von Türkmenabat (in Turkmenistan) am Amudarja entlang nach Balch, weiter über Kunduz nach Osten zur historischen Provinz Darwos und durch Berg-Badachschan bis nach Hotan (Pamir-Straße). Eine andere Route verlief nördlich von Balch über Tirmidh, Denov, Hissor (Duschanbe), Gharm nach Kaschgar in China (Karategin-Straße). Zwischen den beiden lag die mittlere Chatlon-Straße über Kulob mit Anschlüssen an die nördliche und an die südliche Route. Andere Handelsgüter kamen aus dem Süden von Mesopotamien über Balch und später – Funden in Hulbuk zufolge – aus dem Irak der Abbasiden.Um 570 eroberten Turkvölker das frühere Gebiet der Hephthaliten und drangen bis in das von Sassaniden kontrollierte Afghanistan vor. Es folgten Ende des 6. und Anfang des 7. Jahrhunderts unruhige Zeiten für die in der Nachfolge der Hephthaliten entstandenen kleinen Fürstentümer, die im Spannungsfeld zwischen Turkvölkern und Sassaniden lagen....

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Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1885

Leben und Wirken > Erste Reisen:
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von Samarkand in die Gebirgsregionen des Emirats Buchara - das Hissargebirge und Städte wie Karschi, Kurgan-Tjube, Kuljab und Garm (Grigori Jefimowitsch Grum-Grschimailo)

Geboren & Gestorben

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Manija Dawlat wird in Kulob, Tadschikische SSR, Sowjetunion geboren. Manija Dawlat ist eine tadschikische Popsängerin, die in Tadschikistan und Afghanistan sehr bekannt ist.
Geboren:
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Hamrochon Sarifij wird im Distrikt Wosse bei Kulob geboren. Hamrochon Sarifij ist ein tadschikischer Diplomat und Politiker.

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